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Neuaufnahmen

Bei Bedarf findet auf der Hauptfeuerwache die Feuerwehreignungsprüfung statt. Zu diesem Test werden die vorgemerkten Bewerber und Bewerberinnen eingeladen.

Mehr Informationen zur Aufnahme bei der Feuerwehr!


Grundausbildung

2010 fand keine Grundausbildung statt.

Wasserdienst

Rettungsschwimmen

Im Rahmen der laufenden Ausbildung wurden Übungen im OÖ. Landessportzentrum von den Rettungsschwimmern der Berufsfeuerwehr durchgeführt.
Bei einem alljährlich stattfindenden Wasserballmatch im Dezember gegen die Linz AG werden die Ausdauer und Fitness, sowie die Schwimmausbildung auf eine harte Probe gestellt.  

Schiffsführer

Am 30. April 2010 fand ein Schiffsführerpraxis-Training am Attersee (durchgeführt durch Hr. Ing. Pohnitzer der Energie AG) statt.
Von 5. bis 7. Mai 2010 fand die Schiffsführerweiterbildung (durchgeführt vom Bezirksfeuerwehrkommando Linz-Stadt) statt. Am ersten Tag wurden die theoretischen Fachkenntnisse wieder auf den neuesten Stand gebracht. Als Vortragender hat sich Herr Max Peterseil verdient gemacht. Roland Pfaffenbauer referierte über die optimale Zusammenarbeit bei einem Einsatz von Tauchern und Schiffsführern.

Am zweiten Tag wurde praktisch ein Ölwehreinsatz trainiert und ein Geschicklichkeitsparcours absolviert. Die Nachtfahrt ist ein wichtiger Bestandteil des Seminars am 2. Tag.

Am dritten Tag stand die Erkundung der Häfen und Wasserstraßen im Einsatzbereich der teilnehmenden Feuerwehr an.
Im Rahmen der laufenden Ausbildung wurden sämtliche Schiffsführer trainiert. Sowohl verschiedene Manöver sind dabei zu absolvieren, als auch die Abarbeitung eines Ölwehreinsatzes wurden geübt.

2010 fand auch die Ausschreibung eines neuen A-Bootes statt. Der Einsatzschwerpunkt dieses Wasserfahrzeuges soll der Bereich „Ölwehr“ sein. Da die offizielle Indienststellung im Jahr 2011 sein wird, werden wir dieses Boot im nächsten Jahr genauer vorstellen.

Im März fand die Ausbildung für den Binnenschiffsfunk (UBI) statt. Der Binnenschiffsfunk berechtigt zum Funkbetrieb auf Wasserstraßen, Flüssen und Seen. Auch hier gilt bei Vorhandensein einer Binnenschifffahrtsfunkanlage an Bord (A-Boot) die Funkzeugnispflicht! Die Kameraden Bernhard Zarzer, Gerald Punzenberger, Klaus Gastinger, Friedrich Paier, Christian Bruckner und Manfred Maier bestanden die Prüfung mit Erfolg.

Tauchdienst

Personalstand 2010:
Tauchoffizier Ing. Klaus Thallinger
24 Einsatztaucher, inkl. sechs Tauchlehrer

Taucheinsätze:

  • Bergen eines Gleitschirmes, Donau Lindbauer
  • Bergen verschiedener Gegenstände, Weikerlsee
  • Suchen einer vermissten Person, Pichlingersee
  • Suchen einer vermissten Person, Donau Nibelungenbrücke bis Winterhafen
  • Suchen einer vermissten Person, Traunfluss Ebelsberg
  • Suchen einer vermissten Person, „Linzer Auge“ – Jahrmarktgelände
  • Sichern einer Anlage, „Linzer Auge“ – Jahrmarktgelände
  • Schiff in Not „MS Anton Bruckner“, Ernst-Koref-Promenade – Lentos
  • Bergen treibender Wasserfahrzeuge, Donau Nibelungenbrücke
  • Menschenrettung Wasser, Bergen eines Ruderbootes, Hafenbecken 1
  • Menschenrettung Wasser, Donau Nibelungenbrücke – Lentos
  • Suchen einer vermissten Person, Irrsee

