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Akh Linz - Leistungsangebot
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Struktur und Entwicklung

Das Zentrale Radiologie Institut (ZRI) erbringt die radiologische Diagnostik und radiologische interventionelle Leistungen für alle Abteilungen und Ambulanzen des AKh Linz. Mobile und stationäre Röntgengeräte sind in OPs und Intensivabteilungen im Einsatz. Am 1. April 2005 wurde die Leitung des Institutes von Primarius Stadler an Primarius Fellner übergeben. Primarius Stadler ist weiterhin im Medizinischen Ausbildungszentrum in der Lehre aktiv. Das ZRI ist mit insgesamt 120 MitarbeiterInnen international gesehen eines der größten radiologi-schen Institute mit einem ungewöhnlich breiten Leistungsspektrum von Röntgenuntersuchungen über Ultraschall-, CT- und MR-Diagnostik bis hin zu minimal invasiven therapeutischen Eingriffen.

Im Jahr 2005 durchgeführte technische Neuerungen

  • Im August wurde eine Aufrüstung eines der beiden MR-Systeme (Magnetom Symphony, 1.5 T) auf ein 32-Kanal-TIM-System durchgeführt. Sehr erfreulich dabei ist, dass das ZRI des AKh Linz von der Fa. Siemens für die weltweit erste Aufrüstung dieser Art ausgewählt wurde, wodurch das inter-nationale Renommee der Abteilung weiter ausgebaut werden konnte.

  • Ende November wurde ein 64-Schicht-CT-System in Betrieb genommen. Dieses wurde in Kooperation mit der Fachhochschule Hagenberg angeschafft. Der besondere Aspekt dabei ist, dass dieses System nicht nur eine verbesserte Diagnostik für unsere Patienten ermöglicht, sondern auch der Fachhochschule für Lehre und Weiterentwicklung im medizinischen Software-Bereich dient, so dass hier von Oberösterreich entscheidende Impulse ausgehen werden. Beispielhaft ist auch die enge Zusammenarbeit zwischen Radiologie und Kardiologie, die damit eine neue Ära der scho-nenden Diagnostik von Herzkranzgefäßen im AKh Linz eröffnet haben.

Das ZRI als Ausbildungsinstitut

  • 8 Ärzte in Ausbildung zum Facharzt werden von mittlerweile 12 Fachärzten betreut.

  • 3 Jahrgänge mit jeweils 18 Studenten der RT-Akademie erfahren zum Teil ihre theoretische und praktische Ausbildung im ZRI. Im Sinne der RT-Studenten-Ausbildung bewährt sich zunehmend die Verschränkung von ZRI-RTs mit der Akademie: Einige Lehr-RTs sind jeweils zur Hälfte im ZRI und in der Akademie beschäftigt. Dadurch ist eine besonders praxisnahe Ausbildung der Studenten gewährleistet.

Kooperationen im Bereich der Facharztausbildung

  • Die beispielgebende und sehr erfolgreiche Kooperation der Landes-Frauen-Kinderklinik (LFKK) wurde weiter intensiviert. Betreffend CT und MR unterstützten die MitarbeiterInnen des ZRI weiterhin die Kinderradiologie der LFKK mit der Durchführung der Notfalluntersuchungen werktäglich von 12.00 Mittag bis 8.00 Uhr früh sowie an Wochenenden und Feiertagen. Andererseits entsendet das ZRI Ausbildungsärzte in die LFKK, die dort von den pädiatrischen Radiologen in der Diagnostik von Kindern speziell geschult werden. Damit hat die Facharztausbildung im ZRI einen weiteren ent-scheidenden Fortschritt erzielt und es ist eine konkrete Kooperation zwischen AKh und LFKK entstanden.

  • Ab Herbst 2007 wird dann zusätzlich ein gegenseitiger Austausch zwischen dem ZRI und der Neuroradiologie der Landes-Nervenklinik Wagner Jauregg in Linz erfolgen. Damit wird schließlich eine Qualität in der Facharztausbildung erreicht, die kaum wo in dieser intensiven Form zu finden ist.

Kooperationen mit ausländischen Kliniken

  • Das ZRI steht in Kooperation mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Dozent Fellner führt dort mehrfach im Jahr Pflichtvorlesungen für Medizinstudenten durch. Zudem richtet er weiterhin in Bamberg zusammen mit dem Lehrstuhlinhaber für Radiologie in Erlangen die größte, jährlich stattfindende deutschsprachige Fortbildung auf dem MR-Sektor durch.

