Seitenanfang

SCHRIFT: A    A+   A++ | KONTRAST +|
Akh Linz - Leistungsangebot
AKh Linz - Startseite Stadt Linz - Startseite

Neurologie und Psychiatrie inkl. Department für Akutgeriatrie und Remobilisation

Die Abteilung Neurologie und Psychiatrie, Leiter Prim. Univ.-Prof. Dr. Gerhard Ransmayr, versorgt PatientInnen mit akuten, subakuten oder chronisch- neurologischen Störungen und Erkrankungen sowie psychischen Begleitstörungen.
Ein wichtiges Ziel ist die interdisziplinäre Diagnose und Behandlung, sowie die Remobilisation und die vorbereitete, mit Angehörigen sowie Sozialeinrichtungen koordinierte Entlassung, und, bei Bedarf, die Weiterbehandlung in speziellen Rehabilitationszentren.
Die klinischen Schwerpunkte der Abteilung sind Schlaganfall und Hirnblutungen, Hirnverletzungen, schwere Vergiftungen, Schmerz, die Parkinsonkrankheit und andere Bewegungsstörungen, Hirnleistungsstörungen (Alzheimer-Krankheit und andere intellektuelle Leistungs- und Gedächtisstörungen), begleitende psychiatrische Krankheiten und Störungen, Alkoholkrankheit, Epilepsien, neuroimmunologische Erkrankungen (Multiple Sklerose, Myasthenie und Immunneuropathien) und Schlaf sowie schlafbegleitende Störungen.
Die Abteilung umfasst Intensivstation, Schlaganfall- Station (Stroke-Unit),  allgemeine Stationen und eine akute Nachsorge sowie ein Department für Akutgeriatrie und Remobilisation und Ambulanzen.

Notfall Schlaganfall

Schlaganfälle entstehen durch die Verstopfung eines Blutgefäßes im Gehirn oder Blutungen und haben das Absterben ganzer Hirnregionen zur Folge, wenn der Schlaganfall nicht so rasch als möglich nach Auftreten der Symptome wie akute Lähmung, Sprachstörung, Sehstörung, Schwindel, plötzliches Erbrechen oder Übelkeit akut diagnostiziert und behandelt wird.
Hand in Hand arbeiten hier die Abteilungen Neurologie und Radiologie, sowie das Institut für medizinisch- chemische Labordiagnostik und die internen Abteilungen zusammen.
Das Schlaganfall-Team, kann im AKh Linz jeden Tag des Jahres rund um die Uhr die Akutversorgung von SchlaganfallpatientInnen übernehmen. Diese Akutversorgung besteht in erster Linie aus der systemischen (intravenösen) Lysetherapie, bei der der Patient eine sehr schnell wirkende, blutverdünnende Infusion erhält, mit der die Verstopfung im Blutgefäß des Gehirnes aufgelöst wird.
An der Abteilung für Neurologie steht eine eigene Schlaganfall-Einheit (Stroke Unit) zur Verfügung. In Stroke Units werden Patientnnen mit akutem Schlaganfall von einem multiprofessionellen Team nach neuesten medizinischen und wissenschaftlichen Erkenntnissen untersucht, sowie medizinisch überwacht und behandelt. Damit kann nicht nur die Überlebenschance nach einem Schlaganfall erhöht werden. Auch der spätere Pflegebedarf der PatientInnen ist bei einer Versorgung in einer Stroke Unit geringer. Die Abteilung ist in das multizentrische Projekt des Landes OÖ und der OÖ Gebietskrankenkasse "Integrierte Schlaganfallversorgung" eingebunden.
Bei Gefäßengstellen erfolgen entsprechende Operationen im Haus (Carotis- Stenosen, Abt. für Herz-Thorax und Gefäßchirurgie Doz. Dr. C. Gross und Mitarbeiter) oder Gefäßaufdehnung (Stent, Innere Medizin I, Prof. Dr. F. Leisch und Mitarbeiter).