Einsatztauchzeiten 158 min
Übungstauchgänge 457
Übungstauchzeiten 14.118 min
Gesamttauchgänge 468
Gesamttauchzeiten 14.276 min

Personalveränderungen
2010 wurde keine Tauchergrundausbildung durchgeführt. Der Personalstand bleibt daher unverändert.     Laufende Ausbildung
Dienstag ist „Wasserdiensttag“. Hier werden aber nicht nur Übungstauchgänge in den Linzer Gewässern durchgeführt. Dabei wird die gesamte Branddienstmannschaft in die Materie eines Taucheinsatzes eingeführt. Die Taucher können sich auf ihre eigentliche Arbeit unter Wasser konzentrieren, weil jeder Handgriff des „Bodenpersonals“ perfekt umgesetzt wird. Diese Ausbildungsschwerpunkte werden mit dem neuen Tauchfahrzeug zusätzlich erweitert.

Eistauchausbildung
Im Februar 2010 wurde ein dreitägiges Eistauchseminar durchgeführt. Ziel dieser Ausbildung ist es, einen Einsatzauftrag trotz der zusätzlichen psychischen und körperlichen Anforderungen sicher durchzuführen. Dieses Seminar ist bereits ein Fixpunkt im Ausbildungsprogramm und wird in den nächsten Jahren fortgesetzt werden.

Tauchausfahrten
Um ausreichend Tauchgänge in großen Tiefen für die Erhaltung der Einsatztauchqualifikation zu erzielen, werden monatlich Tagesausfahrten durchgeführt (Irrsee, Attersee, Traunfälle Steyrermühl, Traunsee, Mondsee, Wolfgangsee, ...).

Taucherlager
Die Taucherfortbildung 2010 stand voll im Zeichen von Wrack-, Orientierungs-, Höhlen-, Tief- und Strömungstauchgängen. Mit den beengten Platzverhältnissen in den Schiffswracks werden die Einsatztaucher an ihre psychischen Grenzen herangeführt. Diese Tauchgänge bringen enorme Erfahrungswerte und Sicherheit für die Einsätze in den heimischen Gewässern.

Tauchfahrzeug 2010
Die Planungen für ein neues Tauchfahrzeug wurden von einer Projektgruppe gemeinsam mit der für den Fuhrpark zuständigen Fachabteilung „Feuerwehrtechnik“ zügig fortgesetzt, sodass das Fahrzeug noch im Dezember 2010 in Betrieb genommen werden konnte. Besonderer Dank an die Kameraden Ing. Riedl, Blüml, Lechner, Mitgutsch und Pfaffenbauer. Sie haben die Planungen besonders unterstützt und das Projekt perfekt umgesetzt. Dabei waren sie großteils in ihrer Freizeit ständige Ansprechpartner.

Vorschau 2011
Für das erste und zweite Quartal 2011 wird eine Tauchgrundausbildung durchgeführt. Damit werden Kollegen an den Tauchdienst herangeführt und zu Einsatztauchern ausgebildet, um den natürlichen Abgang auszugleichen. Die Anzahl der Einsatztaucher bleibt dadurch unverändert.

Schadstoffdienst

Neben der internen Ausbildung fanden wieder viele praktische und theoretische Schulungen mit dem GSF bei anderen Feuerwehren im Bezirk Linz-Stadt und Linz-Land statt. Im Chemiepark Linz (gemeinsam mit der BTF CPL am 22.10.2010), am Werksgelände der voestalpine (gemeinsam mit der BTF voestalpine am 05.10.2010) und beim Gefahrgutlager der Linz AG (gemeinsam mit der BTF Linz AG am 15.09.2010) fanden die jährlichen Sevesoübungen statt. Mit beiden Übungskesselwagen der ÖBB wurden im Rahmen des Schadstoffkurses und der Weiterbildung der Branddienstmannschaft Übungen abgehalten.

Weiters wird im Rahmen des ÖBFV an der Überarbeitung der Richtlinien (Fahrzeuge mit alternativen Antrieben, Acetylengas, Flüssiggas, Wasserstoff) gearbeitet. Die Berufsfeuerwehr Linz steht hier in engem Kontakt mit den Fachleuten der anderen österreichischen Berufsfeuerwehren, als auch mit europäischen Feuerwehrkollegen.
Die Berufsfeuerwehr Linz unterstützte auch das Landesfeuerwehrkommando . bei der GSF-Weiterbildung bei Vorträgen.

