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Minimal invasive Implantation einer Hüfttotalendoprothese

Seit einiger Zeit wird an unserer Abteilung die Hüfttotalendoprothese in der Regel minimal invasiv eingesetzt. Die Operation ist operationstechnisch schwieriger und bedeutend aufwendiger. Der Vorteil liegt jedoch in einem etwas geringerem Blutverlust, einer kürzeren Schnittführung und in einer schonenderen Behandlung der Weichteile, insbesondere der Muskulatur, da keine Durchtrennung notwendig ist.

Das künstliche Hüftgelenk

Bei der Hüftarthrose muss sowohl der Hüftkopf als auch die Hüftpfanne ersetzt werden. Man nennt das Hüft- Totalprothese. Dabei wird in die Hüftpfanne eine Metallschale eingesetzt, in die Metallschale wird eine zweite Schale aus Plastik, Metall oder Keramik eingepasst, als Gleitoberfläche zum künstlichen Hüftkopf, der ebenfalls aus Metall oder Keramik besteht.

Der künstliche Hüftkopf sitzt auf einem Metallstift (Schaft), der in das Rohr des Oberschenkelknochens eingesetzt wird. Heute werden vorwiegend Implantate aus Titanlegierungen verwendet. An diese Titanverbindungen wächst der Knochen in kurzer Zeit an und fixiert damit die Prothese.

Operationszeitpunkt

  • Starke Zunahme der Schmerzen und dadurch Vermeidung jedes unnötigen Schrittes
  • Fehlen des Gelenkknorpels (im Röntgen ersichtlich)

Lebensdauer eines künstlichen Gelenkes

Darunter versteht man die Zeit bis zur Lockerung des künstlichen Gelenks. Der Zeitraum kann nicht exakt voraus gesagt werden, bei den heute verwendeten Materialen rechnet man zwischen fünfzehn und zwanzig Jahren.

Operation

Zunächst gibt es einige Vorbereitungen zu treffen, die aber nicht anders sind als bei anderen Operationen des Bewegungsapparates auch. Sie werden vor der Operation von Fachärzten für interne Medizin (wenn Vorerkrankungen bestehen) und Anästhesie (Narkosemedizin) untersucht.

Sie sollten die Medikamente, die Sie üblicherweise nehmen, nicht eigenmächtig absetzen sondern mit dem behandelnden Arzt besprechen, vor allem auch, wenn Sie Substanzen, die das Blut verdünnen (z.B. Marcoumar, Plavix, Thrombo ASS etc.) einnehmen müssen. Diese müssen teilweise vor der Operation abgesetzt werden. Die Entscheidung, welches Präparat wie lange vor der Operation pausiert werden muss liegt beim zuständigen Narkosearzt bzw. behandelnden Internisten, Hausarzt. 

Bitte planen Sie rechtzeitig die Betreuung nach Ihrer Operation, da Sie nur 4 - 6 Wochen in dem Rehainstitut verbringen.

Narkose

Die bei Hüftoperationen am häufigsten angewandte Methode ist die Spinalanästhesie. Dabei werden nur das Becken und die Beine für etwa 4 bis 6 Stunden unempfindlich gemacht. Diese Form der Narkose wird von den Patientinnen und Patienten sehr geschätzt. Die Komplikationsrate ist äußerst gering. Damit die ungewohnte Atmosphäre des Operatiossaales nicht Angst macht, können zusätzlich beruhigende Medikamente verabreicht werden. 

Operationstechnik

Das Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenkes ist eine sehr häufige Operation. Sie verlangt aber dennoch Erfahrung und Sorgfalt. An unserer Abteilung wurden jährlich rund 350 Hüftprothesen eingesetzt.

Die Operation erfolgt in Rückenlage. Die planmäßige Operation dauert zwischen 60 und 90 Minuten.

An unserer Abteilung wird als Zugang zum Einsetzen der Prothese der seitliche Hüftmuskel längs durchtrennt, nach dem Entfernen des erkrankten Hüftkopfes wird zunächst die Pfanne ausgefräst, sodass die Metallschale und die Innenschale eingesetzt werden können. Dabei muss sorgfältig auf die richtige Größe und Ausrichtung der Pfanne geachtet werden, denn eine zu große Pfanne könnte eventuell Leistenschmerzen verursachen, eine fehlerhafte Ausrichtung kann zu einem Ausrenken des Gelenkes (Luxation) führen. Dann wird in den Oberschenkelknochen eine Nut gefräst. In diese Nut wird der Hüftschaft eingefügt, der sich stabil verankert, dabei muss ebenfalls präzise auf Ausrichtung und Einschlagtiefe geachtet werden. Durch die Einschlagtiefe wird die Beinlänge bestimmt.Dann wird das Bein eingerenkt, das Gelenkspiel sorgfältig geprüft und die Wunde wieder verschlossen.

KONTAKT

Orthopädische Abteilung   AKh Linz
Krankenhausstraße 9
4021  Linz

Tel: +43 (0) 732 / 7806 -3191
Fax: +43 (0) 732 / 7806 -3166
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