Interdisziplinär gegen den Schmerz

Das Schmerztherapiezentrum AKh-Linz besteht aus einer Bettenstation für neurologische Schmerztherapie, einer interdisziplinären Schmerzambulanz  sowie einer Spezialambulanz für Kopf- und Gesichtsschmerzen. Mit rund 25 Jahren ist die interdisziplinäre Schmerzambulanz im AKh Linz eine der ältesten und auch eine der größten Schmerzambulanzen Österreichs.
Behandelt werden vorwiegend PatientInnen mit akuten und chronischen Schmerzen im Bewegungs- und Stützapparat und neuropathischen Schmerzen (Nervenschmerzen). Es gibt eine langjährige Zusammenarbeit mit den anderen Fachdisziplinen im Rahmen der Schmerzdiagnostik und Therapie. Unter anderem werden zusammen mit den Abteilungen für Anästhesiologie und Intensivmedizin und Radiologie hier auch invasive Therapieverfahren (z.B. CT-gezielte Infiltrationen, Spinal Cord Stimulation, Schmerzpumpsysteme) durchgeführt. Fixe Bestandteile der Zusammenarbeit und Behandlung sind psychologische Betreuung und physiotherapeutische Maßnahmen nach neuesten Methoden (Mayo-Klinik, USA).
Weiters werden die ambulanten und stationären Schmerzpatienten über im Haus befindliche internistische (Onkologie, Rheumatologie) nuklearmedizinische, orthopädische und neurochirurgische Patientenbetreuung und Konsiliardienste komplettiert.

Parkinson und Demenz

Der Fachbereich Parkinsonkrankheit und verwandte Bewegungsstörungen hat in den vergangenen Jahren an zunehmender Bedeutung gewonnen. Die klinischen Schwerpunkte sind Diagnostik nach modernsten Richtlinien, ganzheitliche Erfassung der Erkrankung (inklusive neuropsychologische und psychische sowie vegetative Begleitphänomene) unter besonderer Berücksichtigung der Anliegen der PatientInnen und Angehörigen und Auswirkungen auf Alltag und Betreuung, moderne medikamentöse und nichtmedikamentöse Therapie, genetische Untersuchung und Beratung und in schweren Fällen, Vorbereitung auf Operationen (Stereotaktische Tiefenhirnstimulation). Bei schwerkranken Patienten erfolgt die Behandlung mittels moderner, elektronisch gesteuerter Medikamentenpumpen (Apomorphin, Duodopa). Auch kommen Medikamentenpflaster zur Anwendung.
Die Abteilung beteiligt sich ebenso an der klinischen Erforschung neuer Parkinson- und Demenz-Medikamente, an neuen diagnostischen Verfahren, sowie wissenschaftlichen Untersuchungen des Krankheitsverlaufes und vererblichen Formen der Parkinson- Krankheit.

In enger Zusammenarbeit mit den Instituten für Radiologie und Nuklearmedizin (Hirnstoffwechsel) sowie der Abteilung für Klinische- und Gesundheitspsychologie, dem Sozialdienst und anderen sozialen Institutionen werden ambulante und stationäre PatientInnen auf leichtgradige sowie schwerere Hirnleistungsstörungen (Demenzen, Alzheimer-Krankheit, vaskuläre Demenzen, andere Demenzen) untersucht und sowohl medikamentös als auch rehabilitativ und psychosozial behandelt und betreut. Es werden Sonderformen von Demenzen speziell diagnostiziert und Behandlungen zugeführt und auch wissenschaftlich evaluiert.

Epilesien und Anfallserkrankungen

In unserer Anfallsambulanz legen wir Wert auf eine ganzheitliche Betreuung unserer PatientInnen, die auch die Psyche und das soziale Umfeld umfasst. Unsere ÄrztInnen nehmen sich Zeit für Sie und Ihre Angehörigen.
Mit unseren diagnostischen Möglichkeiten (3-Tesla-MRT, PET, EEG, Video-EEG-Monitoring) können wir eine umfassende Abklärung nach erstmaligem Anfall oder bei Versagen der Medikamente durchführen. Durch die Teilnahme an Studien haben wir Zugang zu den modernsten Epilepsiemedikamenten, und über die langjährige Zusammenarbeit mit der Universität Innsbruck besteht die Möglichkeit zur epilepsiechirurgischen Abklärung entsprechend geeigneter PatientInnen.
Werdenden Müttern mit Epilepsie können wir über die enge Kooperation mit der benachbarten Landes-Frauen- und Kinderklinik die erforderliche sorgfältige Betreuung in der Schwangerschaft und darüber hinaus anbieten.
Auf unserer neurologischen Intensivstation werden schwerste Anfallsformen (Status epilepticus) unter Langzeit-EEG-Monitoring nach standardisierten Abläufen entsprechend internationalen Empfehlungen behandelt.

Neuroimmunologie

In der neuroimmunologischen Ambulanz werden über 400 PatientInnen mit Multipler Sklerose und Mysthenie behandelt.

