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Stadt Linz - Leben in Linz
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Daten und Fakten

Geschlechterproportionen

Der Frauenanteil an der Linzer Bevölkerung sinkt leicht, aber stetig

Die Linzer Hauptwohnsitzbevölkerung ist im Laufe der letzten Jahre stetig gewachsen und umfasst im Jahr 2010 gesamt 189.680 Personen; davon sind 99.465 Frauen und 90.215 Männer. Der Anteil der Frauen an der Gesamtbevölkerung beträgt derzeit 52,44%. Auch österreichweit bilden Frauen - auf etwas niedrigerem Niveau - mit 51,3% die Mehrheit der Bevölkerung. (Frauenbericht 2010, 13) 

Linzer Bevölkerung 2040 nach Geschlecht und Alter

Der höhere Frauenanteil in Linz ist jedoch keine Besonderheit. In dichteren Besiedlungsräumen und Zentralräumen sind die weiblichen Bevölkerungsanteile zumeist höher, teilweise auch noch höher als in Linz. Die Geschlechterproportion zwischen Männern und Frauen in Linz veränderte sich seit dem 2. Weltkrieg stetig zugunsten der Männer. Nach dem die Wirkung der kriegsbedingten Ursachen auf die Geschlechterproportionen nur mehr schwach ausfällt, sinkt der Frauenanteil an der Bevölkerung sehr leicht, aber stetig. Dieser Trend drückt sich auch im prozentuellen Wachstum der Bevölkerungsentwicklung nach Geschlecht aus: Während die männliche Population in den vergangenen zehn Jahren um 4,5% wuchs, stieg die weibliche nur um 2,8%. Diese Entwicklung verläuft im Österreichvergleich etwas langsamer: Hier erhöhte sich die Zahl der Männer um 5,5% und die Zahl der Frauen um 3,9%. (Frauenbericht 2010,13ff, e.B.)

Altersverteilung

Bis zum Alter von 49 Jahren gibt es einen leichten Männerüberhang

Bis zum Alter von 49 Jahren gibt es insgesamt einen leichten Männerüberschuss. Ab da jedoch steigt der Frauenüberschuss kontinuierlich. Es leben weit mehr als doppelt so viele hochbetagte Frauen als Männer in Linz.

Altersverteilung der Linzer Bevölkerung nach Geschlecht

Knapp 6% der Bevölkerung sind älter als 80 Jahre, also hochbetagt. Diese Bevölkerungsgruppe wird stark von den Frauen dominiert. Über 70% der hochbetagten Personen sind weiblich. Weitere 19% der Bevölkerung sind 60+. Sie sind bereits in Rente oder gehen in absehbarer Zeit in den Ruhe-stand. Auch hier ist der Anteil der weiblichen Bevölkerung höher als im Durchschnitt und liegt bei 56%. In Relation zum jeweils eigenen Geschlecht kommt der beschriebene Trend noch stärker zum Ausdruck: Der Anteil an der jeweils eigenen Population nach Geschlecht ist bei jungen Frauen und Frauen im erwerbsfähigen Alter unterdurchschnittlich und bei Männern deutlich höher.
In der jungen Bevölkerung hat sich der Anteil von weiblicher und männlicher Bevölkerung umgekehrt: Der Anteil der weiblichen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung der Altersklasse der 0-bis 19-Jährigen beträgt nur mehr 49%. Sowohl bei der jugendlichen Bevölkerung unter zehn Jahren wie auch bei jener über zehn Jahren ist der Anteil der männlichen Jugend höher.

Sehr auffällig ist, dass in jenen Bezirken bzw. Stadtteilen, in denen insgesamt der Frauenanteil niedrig ist, auch der Anteil der Mädchen niedriger ausfällt: Dies sind vor allem die Bezirke mit einem hohen MigrantInnenanteil.

Auch österreichweit stellen Frauen die Mehrheit der älteren Generation. Die Altersverteilung verläuft ähnlich. (Frauenbericht 2010, 16)
Allerdings unterscheidet sich Linz aufgrund seiner städtischen Struktur von der Altersstruktur im Bundesland Oberösterreich. Die Linzer Wohnbevölkerung ist durchschnittlich etwas älter. Der prozentuelle Anteil von jungen Menschen liegt im gesamten Bundesland bei 22,1%, ist aber in den vergangenen neun Jahren um 8,3% gesunken, der prozentuelle Anteil der 60 bis 79 Jahre alten Bevölkerung liegt bei 17,5% und jener der Bevölkerung 80+ bei 4,6%.

