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Aus für Kreuzweh, Tennisarm und Co!

Die Gelenksendoprothetik bildet mit jährlich ca. 950 Implantationen einen operativen Schwerpunkt unserer Abteilung.
Vor allem sind es schwierige Revisionseingriffe, die vermehrt zugewiesen werden und im Falle von großen Knochendefekten einer sehr anspruchsvollen Operationstechnik bedürfen. Der forcierte Einsatz neuer blutsparender Maßnahmen, vor allem des Cellsavers und des Orthopat-Systems, haben den Fremdblutverbrauch an unserer Abteilung weiter stark reduziert.

Seit Jahren wird sowohl im Hüftbereich aber auch bei unicondylären Knieprothesen die neue Mini-Invasive-Technik bei geeigneten PatientInnen angewandt. Diese erlaubt neben einem kleinen kosmetischen Hautschnitt auch eine schnellere Remobilisation.
Neben der Hüft- und Knieendoprothetik hat in den vergangenen Jahren vor allem die Sprunggelenksendoprothetik stark zugenommen.

Die Orthopädische Abteilung in Linz ist zu einer Anlaufstelle für PatientInnen mit schweren Sprunggelenksproblemen aus ganz Österreich geworden.
Damit parallel hat auch die Fuß- und Schulterchirurgie insgesamt stark an Bedeutung gewonnen, sodass die Eröffnung einer eigenen Fußambulanz dringend notwendig wurde.

Orthopädische Fußbehandlung.

Die Fußchirurgie hat sich mittlerweile als Spezialdisziplin in der operativen Orthopädie etabliert, die PatientInnen werden in der von OA Dr. Ruhs betreuten orthopädischen Fußambulanz seit Jahren nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft betreut. Im Bereich des Vorfußes hat sich die gelenkserhaltende Chirurgie des Hallux valgus klar gegenüber den Resektionsarthroplastiken aufgrund der besseren funktionellen Ergebnisse durchgesetzt. Sehr differenziert je nach dem Ausgangsbefund werden die entsprechenden Operationsmethoden der proximalen und distalen Metatarsale-Osteotomien angewendet. Ziel der Halluxkorrektur ist der schmerzfreie und voll funktionsfähige Vorfuß.

Insbesondere auch in der Rheuma-Fußchirurgie nehmen gelenkserhaltende Fußeingriffe einen immer höheren Stellenwert ein. Im Rückfußbereich werden sehr differenziert entsprechende Osteotomietechniken, Sehnenoperationen und Arthrodeseverfahren bei Fehlstellungen beziehungsweise bei Arthrosen angewendet, Ziel ist eine Konfektionsschuhversorgung des Patienten zu ermöglichen.

Eine Domäne unserer Abteilung stellt die Sprunggelenkschirurgie dar. Bereits 1993 wurde im AKh Linz österreichweit die erste Sprunggelenksprothese implantiert.
Seither werden jährlich ca. 40 Sprunggelenksprothesen eingesetzt.
Neben der deutlichen Schmerzreduktion liegt der Vorteil gegenüber der Arthrodese in der raschen Rehabilitation sowie der erhaltenen Beweglichkeit des oberen Sprunggelenkes.

Die gut instrumentierte Operation ist bei uns mittlerweile zu einem Standardeingriff geworden. Zum einen die langfristigen Erfahrungen bei hoher Implantationsfrequenz als auch eine kontinuierliche dokumentierte Qualitätssicherung mit ständiger Präsenz auf nationalen und internationalen Fußkongressen bringen uns Zuweisungen von PatientInnen mit Sprunggelenksproblemen aus ganz Österreich.

Kinderorthopädie

Die kinderorthopädische Behandlung durch OA Dr. Großbötzl wurde aufgrund der guten Zusammenarbeit mit der Landeskinderklinik Linz, dem Diakoniewerk Gallneukirchen, dem Behindertenzentrum St. Isidor, dem MTZ Linz-Dauphinestrasse und den Förderzentren Linz-Pulvermühlstrasse, Pramet, Andorf und Waldhausen besonders in der operativen Therapie behinderter Kinder und Jugendlicher weiter ausgebaut.
Dabei kamen neue Operationstechniken vor allem bei CP-Kindern zur Anwendung.
Seit Anfang 2000 wird auch die Lokalinfiltration von Botulinumtoxin bei CP-Kindern angeboten und regelmäßig durchgeführt. Während im stationären Bereich vor allem die Behandlung schwerbehinderter Kinder zugenommen hat, wurde im ambulanten Bereich die Gesamtzahl aller behandelten Kinder neuerlich gesteigert.

