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Abteilungsschwerpunkte

Die Abteilung versorgt alle PatientInnen, die wegen akuter, subakuter oder chronischer neurologischer Störungen und Erkrankungen sowie psychischer Störungen das Allgemeine Krankenhaus aufsuchen beziehungsweise eingewiesen werden. Der Behandlungsauftrag umfasst das gesamte Spektrum neurologischer und einen Teil psychischer Erkrankungen. Ein wichtiges Ziel ist die interdisziplinäre Diagnose, Behandlung sowie die Remobilisation, und die vorbereitete, mit Angehörigen sowie Sozialeinrichtungen koordinierte Entlassung, bei Bedarf die Weiterbehandlung in speziellen Rehabilitationszentren.

Die klinischen Schwerpunkte der Abteilung sind neben neurologischer Intensivmedizin sowie zerebrovaskulären Erkrankungen (Schlaganfall), Schmerz, die Parkinsonkrankheit und andere Bewegungsstörungen, Hirnleistungsstörungen (Alzheimer-Krankheit und andere Erkrankungen), Epilepsie, neuroimmunologische Erkrankungen (Multiple Sklerose, Myasthenie und Immunneuropathien). Eine spezielle diagnostische Einrichtung ist das Schlaflabor (zusammen mit der Abteilung für Pneumologie Primimarius H. Schinko, Oberarzt Doktor M. Mandl), sowie die in Kooperation geführte Spezialsprechstunde für Schlafstörungen und Tagesmüdigkeit.
Der Schwerpunkt neurologische Intensivmedizin geschieht in enger Zusammenarbeit mit den Abteilungen für Unfallchirurgie, Anästhesiologie und Intensivmedizin, Innere Medizin I und II, Pneumologie  und Radiologie sowie mit der Abteilung für Neurochirurgie, Wagner Jauregg, der Blutzentrale und anderen Abteilungen. Betreut werden Patienten mit Hirnblutungen, Infarkten, Hirn(haut)-Entzündungen, Vergiftungen, Immunneuropathien, Myasthenie, Verletzungen von Gehirn und Rückenmark und schweren Stoffwechselentgleisungen.

Etwa 20 Prozent der stationären Akutaufnahmen erfolgen wegen Hirndurchblutungsstörungen in Form von flüchtigen Attacken (TIA) oder manifesten Schlaganfällen. Herauszuheben ist die moderne Diagnostik (zusammen mit der Abteilung für  Radiologie sowie der Abteilung für Innere Medizin I), die Analyse von Gefäßrisikofaktoren und Gerinnungsstörungen (zusammen mit dem Zentrallabor) und die moderne medikamentöse Behandlung (Lyse) sowie Rekanalisierungsbehandlung von Gefäß-Engstellen (Carotis- OP, Abt. für Chirurgie, Stent der Arteria carotis, Abteilung für Innere Medizin I). PatientInnen mit schweren Gehirndurchblutungsstörungen werden auf der Intensivstation behandelt.

Zum Schwerpunkt Schmerz gibt es eine jahrelange erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin, sowie den Abteilungen für Mund-Kiefer- und Gesichtschirurgie, HNO, Orthopädie, physikalische Medizin und Innere Medizin II, Onkologie und Rheumatologie. Die MitarbeiterInnen sind in Fachgesellschaften tätig und nehmen an wissenschaftlichen Projekten teil. Zusammen mit der Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin und Radiologie werden auch invasive Therapieverfahren (zum Beispiel CT- gesteuerte Infiltrationen, Spinal Cord Stimulation) durchgeführt. Es erfolgen interdisziplinäre Schmerzkonferenzen.

Der Fachbereich Parkinsonkrankheit und verwandte Bewegungsstörungen hat in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Die Abteilung kooperiert medizinisch und wissenschaftlich mit einer Reihe anderer österreichischer und internationaler Fachabteilungen. Die MitarbeitInnen sind in nationalen und internationalen Fachgesellschaften vertreten. Die Abteilung beteiligt sich an internationalen Therapiestudien und wissenschaftlichen Projekten.