  • Neu entstanden ist eine Zusammenarbeit mit der Universität Regensburg. Dozent Fellner ist hier Mitbetreuer der Habilitation (Verfahren zur Erlangung einer Dozentur) eines Oberarztes in der Radiologie in Regensburg. Unterstützt wird er dabei durch Prof. Ransmayr, dem Abteilungsvorstand der Neurologie im AKh Linz.

  • Diese erfolgreiche Zusammenarbeit mit beiden Universitäten soll 2006 weiter intensiviert werden.

Entscheidend für den Erfolg des ZRI war auch 2005 wieder die bisher höchst bewährte Zusammenarbeit mit dem Medizintechnik-Team um Ing. Peter Buhl, wobei 2005 neben dem Medizintechnik-Chef insbesondere Ing. Norbert Lechner, Reinhard Gahleitner und Andreas Stiglbauer gefordert waren. V.a. die Projekte MR-Aufrüstung und 64-Schicht-CT-Installation wären ohne den herausragenden Einsatz von Herrn Lechner und Gahleitner nicht in dieser Rekord-Zeit möglich gewesen.

Publikationen und Lehrtätigkeit

Im Jahr 2005 wurden sieben Original-Arbeiten in international hoch- und höchstrangigen Fachzeitschriften publiziert (Bereich Radiologie, Neurochirurgie und Neurologie). Darüber hinaus wurden vom ZRI fünf Fortbildungsveranstaltungen für Ärzte und Radiologie-Technologen durchgeführt sowie vier Veranstaltungen (Österreich und Deutschland) federführend mitorganisiert. In diesen Kursen haben sich insgesamt weit über 1000 Teilnehmer fortgebildet.

konventionelle Röntgenuntersuchungen

Röntgenuntersuchungen incl. Durchleuchtung haben im Jahr 2005 im Vergleich zu 2004 erkennbar zugenommen.

Mammographie

Aufgrund des engagierten Einsatzes von OA Grafinger-Witt und OA Gitter wurden auch im Bereich Mammographie weiter beeindruckende Leistungssteigerungen im Vergleich zum Vorjahr erzielt.

Angiographie, Interventionen und minimal invasive therapeutische Eingriffe

Das Team mit den Oberärzten Dr. Christa Ginthör, Dr. Gerhard Haudum, Dr. Paul Kiblböck und Dr. Peter Pichler ist für die Gefäßdiagnostik verantwortlich. Die Routine-Diagnostik an den Gefäßen wird mittlerweile vorwiegend mit Ultraschall, MR- und CT-Angiographie nicht-invasiv durchgeführt. In der Angiographie-Anlage selbst finden fast nur noch therapeutische Eingriffe statt. Eingriffe an der Wirbelsäule (Vertebro- und Kyphoplastie) werden im Computer-Tomographen (kombiniert mit einer mobilen Röntgeneinheit) durchgeführt.

Sonographie

Mit insgesamt 3 Geräten ermöglichen wir eine umfassende Radiodiagnostik, oft in Ergänzung zu konventionellem Röntgen (z.B. des Abdomens), oder CT- und MR-Untersuchungen. Die sonographische Venendiagnostik hat insbesonders bei Venenthrombose-Verdacht die Röntgen-KM-Untersuchung ersetzt!

Computer-Tomographie

Die Leistungserbringung wurde auch in diesem Jahr weiter signifikant im Vergleich zu den Vorjahren gesteigert. Ein besonderes Ereignis war die Inbetriebnahme eines 64-Schicht-Gerätes, wodurch nicht nur der Patientenkomfort (kürzere Untersuchungszeiten) gesteigert wurde, sondern auch neue Diagnostik-Felder eröffnet wurden, so z.B. die nicht-invasive Diagnostik von Einengungen der Herzkranzgefäße (in erfolgreicher Zusammenarbeit mit dem Kardiologie-Team um Prof. Leisch) oder die virtuelle Dickdarmdarstellung (virtuelle Kolonoskopie). Das CT-Team um OA Dr. Kratochwill hat sich dadurch auch in diesem Jahr wieder durch einen enorm hohen Leistungseinsatz ausgezeichnet.

Magnetresonanztomographie

Zwei 1,5-T-Geräte (Siemens, Philips) werden vom Team um OA Dr. Lukas täglich bis zu 16 Stunden betrieben. Leistungssteigerungen gegenüber dem Vorjahr sind durch diese langen Routinebetriebszeiten erklärt, wenngleich die täglich 4 Stunden Kinderuntersuchungen am Siemens-MR keine großen Untersuchungsfrequenzen zulassen.

KONTAKT

AKh Linz, Zentrales Radiologisches Institut
Krankenhausstr. 9
4021  Linz

Tel: +43 (0)732/7806-2049
Fax: +43 (0)732/7806-2099
E-Mail: radiologie@akh.linz.at

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