Der Frauenanteil in den Linzer Bezirken schwankt stark

Je nach statistischem Zählbezirk schwankt – wie der umseitigen Tabelle zu entnehmen ist - der Frauenanteil der dort ansässigen Wohnbevölkerung zwischen 35% (St. Peter) und 59% (Freinberg). Ein vermutbarer Zusammenhang: In Bezirken, in denen der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund   insgesamt stark über dem Durchschnitt liegt, ist der Frauenanteil unterdurchschnittlich (etwa im Hafenviertel, in der Neuen Welt oder im Franckviertel). In Zählbezirken mit älterer Siedlungsstruktur und Bezirken mit SeniorInnen- und Pflegeheimen ist der Frauenanteil höher (etwa im Volksgartenviertel, im Spallerhof, im Wankmüllerhofviertel oder in der Harbachsiedlung), was mit dem insgesamt höheren Frauenanteil in den Altersgruppen 50+ zusammenhängt. Absolut die meisten jungen Frauen leben in Ebelsberg und Schörgenhub. Demgegenüber leben die wenigsten jungen Frauen in St.Peter, im Hafenviertel und am Freinberg.

Frauenanteil an der Hauptwohnsitzbevölkerung nach
Statistischen Bezirken der Stadt Linz (2010)
Statistische Bezirke Weibl. Bevölkerung
absolut
Anteil an der
gesamten weibl. Population
Frauenanteil im Bezirk
Altstadtviertel 1.359 1,37% 50,82%
Rathausviertel 3.207 3,22% 52,30%
Kaplanhofviertel 3.249 3,27% 53,58%
Neustadtviertel 3.413 3,43% 52,03%
Volksgartenviertel 3.322 3,34% 54,73%
Römerberg- Margarethen 1.258 1,26% 52,09%
Freinberg 326 0,33% 58,84%
Froschberg 4.103 4,13% 53,36%
Keferfeld 3.811 3,83% 53,49%
Bindermichl 3.856 3,88% 53,22%
Spallerhof 2.364 2,38% 55,53%
Wankmüllerhofviertel 2.039 2,05% 54,80%
Andreas-Hofer-Platz-Viertel 3.228 3,25% 52,25%
Makartviertel 3.454 3,47% 50,60%
Franckviertel 4.981 5,01% 51,09%
Hafenviertel 561 0,56% 45,95%
St. Peter 108 0,11% 34,84%
Neue Welt 1.468 1,48% 49,95%
Scharlinz 1.939 1,95% 50,96%
Bergern 2.176 2,19% 52,46%
Neue Heimat 3.079 3,10% 52,59%
Wegscheid 2.075 2,09% 48,73%
Schörgenhub 6.505 6,54% 50,89%
Kleinmünchen 3.634 3,65% 51,52%
Ebelsberg 9.284 9,33% 51,49%
Alt-Urfahr 2.505 2,52% 51,81%
Heilham 2.135 2,15% 55,61%
Hartmayrsiedlung 2.062 2,07% 55,61%
Harbachsiedlung 2.184 2,20% 54,45%
Karlhofsiedlung 1.442 1,45% 53,27%
Auberg 2.495 2,51% 53,77%
Pöstlingberg 864 0,87% 52,97%
Bachlberg-Gründberg 1.671 1,68% 51,94%
St. Magdalena 3.844 3,86% 53,94%
Elmberg 587 0,59% 51,45%
LINZ GESAMT 99.465 100,00% 52,44%


Bevölkerungsprognosen

Die Bevölkerungsprognosen für Linz heben besonders den Trend hervor, dass der Anteil der älteren Bevölkerung steigen wird. (Stadtforschung Linz 2007, Land Oberösterreich 2009) Diese Entwicklungsannahmefür Linz entspricht grosso modo den bundesweiten Annahmen; (Frauenbericht 2010, 18ff) Der Frauenanteil wird sich nur leicht verändern. Männer (ab 60+) werden anteilsmäßig leicht zulegen. Am Status, dass der Frauenanteil  im Alter den Männeranteil stark überwiegt, wird sich in den nächsten Jahren nichts Grundsätzliches verändern.

Linzer Bevölkerung 2040 nach Geschlecht und Alter
 

Trends

Entwicklungen

  • Die Linzer Hauptwohnsitzbevölkerung ist im Laufe der letzten Jahre stetig gewachsen.
  • Der Frauenanteil von 52,4 Prozent in Linz liegt im Durchschnitt der österreichischen Städte
  • Der Frauenanteil in den Linzer Bezirken schwankt stark
  • Der Frauenanteil an der Linzer Bevölkerung nimmt langsam ab
  • Bis zum Alter von 49 Jahren besteht ein leichter Männerüberhang
  • Das weibliche Bevölkerungswachstum verlangsamt sich
  • Es gibt große Schwankungen des Frauenanteils nach Altersgruppen an der weiblichen Population
    • 12% bis 14-Jährige
    • 60% im erwerbsfähigen Alter (15-60 Jahre)
    • 20% betagte Frauen (61-80 Jahre)
    • 8% hochbetagte Frauen (80+)
  • Der Anteil der älteren Bevölkerung wird – wie überall – auch in Linz steigen
  • Die Geschlechterproportion zwischen betagten und hochbetagten Männern und Frauen wird sich in den nächsten dreißig Jahren nur marginal, keineswegs aber grundsätzlich verändern

KONTAKT

Frauenbüro der Stadt Linz
Altes Rathaus, Hauptplatz 1
4041  Linz

Tel: +43 732 7070 1191
Fax: +43 732 7070 1193
E-Mail: frauenbuero@mag.linz.at

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