Die Multiple Sklerose ist die häufigste neurologische Erkrankung des jungen Erwachsenenalters und betrifft vor allem Frauen. Meist tritt sie im Rahmen von Schüben, nur selten in schleichender Form auf. Häufige Symptome können Sehstörungen, Gefühlsstörungen, Lähmungen, Schwindel und Gangstörungen sowie auch Blasenstörungen sein. Wir können in enger Kooperation mit vielen Abteilungen des AKh- Linz, vor allem dem Zentralen Radiologieinstitut, der Abteilung Augenheilkunde, dem Institut für medizinische und chemische Labordiagnostik und der Abteilung Urologie die gesamte Abklärung ambulant, aber auch stationär anbieten. So vielfältig die Krankheit selbst auftreten kann, so verschieden gestaltet sich auch die Therapie. Neben der klassischen Basistherapie können unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Hämatologie und medizinische Onkologie, sämtliche Eskalationstherapien angeboten werden.
Abgerundet wird das Behandlungsangebot durch neue innovative Therapieansätze, welche durch die Teilnahme an internationalen Studien ermöglicht werden.

Die Myasthenie ist deutlich seltener und betrifft Frauen vor allem im jüngeren Alter und Männer im fortgeschrittenen Alter. Es kommt bei dieser Erkrankung zu einer Übertragungsstörung  vom Nerv auf den Muskel. Typische Symtpome sind hier belastungsabhängige, abends betonte Muskelschwächen, wie zum Beispiel Doppelbilder, zufallende Augenlider und Schluckstörungen. Auch bei dieser Erkrankung können wir die gesamte Palette der Diagnostik und Therapie anbiete. Ein besonderer Vorteil ist die enge Kooperation mit unserer neurologischen Intensivstation, wo akute Verschlecherungen einer Myasthenie kompetent betreut werden, aber auch notwendige Therapien, wie zum Beispiel eine Blutwäschebehandlung, durchgeführt werden. 

Psychische Erkrankungen und Störungen

Wir befassen uns in erster Linie mit Störungen der Stimmungslage, Angstzustände, Phobien, v.a. im Rahmen neurologischer Erkrankungen Überforderungssyndromen, Missbrauch von Alkohol und Medikamenten. Diagnose und Therapie erfolgen in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung für Klinische- und Gesundheitspsychologie, sowie einem professionellen Pflegeteam. Ergänzend werden physikalisch-therapeutische Maßnahmen (Bewegungstherapie, usw.) durchgeführt. Ein psychiatrischer Konsiliardienst aus der OÖ Landesnervenklinik Wagner Jauregg betreut die PatientInnen mit.

Schlafassoziierte Störungen und Schlafmedizin

Störungen des Schlafes, motorische und psychische Phänomene während des Schlafes mit Beeinträchtigung der Schlafqualität, sowie schlafbezogene vegetative Funktionsstörungen spielen in der Neurologie, aber auch Lungenheilkunde und innere Medizin eine zunehmende Rolle.

Die Abteilung verfügt über eine Schlafambulanz sowie ein Schlaflabor (2 Betten), welches zusammen mit der Abteilung für Lungenheilkunde geführt wird, die ebenso über 2 Betten verfügt. Die Abklärung erfolgt meist ambulant, bei Bedarf in zwei nächtlichen Schlafableitungen (Polysomnographie) im Schlaflabor. Die Behandlung ist oft medikamentös und beinhaltet auch Lebensstil- und Verhaltensänderungen. Häufig sind auch psychologische Therapieverfahren oder Atemunterstützungen (CPAP) über Nacht erforderlich.

Ambulanz für klinische Elektroneurophysiologie und autonome Funktionsdiagnostik

Die Ambulanz für Elektroneurophysiologie versorgt alle Abteilungen und Ambulanzen des Hauses insbesondere die Intensivstationen, sowie ambulante PatientInnen von niedergelassenen Haus- und Fachärzten.

An Untersuchungen stehen das EEG (inkl. Video- EEG- Epilepsie Monitoring, -Schlafentzugs-EEG, Intensiv-EEG, Hirntod-EEG), das EMG/ENG sowie Evozierte Potentiale (AEP, VEP, SSEP, MEP) zur Verfügung.

Besonderes Augenmerk wird auf die Betreuung der Intensiv-PatientInnen sowie der PatientInnen der Spezialambulanzen (wie z.B. MS-Ambulanz) gelegt.

Seit Sommer 2007 verfügt die Abteilung über ein autonomes Labor zur Diagnostik von Kreislaufstörungen, wie Synkopen, sowie Kreislaufstörungen i.R.v. neurologischen Erkrankungen.


KONTAKT

AKh Linz, Sekretariat Neurologie und Psychiatrie
Krankenhausstr. 9
4021  Linz

Tel: +43 732 7806 6811
Fax: +43 732 7806 6819
E-Mail: neurologie@akh.linz.at

weitere Informationen:



Wir liefern Ihnen exzellente Leistungen - nachweislich!