Im Zuge des Umbaus wurde der aktive Therapiebereich und die medizinischen Trainingstherapie vergrößert und die Therapiegeräte erneuert sowie durch 2 Kletterwände, 1 Laufband, Geräte zum Koordinationstraining und Vibrationstraining ergänzt. Sämtliche Behandlungsplätze wurden mit patientenfreundlicher indirekter Beleuchtung ausgestattet. Ein neuer Einzelbehandlungsraum wurde eingerichtet. Im Bereich der passiven Anwendungen wurde das Therapieangebot organisatorisch umgestellt, sodass die PatientInnen auf jeweils einem Behandlungsplatz sämtliche Therapien wie Elektrotherapie, Wärmebehandlungen und Massagen erhalten können. Weiters wurden neue Therapiegeräte zur Druckstrahlmassage, zur Laserbehandlung, zur Hochfrequenztherapie und zur Biofeedbacktherapie gekauft. Auch die PatientInnen der Ergotherapie profitieren vom Umbau, der neue Therapiegeräte brachte und die Ergotherapie besser an das Institut anband. Zusätzlich wurde ein weiteres Untersuchungszimmer geschaffen, sodass nunmehr drei ärztliche Untersuchungsräume mit Diagnosegeräten zur Untersuchung der Wirbelsäule, zur Prüfung der koordinativen Fähigkeiten und zum Prüfung der Muskelfunktion mittels Oberflächen- und Nadel-EMG sowie ENG zur Verfügung stehen. Für ambulante und stationäre PatientInnen verkürzen sich so in der nunmehr modernsten Linzer Einrichtung Wartezeit und Behandlungswege.
PatientInnen, die von den Fachabteilungen des AKh Linz zugewiesen werden, sowie alle ambulanten Patienten, werden von den Fachärzten der Abteilung einer klinischen Struktur- und Funktionsdiagnostik unterzogen. Ziel ist die Erstellung eines individuellen Behandlungskonzeptes. Fachärztliche Verlaufskontrollen dienen der Therapieanpassung zur Sicherung eines optimalen Heilerfolges.
Ziel der Physiotherapie ist die Wiedererlangung eines Maximums an funktioneller Selbstständigkeit. Daher geht der Therapieschwerpunkt neben einer individuellen Bewegungstherapie zunehmend in Richtung medizinische Trainingstherapie zur Verbesserung von Kraft- und Ausdauerbelastbarkeit sowie Koordination. Betreut werden PatientInnen nach orthopädischen oder traumatologischen Operationen, insbesondere mit Hüft- und Knieendoprothesen, operativ versorgte Schenkelhalsfrakturen, Muskel- und Sehnenverletzungen an der Schulter sowie Erkrankungen und Verletzungen der Wirbelsäule. Auch PatientInnen mit Schlaganfall, Morbus Parkinson, neuromuskulären Erkrankungen, nach konservativer und operativer Versorgung von kardialen und peripheren Durchblutungsstörungen profitieren von der Physiotherapie. PatientInnen der Akutgeriatrie erlangen mit der Physiotherapie wieder eine gewisse Selbstständigkeit, wobei besonders auf die Gehfähigkeit sowie die Sturzprophylaxe geachtet wird. Verstärkt werden auch onkologische PatientInnen mit muskulärer Schwäche und Männer mit Prostatacarzinom prä- und postoperativ betreut.
Ergotherapeutinnen behandeln vor allem PatientInnen mit Einschränkungen der Aktivitäten des täglichen Lebens. Ziel ist die größtmögliche Selbstständigkeit, Handlungsfähigkeit und Lebensqualität des Patienten im Alltag. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Behandlung von operativ versorgten Handverletzungen zur funktionellen Wiederherstellung der grob- und feinmotorischen Fähigkeiten. Hiezu werden auch statische und funktionelle Schienen hergestellt. Ein dritter Schwerpunkt ist die Behandlung und Versorgung von Patienten aus der Rheumatologie, wobei hier besonders Wert auf gezielte Gelenksschutz- und Hilfsmittelberatung sowie auf Schienenversorgung gelegt wird. Eine Aktivierungsgruppe wird für physisch kranke Patienten angeboten.
An passiven Therapien werden Massagen und Spezialmassagen wie Lymphdrainage, Bindegewebsmassagen und Akupunktmassage durchgeführt. Angeboten werden auch ein temperiertes Wasserbett mit integrierter Druckstrahlmassage (Hydrojet), Elektrotherapie mit niederfrequenten, mittelfrequenten oder hochfrequenten Strömen, Anwendungen von Heilmooren in Form von Wärme- oder Kältepackungen, Softlaserbehandlung von Narben, Wundheilungsstörungen und chronischen Schmerzsyndromen und C0²-Trockengasbehandlungen bei peripheren Durchblutungsstörungen und Wundheilungsstörungen.
Der Trend zu immer kürzer werdenden stationären Aufenthalten der PatientInnen erhöht auch die Anforderung an eine frühfunktionelle Nachbetreuung im Institut. Ein Abteilungsschwerpunkt im Ambulanzbereich liegt deshalb vor allem in der Nachbehandlung nach unfallchirurgischen bzw. orthopädischen Operationen. Eine weitere große ambulante Zielgruppe bilden PatientInnen mit verschiedensten akuten und chronischen Schmerzbildern des Bewegungsapparates. Hier ist vor allem eine aktive Verbesserung der muskulären Stabilität notwendig. Ein zusätzlicher Schwerpunkt entstand durch die steigende Anzahl von PatientInnen mit Inkontinenzbeschwerden, die mit Beckenbodengymnastik, Biofeedback und Elektrostimulation behandelt werden können. Zur Vermeidung von Inkontinenz wird eine Rückbildungsgymnastik nach Geburten angeboten. Das Therapeutenteam behandelt weiters Patienten folgender Selbsthilfegruppen: "Mb. Parkinson", "Multiple Sklerose", "chronische Polyarthritis" sowie Gruppen des Herzverbandes. Gruppen für Diabetiker, Krebspatienten und Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen sind in Planung.
Tel: +43 (0)732/7806-6170
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