Rheumaorthopädie

Seit Jahren besteht eine hervorragende fachübergreifende Zusammenarbeit zwischen dem orthopädischen Rheumatologen und dem internistischen Rheumatologen in einer orthopädisch-internistischen Spezialambulanz (OA Dr. Günter Hipmair, OA Dr. Bernhard Ruhs, OA Dr. Ulrike Stuby und Doz. Dr. Herwig Pieringer).
Damit ist eine optimale kontinuierliche Betreuung von RheumapatientInnen gewährleistet.
In Zukunft streben wir einen weiteren Zusammenschluss von Ärzten, Krankenhäusern und Patientenorganisationen, denen das Schicksal der PatientInnen mit rheumatischen Erkrankungen am Herzen liegt, an.
Durch eine bessere Verzahnung von ambulanter und stationärer Behandlung soll eine optimale und wohnortnahe Versorgung von PatientInnen mit rheumatischen Erkrankungen möglich werden.

Die Vorteile für den Patienten liegen auf der Hand:
• Verkürzten Wartezeiten
• Reduktion der Arztbesuche (gleichzeitige Zusammenarbeit von Rheumatologen aus verschiedenen Fachbereichen an einem Patienten)
• Vermeidung von Doppelgleisigkeit in der Befundnotwendigkeit und -erhebung
• Besserer Informationsaustausch (zu rheumatischen Erkrankungen und PatientInnen)
• Optimiertes therapeutisches Timing (Basistherapie, operative Eingriffe, ...)
• Verbesserte Führung der PatientInnen, gemeinsame fächerübergreifende Information (gemeinsamer Arztbrief an den Hausarzt, klärt zum Beispiel internistische und orthopädische Anliegen)

Die Funktion des Rheuma-Orthopäden im Netzwerk liegt im rechtzeitigen operativen Einschreiten (Synovektomie, Prävention durch gelenkserhaltende Operationen und in rheumaorthopädischen Spezialitäten wie Ellenbogenprothese, OSG-Prothese oder hand- und fingerchirurgischen Spezialeingriffen).
Durch das persönliche Engagement wurde ein notwendiges, rechtzeitiges, operatives Eingreifen erst möglich. 

Vor allem die Synovektomien an Kniegelenk, Ellbogen, Hand- und Fingergelenken sowie schwierige rheumaorthopädische Eingriffe an der Hand sind häufig erforderlich. Auch die Endoprothetik hat in dieser Patientengruppe einen hohen Stellenwert.
Seit vielen Jahren werden schwer zerstörte Ellenbogengelenke mit der GSB-III-Ellenbogenprothese versorgt. Ein sehr schwieriger operativer Eingriff, der österreichweit nur an wenigen Abteilungen durchgeführt wird.

Eine große Herausforderung stellt auch die operative Versorgung meist schwer deformierter Fingergrund- und Mittelgelenke dar. Hier muss oft durch schwierige Knochen- und Weichteileingriffe die Greiffunktion der Hand und Finger wiederhergestellt werden. Auf Grund des weichen Knochens dieser PatientInnen und der oft sehr schlechten Weichteilsituation können die in den letzten Jahren entwickelten Fingerprothesen nicht zum Einsatz kommen.

ESWT

Die extrakorporale Stoßwellentherapie in der Orthopädie (ESWT) ist an unserer Abteilung fest integrierter Bestandteil der angebotenen Leistungspalette und findet weit über die Grenzen Oberösterreichs hinaus große Anerkennung.
Seit 1992 wird sie an unserer Abteilung durchgeführt.
In der Regel werden die niedrig- und hochenergetischen Behandlungen in einer Sitzung durchgeführt.

