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Abteilungsschwerpunkte

Die Arbeitsschwerpunkte der I.Chirurgie bestehen in der Herzchirurgie (Erwachsenen- und Kinderherzchirurgie), sowie in der Gefäß- und Thoraxchirurgie. Zusätzlich werden an unserer Abteilung auch Nieren verpflanzt. Insgesamt werden etwa 2200 Operationen jährlich durchgeführt.

Herzchirurgie

Im Jahre 2008 wurden 1005 Operationen mit der Herz-Lungen-Maschine durchgeführt. Davon 290 an Kindern und 715 an Erwachsen. Den größten Anteil an der Erwachsenen-Herzchirurgie hat naturgemäß die aorto-koronare Bypass-Operation inne - 95 % mit einem oder mehreren arteriellen Bypasses. Hierbei werden die beiden Arteriae mammariae bzw. die Arteria radialis eingesetzt. Auch die minimalinvasive, sogenannte MIDCAB-Operation, sowie Operationen am Herzen ohne Herz-Lungenmaschine werden angeboten.

Ein weiterer Schwerpunkt in der Erwachsenen-Herz-Chirurgie besteht in der Klappen-Chirurgie. In zunehmenden Ausmaß können die körpereigenen Klappen erhalten werden, im Bereiche der Mitralklappe sind dies bereits 80 %. Seit 2007 werden Mitralklappenoperationen bei bestimmten Voraussetzungen minimal-invasiv angeboten, das heißt, die Operation wird über einen etwa 10 cm langen Schnitt durchgeführt.

Die überwiegende Mehrzahl an den Herzklappenoperationen wird jedoch an der Aortenklappe durchgeführt. Als besondere Spezialität unserer Abteilung möchte ich hier die Operation nach Ross anführen, ein biologischer Klappenersatz, der insbesondere beim jungen Patienten hervorragende Langzeitergebnisse erbringt. Es wird hierbei die körpereigene Pulmonalklappe in Aortenposition transferiert und die Pulmonalklappe mit einem menschlichen Homograft ersetzt. Umgelegt auf alle durchgeführten Klappenoperationen beträgt der Anteil an Kunststoffklappen lediglich knapp 15 %.

Eine völlig neue Methode ist die transapical eingesetzte Aortenklappe. Hiebei wird über einen kleinen Schnitt an der Vorderwand des Brustkorbes die Aortenklappe am schlagenden Herzen eingesetzt. Derzeit wird diese Methode allerdings nur bei Patienten angewandt, die aus verschiedenen Gründen für eine offene Herzoperation nicht belastbar sind.

Die im Jahr 2003 begonnene intraoperative Vorhofsablation bei chronischem Vorhofflimmern wurde im Jahr 2007 im vermehrten Ausmaße durchgeführt. Sowohl im Rahmen von Operationen an der Mitralklappe, als auch bei anderen Indikationen wird beim chronischen oder intermittierendem Vorhofflimmern  die Radiofrequenzmethode zur Vorhofablation verwendet.

Kinder-Herz-Chirurgie

Mit dem Kinderherzprogramm stellt die I. Chirurgische Abteilung den chirurgischen Teil des  Kinder-Herz-Zentrum Linz. Das Team besteht aus OA Dr. Mair, OA Dr. Sames-Dolzer und Dr. Vondrys. 2008 wurden 332 Eingriffe - 290 davon an der Herz-Lungenmaschine - durchgeführt. Besonders erfreulich ist, dass vor allem schwerste komplexe Herzfehler mittlerweile aus dem gesamten Bundesgebiet und auch aus dem benachbarten Ausland zugewiesen werden. Dies ließ den Anteil dieser Vitien am Gesamtprogramm überproportional steigen und ist ein Zeichen für die außerordentliche Qualität der hier angebotenen Leistung.

Besonderes Augenmerk wird darauf gelegt durch verbesserte Perfusionstechnik die schweren Eingriffe an Neugeborenen und Säuglingen verträglicher zu machen und Organschäden zu vermeiden. Auf tiefe Hypothermie und Kreislaufstillstand wird bei uns heute verzichtet. Mit Hilfe intelligenter Operationsmethoden werden Ergebnisse nachhaltig  verbessert. Zum Beispiel werden heute bestimmte Formen der Transposition der Großen Arterien, anstatt wie früher mit prothetischem Material, mit körpereigenem mitwachsendem Material  rekonstruiert. So können Reoperationen vermieden werden.

Mehr zum Kinder-Herz-Zentrum erfahren Sie unter: www.kinderherzzentrum.at

Aneurysmen-Chirurgie

Bei Aneurysmen im Bereiche der herznahen Schlagader (Aorta ascendens) mit Beteiligung des Aortenbogens wird bei uns zum Schutze des Gehirnes vermehrt eine antegrade Blutperfusion verwendet. Diese Methode hat den Vorteil eines besseren Schutzes des Gehirnes, sowie die Vermeidung der tiefen Hypothermie von 18 Grad, welche sowohl lange Operationszeiten, als auch beträchtliche Gerinnungsprobleme nach sich gezogen hat. In steigendem Masse werden auch hier die klappenerhaltenden Operationen nach David und Yacoub angewandt, etwa in der Hälfte der Fälle kann die körpereigene Klappe erhalten werden. Im Bereiche der deszendierenden Aorta haben zweifellos die endoluminalen Stentprothesen der operativen Reparatur eines Aneurysmas den Rang abgelaufen.