Die klinischen Schwerpunkte sind Diagnostik nach modernsten Richtlinien (in Zusammenarbeit mit den Instituten für Radiologie und Nuklearmedizin), ganzheitliche Erfassung der Erkrankung (inklusive neuropsychologische und psychische sowie vegetative Begleitphänomene) und moderne medikamentöse und nichtmedikamentöse Therapie (in Zusammenarbeit mit der Abteilung für physikalische Medizin und Rehabilitation), genetische Untersuchung und Beratung und Vorbereitung auf Operationen (Stereotaktische Tiefenhirnstimulation). Bei schwerkranken PatientInnen erfolgt die präoperative Diagnostik sowie die Behandlung mittels moderner, elektronisch gesteuerte Medikamentenpumpen (Apomorphin, Duodopa). Es besteht eine enge Kooperation mit PatientInnen und Angehörigengruppen. In enger Zusammenarbeit mit den Instituten für Radiologie und Nuklearmedizin (Hirnstoffwechsel) sowie dem psychologischen Dienst, dem Sozialdienst und anderen sozialen Institutionen werden ambulante und stationäre PatientInnen auf leichtgradige Hirnleistungsstörungen sowie Demenzen (Alzheimer-Krankheit, Parkinson- Demenz, vaskuläre Demenzen, frontotemporale Demenzen, andere Demenzen) untersucht und sowohl medikamentös als auch rehabilitativ und psychosozial behandelt und betreut. Über die Österreichische Nationalbank erfolgt die Förderung eines Projektes über Frontotemporale lobäre Atrophien. Auch im Rahmen der Parkinson- Krankheit erfolgen wissenschaftliche Projekte zu Komorbidität, Genetik und Verhaltensauffälligkeiten.

Die MitarbeiterInnen der Abteilung wirken an nationalen und internationalen medizinischen und wissenschaftlichen sowie pharmakologischen Projekten mit und sind in nationalen und internationalen Gesellschaften vertreten. Das Pflegepersonal verfügt über eine spezielle Kompetenz in der Betreuung von hirnleistungsgestörten PatientInnen.

Es konnte der Themenschwerpunkt Epilepsie und Anfallskrankheiten aufgrund der Fachkompetenz und rasch zunehmender Patienten-Frequenzen ausgebaut werden. Ziel ist die umfassende stationäre und ambulante Behandlung von PatientInnen mit Anfallsleiden, die Betreuung anfallskranker werdender Mütter und auch begleitender psychischer sowie sozialer Probleme. Eine Video- EEG- Monitoring- Einrichtung wurde etabliert.

Weiter ausgebaut werden konnte der Bereich Neuroimmunologie, insbesondere die umfassende stationäre und ambulante Behandlung von PatientInnen mit Multipler Sklerose und Myasthenie, für die moderne medikamentöse und rehabilitative Therapieverfahren und eine interdisziplinären Betreuung zu Verfügung stehen. Außerdem wurde ein Labor zur Erfassung autonomer Störungen eingerichtet. Es besteht ein Liäsondienst mit der Landesnervenklinik Wagner-Jauregg in Form von ambulanten Sprechstunden für Neurochirurgie und Psychiatrie, jeweils 2x/Woche.

Psychologischer Dienst:
Neben der modernen Diagnostik von Hirnleistungsstörungen und psychischen Störungen und Erkrankungen ist der psychologische Dienst für die psychologische Versorgung des gesamten Spitals verantwortlich. Schwerpunktmäßig behandeln unsere PsychologInnen PatientInnen mit Tumorkrankheiten (inklusive Brust-KompetenzZentrum), anderen schweren chronischen Krankheiten, gynäkologische Erkrankungen, wie z.B. Schmerzsyndromen, PatientInnen mit primär psychischen Erkrankungen (zum Beispiel Depression, Angststörungen) sowie PatientInnen und Angehörige in akuten schweren Lebenssituationen (zum Beispiel schwere Erkrankung oder Verlust eines Angehörigen). Im Rahmen der postgraduellen Ausbildung in Klinischer- und Gesundheitspsychologie können PsychologInnen im AKh Linz fachliche Kompetenz erwerben.

KONTAKT

AKh Linz, Sekretariat Neurologie und Psychiatrie
Krankenhausstr. 9
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