Schadstoffkurs
Erstmalig wurde im März 2010, sowie im November ein Schadstoffkurs abgehalten. Dieser dient als Vorraussetzung zur Teilnahme am Chargenlehrgang. Ausbildungsinhalte sowohl theoretischer als auch praktischer Natur sind: A (atomare), B (biologische) und C (chemische) Gefahren, Ölwehr, Dekontamination, Messtechnik und Schutzstufe 2 und 3. Sämtliche Teilnehmer nahmen erfolgreich am Kurs teil und meisterten die mündliche kommissionelle Prüfung mit Bravur.

Teilnehmer Kurs 1 (1.3.2010 bis 26.3.2010): Horst Raab, Siegfried Kehrer, Markus Unter, Werner Schinagl, Manfred Leitner, Oliver Kochan, Mag. Martin Hofstadler, Christoph Herger, Michael Hackl, Simon Wagner

Teilnehmer Kurs 2 (8.11.2010 bis 26.11.2010): Uwe Rittenschober, Klaus Gstöttner, Hanspeter Winkler, Siegfried Ratzenböck, Friedrich Paier, Alexander Winter, Peter Goldmann, Alexander Leher, Christian Perfahl, Christoph Eichinger (OÖLFS)

Flugdienst

Zurzeit hat die BF-Linz 10 ausgebildete Flughelfer. Neben den jährlichen Übungen über den Landesfeuerwehrverband wird auch an zwei Tagen (13. und 14. April 2010) im Jahr intensiv der Einsatz mit Hubschraubern trainiert. Hierbei wird für ganz Österreich als Vorbild immer gemeinsam mit dem Österreichischen Bundesheer und dem Bundesministerium für Inneres (Flugpolizei) geübt.

Am 18.9. 2010 fand eine Abschnittsübung im Bezirk Linz-Land (Gemeinde Kronstorf) statt. Die Berufsfeuerwehr Linz wurde als Flughelferstützpunkt des OÖLFV seitens der Einsatzleitung angefordert. Mit IF2, CF-K, Waldbrandbekämpfungsanhänger und KUF3 wurde mit den örtlichen Kräften der Brand im Winklinger-Holz gemeinsam mit zwei Helikoptern des Stützpunktes Hörsching gelöscht.

Am 8.12. 2010 erfolgte im Rahmen der EU-Katastrophenhilfe die Anforderung zur Unterstützung der Bekämpfung der Waldbrände in Israel. Über das Bundesministerium für Inneres ging das Ansuchen auch an das OÖ. Landesfeuerwehrkommando. Nach Rücksprache mit der Branddirektion wurde Klaus Wasmayr gemeldet, um an der Löschaktion das österreichische Team vor Ort in Israel zu unterstützen.

Höhenrettung

24 Höhenretter stehen der BF-Linz zur Verfügung. Ein Kontingent von drei Höhenrettern ist permanent im Dienst und bewältigte eine Reihe von Einsätzen mit großem Erfolg. Im Rahmen des FABF (Arbeitsgruppe Ausbildung) wurde die ÖBFV-RL BF-04 „Rettung aus Höhen oder Tiefen“ mitgestaltet. Intern konnte im Sommer der überarbeitete Dienstbehelf fertiggestellt werden und ist nun durch die Branddirektion genehmigt.

Die regelmäßigen Ausbildungen werden immer am Mittwoch durch Gerhard Raab, Andreas Stadler, Hermann Waidhofer und Hans Jürgen Angster durchgeführt.

Strahlenschutz

Auch im Sonderdienst Strahlenschutz wurden wieder theoretische, als auch praktische Schulungen mit einem aktiven Strahler durchgeführt. Kollegen der Abteilung Ausbildung und Einsatzwesen sowie der Atemschutzwerkstätte nahmen an Kursen der Landesfeuerwehrschule teil. Die Abteilung A arbeitet hier eng mit der Atemschutzwerkstatt zusammen.

