Betrachtet man das Jahr 2008 im Rückblick so kann man feststellen, dass sich die Abteilung für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie am AKh Linz auch in diesem Zeitraum im positiven Sinne weiterentwickelt hat. Trotz steigenden Patientenaufkommens ist in den neuen Räumlichkeiten eine deutliche Verbesserung der Arbeitsabläufe möglich. Dies führt zu einer qualitativen Verbesserung der Versorgung der PatientInnen, aber auch zu einer Entlastung der in diesem Bereich hoch belasteten MitarbeiterInnen. Integriert in der neuen Ambulanz ist ein nach den modernsten Richtlinien ausgestatteter Schockraum mit integriertem Computertomographen der modernsten Generation. In dieser Behandlungseinheit ist die sofortige Behandlung schwer verletzter PatientInnen auf höchstem medizinischem Niveau möglich. Innerhalb kurzer Zeit ist eine umfassende Diagnostik komplexer Verletzungsmuster möglich, da die Transportwege entfallen. Das Konzept der frühzeitigen interdisziplinären Versorgung von komplexen Verletzungsmustern, wie dies nur in einem zentralen Krankenhaus möglich ist, kann hier optimal zum Wohle der PatientInnen umgesetzt werden.
Die drei unfallchirurgischen Bettenstationen wiesen 2008 eine Auslastung von 112% (Pflegetage) im Jahresschnitt auf. Die vorhandenen Kapazitäten im Zentral-OP waren bei fast 4.000 durchgeführten Operationen voll ausgelastet. Die hohe Belegung im stationären Bereich aber auch die Erbringung der großen Zahl an operativen Leistungen war nur durch interdisziplinäre, abteilungsübergreifende Unterstützung möglich. Vor allem den MitarbeiterInnen der Abteilung selbst muss für hohes Engagement gedankt werden.
Die Abteilung für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie des AKh Linz bietet ein umfassendes Versorgungsspektrum der gesamten unfallchirurgischen Leistungen, sowohl in der Prävention, der Diagnostik als auch in der operativen und nicht operativen Behandlung. Es werden PatientInnen mit Verletzungen und Verletzungsfolgen sowie auch degenerativen Veränderungen versorgt. In den eigens geschaffenen Spezialambulanzen erfolgt schwerpunktmäßig die vertiefte Diagnostik und Behandlung der PatientInnen entsprechend der neuesten Standards und der aktuellsten wissenschaftlich gesicherten Methoden.
In diesem Zusammenhang ist vor allem das weite Spektrum minimal invasiver endoskopischer Eingriffe im Gelenksbereich inklusive die Anwendung neuester Methoden in der Behandlung von Knochendefekten, die umfassende Versorgung im Handbereich bis hin zur Endoprothetik zu erwähnen. Im Bereich der Wirbelsäulenchirurgie ist es zu einer deutlichen Erhöhung der Fallzahlen gekommen. Es werden moderne, teilweise auch minimal invasive, Techniken angewendet. Hierzu zählt auch die Vertebro- beziehungsweise Kyphoplastie, die bei gegebener Indikation zur Anwendung kommt.
Der neu konzipierte Schockraum in Zusammenhang mit der angeschlossenen Computertomographie erlaubt auch die Etablierung modernster Behandlungsalgorithmen, wobei die Qualität der Versorgung durch die Beteiligung an einem internationalen Polytraumaregister geprüft und mit den internationalen Ergebnissen verglichen wird. Die erzielten Ergebnisse halten dem Vergleich mit internationalen Vorgaben absolut stand. Die vor einigen Jahren begonnene Mitarbeit der Abteilung für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie des AKh Linz an der präklinischen Notfallversorgung (NEF Ansfelden) hat sich hervorragend etabliert und stellt einen wichtigen Bestandteil des Gesamtkonzeptes der unfallchirurgischen Versorgung dar.
Der seit dem Jahr 2001 umgesetzte mikrochirurgische alternierende Notdienst ist heute aus der oberösterreichischen Versorgungsstruktur nicht mehr wegzudenken. Der gute Ruf des Replantationsdienstes in Oberösterreich, der nur durch die Zusammenarbeit mit dem UKH möglich ist, konnte inzwischen weit über die Grenzen des Bundeslandes hinausgetragen werden.
Trotz der weit gestreuten Schwerpunkte ist die oberste Maxime für uns noch immer die wertschätzende Patientenversorgung. Durch konsequente Fort- und Weiterbildung aller MitarbeiterInnen hoffen wir den ständig wachsenden Anforderungen weiterhin gerecht zu werden.
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