Die häufigsten Krankheitsbilder in unserem Patientengut sind:
• Plantare Fasciitis mit/ohne plant. Fersensporn
• Laterale Epicondylitis am Ellbogen
• Tendinosis calcarea der Rotatorenmanschette

Wobei letztere und wie auch alle Knochenindikationen (überwiegend Pseudarthrosen) mit dem Osteostar-neuTM und hohen Energieniveaus in Anästhesie die ESWT erhalten. Die niedrigenergetische ESWT wird mit dem Sonocur PlusTM ohne Anästhesie durchgeführt.

Interessenten aus dem In- und Ausland kommen zu uns, um diese Therapieform kennen zu lernen und bei der Anwendung am Patienten sich ein Bild über Indikationen, Durchführung und Nachsorge machen zu können.

Es besteht eine gute Zusammenarbeit mit den Kollegen in der Praxis und in anderen Krankenhäusern.

Die letzten Jahre waren von vielen Diskussionen über kontroverse Ergebnisse von Publikationen in höchst renommierten Fachjournalen geprägt, was dazu führte, dass auf Betreiben der Krankenkassen sich der Oberste Sanitätsrat Österreichs mit dem Thema wieder beschäftigte, die Stellungnahme aus dem Jahr 2004 bestätigt die wissenschaftlich nachgewiesene Wirksamkeit der fokussierten ESWT.

Knorpeltransplantation

Die Knorpeltransplantation stellt ein noch junges, aber sehr erfolgreiches Verfahren dar, das vor allem beim jugendlichen Patienten und isolierten Knorpeldefekten im Knie- und Sprunggelenksbereich zur Anwendung kommt.
In zwei Operationsschritten werden den PatientInnen zuerst Knorpelzellen entnommen und später nach vorangegangener Knorpelzüchtung wieder zur Füllung der Defekte eingepflanzt.
Damit konnten bisher bei entsprechend sorgsam ausgewählten PatientInnen sehr gute Ergebnisse erzielt werden.

Orthopädische Schultertherapie

Die orthopädische Schultertherapie hat gerade in den letzten Jahren einen großen Aufschwung genommen. Dies betrifft nicht nur die schon erwähnte Stoßwellentherapie als nicht operative Behandlung, sondern auch die Schulterchirurgie.
Die immer häufiger auftretenden Sehnenerkrankungen im Schulterbereich werden an unserer Abteilung überwiegend arthroskopisch behandelt.
Das gleiche gilt auch für Abnützungen des Schulterschlüsselbeingelenkes.
Auch im Bereich der Schulterendoprothetik hat sich durch die Einführung der modularen Gelenksprothesensysteme eine enorme Weiterentwicklung gezeigt.
Damit gelingt es, auch schwerste zerstörte Gelenke mit überwiegend fehlendem Sehnenmantel wieder suffizient zu behandeln und nicht nur Schmerzfreiheit, sondern auch eine gute Schulterfunktion wieder zu erlangen.
Mit Dr. Nikos Poulios haben wir einen bestens ausgebildeten Schulterchirurgen als Leiter unserer Schulterambulanz finden können.

European Arthroplasty Register (EAR)

Ist ein Projekt von EFORT (Europäische Orthopäden Vereinigung) organisiert im Verein EFORT-EAR mit Sitz an der orthopädischen Abteilung des AKh Linz unter der Präsidentschaft von Univ.-Prof. Dr. Nikolaus Böhler.
Dabei werden in Zukunft schrittweise alle in Europa implantierten Endoprothesen erfasst und ihre Lebensdauer analysiert. Auf diese Weise ist eine ganz wesentliche Qualitätsverbesserung durch bessere Implantat Selektion zu erwarten.
Die weltweiten Aktivitäten werden in enger Kooperation mit dem EAR-Office unter der Leitung von Dr. Gerold Labek an der orthopädischen Universitätsklinik Innsbruck
(Vorstand Prof. Dr. Martin Krismer) durchgeführt.
Weitere Informationen stehen auf dem EFORT-Portal (http://www.ear.efort.org/) zur Verfügung.

 

KONTAKT

Orthopädische Abteilung   AKh Linz
Krankenhausstraße 9
4021  Linz

Tel: +43 (0) 732 / 7806 -3191
Fax: +43 (0) 732 / 7806 -3166
E-Mail: orthopaedie@akh.linz.at

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