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Hüftgelenk

Minimal invasive Implantation einer Hüfttotalendoprothese

Seit geraumer Zeit wird an unserer orthopädischen Abteilung die Hüfttotalendoprothese unter anderem minimal invasiv eingesetzt. Der Hautschnitt, bzw. der Zugang zum Hüftgelenk erfolgt, nicht wie üblich von der Seite, sondern von vorne. Die Operation ist operationstechnisch schwieriger und bedeutend aufwendiger. Der Vorteil liegt jedoch in einem etwas geringerem Blutverlust, einer kürzeren Schnittführung und in einer schonenderen Behandlung der Weichteile, insbesondere der Muskulatur, da sie nicht durchtrennt werden muss.

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    Ca. 7cm langer Hautschnitt
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    Einsetzen der Pfanne

Das künstliche Hüftgelenk

Bei der Hüftarthrose muss sowohl der Hüftkopf als auch die Hüftpfanne ersetzt werden. Man nennt das Hüft- Totalprothese. Dabei wird in die Hüftpfanne eine Metallschale eingesetzt, in die Metallschale wird eine zweite Schale aus Plastik, Metall oder Keramik eingepasst als Gleitoberfläche zum künstlichen Hüftkopf, der ebenfalls aus Metall oder Keramik besteht.

Der künstliche Hüftkopf sitzt auf einem Metallstift (Schaft), der in das Rohr des Oberschenkelknochens eingesetzt wird. Heute werden vorwiegend Implantate aus Titanlegierungen verwendet. An diese Titanverbindungen wächst der Knochen in kurzer Zeit an und fixiert damit die Prothese.

Zeitpunkt der Operation

Wenn die Schmerzen zu stark geworden sind, wenn man sich jeden Gang genau überlegen muss und das Röntgenbild zeigt, dass der Gelenkknorpel fehlt, ist der Zeitpunkt für die Operation gekommen.

Lebensdauer der Prothese

Unter Lebensdauer versteht man die Zeit bis zur Lockerung des künstlichen Gelenks. Der Zeitraum kann nicht exakt voraus gesagt werden. Er dürfte bei den heute verwendeten Materialen rund fünfzehn bis zwanzig Jahre betragen.

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    Röntgenbild einer schweren Hüftdysplasie
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    Patient mit beidseitigen Hüftprothesen die gleichzeitig eingesetzt wurden

Die Operation

Zunächst gibt es einige Vorbereitungen zu treffen, die aber nicht anders sind als bei anderen Operationen des Bewegungsapparates auch. Sie werden vor der Operation von Fachärzten für interne Medizin (wenn Vorerkrankungen bestehen) und Anästhesie (Narkosemedizin) untersucht.

Sie sollten die Medikamente, die Sie üblicherweise nehmen, nicht eigenmächtig absetzen sondern mit dem behandelnden Arzt darüber sprechen, vor allem auch, wenn Sie Substanzen, die das Blut verdünnen (z.B. Macomar, Thrombo ASS etc.) einnehmen müssen. Diese müssen auf jeden Fall vor der Operation abgesetzt werden. Eine Eigenblutspende ist möglich, aber nicht erforderlich.

Sie sollten mit dem behandelnden Arzt und Ihren Angehörigen über die Zeit unmittelbar nach der Operation sprechen, da Sie eine Zeit zur Rehabilitation in einem geeigneten Institut verbringen sollten.

Die Narkose

Die bei Hüftoperationen am häufigsten angewandte Methode ist die Spinalanästhesie. Dabei werden nur das Becken und die Beine für etwa 4 bis 6 Stunden unempfindlich gemacht. Diese Form der Narkose wird von den Patientinnen und Patienten sehr geschätzt. Die Komplikationsrate ist äußerst gering. Damit die ungewohnte Atmosphäre des Operatiossaales nicht Angst macht, können zusätzlich beruhigende Medikamente verabreicht werden. 

Die Operationstechnik

Das Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenkes ist eine sehr häufige Operation. Sie verlangt aber dennoch Erfahrung und Sorgfalt. An unserer Abteilung wurden seit 1986 bereits über 6000 Hüftprothesen eingesetzt.

Die Operation erfolgt in Rückenlage. Die Operationsdauer beträgt rund 60 bis 90 Minuten, wenn keine Komplikationen auftauchen.

Bei uns wird als Zugang zum Einsetzen der Prothese der seitliche Hüftmuskel längs durchtrennt, Nach dem Entfernen des erkrankten Hüftkopfes wird zunächst die Pfanne ausgefräst, so dass die Metallschale und die Innenschale eingesetzt werden können. Dabei muss sorgfältig auf die richtige Größe und Ausrichtung der Pfanne geachtet werden. Denn eine zu große Pfanne könnte eventuell Leistenschmerzen verursachen, eine fehlerhafte Ausrichtung kann zu einem Ausrenken des Gelenkes (Luxation) führen.

Dann wird in den Oberschenkelknochen eine Nut gefräst. In diese Nut wird ein Metallstift eingefügt, der sich stabil verankert. Dabei muss man ebenfalls präzise auf Ausrichtung und Einschlagtiefe achten. Durch die Einschlagtiefe wird die Beinlänge bestimmt.

Dann wird das Bein eingerenkt, das Gelenkspiel sorgfältig geprüft und die Wunde wieder verschlossen.

KONTAKT

Orthopädische Abteilung   AKh Linz
Krankenhausstraße 9
4021  Linz

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Fax: +43 (0) 732 / 7806 -3166
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