Eine Steigerung von 33 % bei Eingriffen der Aorten im Brustbereich zeigt, dass sich die Abteilung zu einem Kompetenzzentrum bis über die Landesgrenzen hinaus entwickelt hat. Die Indikationen reichen hier vom atherosklerotischen Aneurysma über die komplizierte Aorten-Dissektion vom Typ B bis zur traumatischen Aortenrupturen bei Polytraumen. Seit 2004 ist es uns auch möglich, diese Eingriffe notfallsmässig durchzuführen. 

Thoraxchirurgie

Insgesamt werden etwa 130 Operationen im Bereiche des Brustkorbes vorgenommen – in der Mehrzahl Lungenresektionen bei Tumorerkrankungen. Die ständig steigenden Eingriffe, auch komplizierteste Resektionen, zeigen die ausgezeichnete Qualität die hier geboten wird. Das Vorhandensein einer Herz-Lungen-Maschine ermöglicht auch ausgedehnte Resektionen bei fortgeschrittenen Karzinomen unter zu Hilfenahme des extrakorporalen Kreislaufes. Etwa ein Viertel der Operationen konnte minimal invasiv durchgeführt werden.

Gefäßchirurgie

Das Angebot reicht hier von allen im arteriellen Gefäßsystem durchgeführten Operationen bis zu Varizen-Operationen. 70 Operationen am Venensystem stehen 500 Eingriffen am arteriellen System gegenüber. Eine etwa gleich große Anzahl an arteriellen Gefäßveränderungen konnte in Zusammenarbeit mit der Radiologie interventionell behandelt werden.

Die Behebung der sogenannten Schaufensterkrankheit (Claudicatio intermittens) sowie der Extremitätenerhalt bei schweren Durchblutungsstörungen (Diabetes !) stehen mit über 300 Eingriffen im Jahr an erster Stelle. Über 120 Eingriffe werden bei verschiedenster Indikation an der Körperhauptschlagader durchgeführt. Etwa 70 operative Eingriffe an den hirnversorgenden Gefäßen dienen der Behandlung des Schlaganfalles bzw. seiner Prävention. Auch in der Gefäßchirurgie ist es unser Bestreben so weit als möglich den Einsatz von Kunststoffmaterialen zurück zu drängen. Bei infizierten oder von einer infektionsbedrohten Gefäßoperation stehen uns aufgrund des Vorhandenseins einer Homograftbank auch Leichenarterien zur Verfügung. In ausgewählten Fällen konnte diese Methode mit großem Erfolg eingesetzt werden.

Transplantationschirurgie

Im Jahr 2008 wurden 18 Nieren verpflanzt. In Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus der Elisabethinen wurde ein krankenhausübergreifender Organ-Explantations-Dienst eingerichtet. 

Besondere Leistungen

An der Chirurgie I besteht die einmalige Möglichkeit, an einer Abteilung sämtliche Eingriffe am Kreislaufsystem durchzuführen. Da ja auch in etwa 40 % der Patienten, welche an den Herzkranzgefäßen erkrankt sind, Veränderungen an den peripheren Gefäßen vorliegen kann dies in einer interdisziplinären Organisation (beteiligt sind hier insbesondere die Internen Abteilungen die Dermatologie und die Radiologie) in perfekter Weise und für den PatientInnen in zeitsparender Form durchgeführt werden.

Herzchirurgie: Es wird die gesamte Palette der derzeit weltweit gängigen Herzoperationen angeboten. Sowohl in der Coronarchirurgie (arterielle Revaskularisation, minimale Zugangswege) als auch in der Klappenchirurgie (aktuelle Entwicklungen künstlicher Herzklappen, das Einsetzen von Klappen mit minimal invasiven Zugangswegen am schlagenden Herzen, klappenerhaltende Vorgangsweise wenn immer möglich) wird auf hohem Niveau die neuesten Operationsmethoden angeboten.

Kinder-Herz-Chirurgie

Frühkorrektur aller biventrikulären Vitien, Operation nach Norwood mit RV-PA Conduit, Trunkusblockrotation bei DORV mit Subpulmonalstenose, Ross-Operation ab dem Neugeborenenalter
fetale Ultraschalldiagnostik und – Intervention. Umfassendes Angebot aller herzchirurgischen Eingriffe am Erwachsenen, besonderes Augenmerk auf klappenerhaltende Operationen und Verwendung biologischer Materialien.

Rhythmuschirurgische Eingriffe durch VH-Ablation

 

 

Aneurysmenchirurgie

Ersatz der Aorta im ges. thorakalen und abdominellen Bereich sowohl chirurgisch, als auch interventionell. Ersatz des Aortenbogens bei antegrader Hirnperfusion. Operative und minimalinvasive Zugangswege.

Gefäßchirurgie

Jede Form von zentraler und peripherer Gefäßrekonstruktion bzw. Gefäßersatz und Intervention. Durch die Homograftbank wird der Einsatz cryo konservierter Arterien möglich.

Varizenchirurgie

Thoraxchirurgie

Konventionelle, sowie auch erweiterte Lungenresektionen, jede Form minimalinvasiver Interventionen.

Nierentransplantationen

Besonderer Wert wird auf die Minimierung von Wartezeiten auf Operationen gelegt. Kurzer Spitalsaufenthalt durch interdisciplinäres postoperatives Management.


KONTAKT

AKh Linz, Sekretariat Chirurgie 1
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