Sprengtechnik

Ausbildungs- und Übungstätigkeit

10 Sprengbefugte umfasst 2010 der Sprengstützpunkt Linz-Stadt.
Am 21.10.2010 nahmen 2 Sprengbefugte an einer Sprengweiterbildung des . Landesfeuerwehrkommandos am Erzberg teil.
Ing. Ilk nahm an der Weiterbildung in Naarn bei der Fa. Ruspeckhofer für die Sprengstützpunktleiterstellvertreter teil. Ein großer Teil des Seminares waren die geänderten rechtlichen Rahmenbedingungen.

4 Sprengbefugte bildeten sich bei der Internationalen Sprengtagung im WIFI von 11. bis 12.11.2010 weiter.

Einsatz der Sprenggruppe BF-Linz

Datum: 15.7.2010
Team: BrOK Ing. Andreas Ilk, BrM Alfred Grubmüller, Ort: Werksgelände voestalpine
Vorgefundene Situation:
Im Metallografielabor der voestalpine BG 40 steht eine Flasche mit Pikrinsäure, welche außen am Flaschenhals bereits hochexplosive Kristalle gebildet hat. Das Problem ist, wie man den Behälter ohne zu explodieren aus dem, noch dazu neu erbauten, Gebäude bringen kann. Pikrinsäure bildet farblose bis leicht gelbe, stark bitter schmeckende Kristalle, die nur schwer in kaltem Wasser, hingegen besser löslich in siedendem Wasser und leicht löslich in Ethanol und Benzol sind. Einige der Salze z.B. Bleipikrat sind empfindlich gegenüber Schlag, Reibung und Funken. Sie verhalten sich somit wie Initialsprengstoffe. Ammoniumpikrat wurde als Sprengstoff verwendet. Pikrinsäure ist giftig. Auf der Haut kann sie starke allergische Reaktionen hervorrufen. Die Kontamination mit Stäuben oder Dämpfen ist daher zu vermeiden. Pikrinsäure war für die katastrophale Halifax-Explosion 1917 verantwortlich. Dabei kamen bei der Explosion des französischen Schiffes Mont Blanc mindestens 1.635 Menschen ums Leben. Über 2.000 blieben vermisst, 9.000 wurden verletzt und 25.000 verloren ihr Obdach.

Die BF wurde um 15:57 Uhr durch die Polizei alarmiert. Durch Ing. Dieter Jonas, DI Krausbar und der hausinternen Chemikerin Frau DI Fluch wurden die explosiven Kristalle mit Ethanol aufgelöst. Danach konnte die Flasche in einen mit Schaumstoff ausgelegten Behälter umgelagert werden. Mit einem Fahrzeug der BTF wurde dieser Behälter anschließend im Konvoi auf einen freien Platz am Schlackenlager gebracht und dort von der Sprenggruppe
der BF gesprengt.

Exkursionen und BesucherInnen

Im Berichtsjahr 2010 besuchten 114 Besuchergruppen mit 2.452 Teilnehmern (Schüler- und Jugendgruppen, Freiwilligen Feuerwehren, Jugendgruppen, Firmen und Abordnungen ausländischer Feuerwehren) die Hauptfeuerwache. Die Feuerwache Nord wurde von 39 Besuchergruppen mit insgesamt 649 Personen besucht.

Informationen zu den Besuchsmöglichkeiten der Berufsfeuerwehr!

Einsatz- und Großübungen

Im Berichtsjahr 2010 wurden von der Berufsfeuerwehr Linz 24 Übungen außerhalb des Wachegeländes durchgeführt.
Die Übungen, welche teilweise in Verbindung mit Freiwilligen und Betriebsfeuerwehren veranstaltet wurden, dienten der Verbesserung der Schlagkraft und Ortskenntnis sowie der Präsentation gegenüber der Linzer Bevölkerung.

Mehr Information zu den Übungen der Berufsfeuerwehr!


KONTAKT

Berufsfeuerwehr  Linz
Hauptfeuerwache
Wiener Straße 154
4020  Linz

Tel: +43 732 3342 0
Fax: +43 732 3342 228
E-Mail: feuerwehr@mag.linz.at

weitere Informationen: