Das AKh Linz hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem Zentrum der Herzversorgung mit überregionaler Bedeutung entwickelt. Vor allem die Kardiologie an der I. Internen Abteilung unter der Leitung von Primarius Univ.-Prof. Dr. Franz Leisch zählt mit 3500 angiographischen Untersuchungen und zusätzlich 1500 Gefäßinterventionen zu den größten und erfahrensten Abteilungen auf diesem Gebiet. Seit dem Jahr 2000 stehen hier zwei Koronarangiographie-Anlagen zur Verfügung, wie sie im Oberösterreichischen Krankenanstalten- und Großgeräteplan auch festgeschrieben sind. Diese Hardware garantiert zusammen mit dem Anwesenheits- und Bereitschaftsdienst von insgesamt 19 MitarbeiterInnen die lückenlose Versorgung der HerzpatientInnen in einem 24-Stundendienst an 365 Tagen im Jahr. An der I. Internen Abteilung ist auch das Einsetzen medikamentenbeschichteter Stents keine Frage des Budgets, sondern der medizinischen Notwendigkeit. In dem Moment, wo durch die Wissenschaft nachgewiesen wird, dass bei einer bestimmten Gefäßsituation der medikamentös beschichtete Stent („Drug-Eluting-Stent“) Vorteile für den Patienten bringt, wird im AKh Linz die Entscheidung zu Gunsten der neuen Stent-Materialien getroffen. Schon jetzt sind im AKh Linz über 90% aller eingesetzten Stents medikamentenbeschichtet. Auch bei Akutinterventionen, bei der verschlossene Herzinfarktgefäße innerhalb von 30 bis 60 Minuten nach der Infarktdiagnose mit einem Ballon gedehnt oder mit einem Stent wieder eröffnet werden können, kommen ausschließlich die teureren Stents zum Einsatz.