Die Stadt Linz stiftet im Gedenken an die Autorin und Briefpartnerin Johann Wolfgang von Goethes, die aus Linz stammende Marianne von Willemer – geborene Jung – einen Preis für Frauen-Kunst. Mit Marianne von Willemer ist eine historische Persönlichkeit der Weltliteratur Patin für Frauen-Kunst des 21. Jahrhunderts.
Im Jahr 2000 als „Marianne von Willemer-Preis“ eingeführt und im Zweijahresrhythmus vergeben, wurden schließlich die Modalitäten geändert. Anstelle der biennalen Vergabe gibt es seit 2004 eine jährliche Ausschreibung, jedoch getrennt in die Sparten „Literatur“ und „Digitale Medien“.
Auf den „Preis für digitale Medien" in den geraden Jahren folgt in den ungeraden Jahren ein „Frauenliteraturpreis“.
In diesem Zusammenhang gibt es für die beiden Preise zur besseren Unterscheidung auch verschiedene Titel, wobei klar erkennbar ist, dass es sich dabei um zwei Teile eines gemeinsamen Frauen-Projektes handelt:
• „Marianne.von.Willemer – Preis für digitale Medien“
• „Marianne.von.Willemer – Frauen.Literatur-Preis“
Der Willemer-Preis stellt eine direkte Förderung von Künstlerinnen dar.
Als Literaturpreis bedient er die traditionelle Zugangsebene von Literatinnen in Form von Manuskripten bzw. Publikationen. Hierdurch werden deutschsprachige Werke von Frauen ausgezeichnet, die sich der traditionellen Medien zur Verfassung ihrer Texte bedienen. Er versteht sich als Förderpreis, der in erster Linie der Unterstützung „junger“ Talente beim Fußfassen in der heimischen Literaturszene dient.
Mit dem „Marianne von Willemer – Frauen Literatur-Preis“ soll der Benachteiligung von Frauen bei der Vergabe von Literaturpreisen in Österreich entgegengesteuert werden. Eine Bilanz der in Österreich von 1950 bis 1995 vergebenen bedeutenden Literaturpreise zeigt dieses Ungleichgewicht eindrucksvoll auf: Etwa drei Mal mehr Männer als Frauen wurden ausgezeichnet. Die Ungleichbehandlung von Autorinnen und Autoren wird auch durch die Altersstatistik demonstriert: Frauen müssen durchschnittlich zehn Jahre länger auf eine Auszeichnung warten als Männer. Dementsprechend stellt der Preis ein aktives Instrument der Förderung von Literatinnen dar.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Prämierung und damit der Förderung hochwertiger Arbeiten von talentierten Literatinnen, wobei ein Bezug zur Stadt Linz erwünscht, aber nicht Bedingung ist.
Der "Marianne.von.Willemer – Preis für digitale Medien" soll neben der direkten Würdigung und Förderung des Schaffens von Netzkünstlerinnen auch der noch immer vorhandenen Unterrepräsentation von Frauen bei der Nutzung „digitaler Medien" entgegengewirkt werden. Mit der Auszeichnung wird außerdem für Netzkünstlerinnen eine Plattform geschaffen, ihr Können öffentlich zu präsentieren.
Preisgeld: € 3.600,--
Österreichweite Ausschreibung. Die Auslobenden behalten sich das Recht vor, den „Marianne von Willemer – Frauen Literatur-Preis“ fallweise mit einer thematischen Bindung zu versehen. Neben den Preisen können auch Anerkennungen vergeben werden.
Der Marianne von Willemer - Preis für digitale Medien soll Künstlerinnen aus ganz Österreich ansprechen.
Der Auslobungstext wird durch das Frauenbüro erstellt und beinhaltet eine Festlegung der Urheberrechte (Werknutzungsrechte) und der Rechte als Auslobende.
Gleichfalls ist eine Einverständniserklärung der Urheberinnen zur weiteren Publizierung in anderen Medien (z.B. CD-ROM, website, Printmedium etc.) unabhängig von einer eventuellen Prämierung inkludiert.
Bei den eingereichten Arbeiten muss es sich um noch nicht prämierte Werke handeln, bereits veröffentlichte Werke können eingereicht werden.
Die Preisverleihung findet jeweils im Herbst im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung statt.
Tel: +43 732 7070 1190
Fax: +43 732 7070 541195
E-Mail: willemer@mag.linz.at