Manu Luksch mit dem Projekt "Kayak Libre"
Mit ihrem Werk „Kayak Libre“ überzeugte die interdisziplinäre Künstlerin und Filmemacherin Manu Luksch die Fachjury. Das Projekt resultierte laut der Preisträgerin aus einer langjährigen Auseinandersetzung mit den Schnittstellen zwischen urbanem öffentlichen Raum und Datennetzwerken.
Projekt: Kayak Libre (neues Fenster)
Angela Flam mit dem Text SODA! mit Wendeltreppe
Befragt zum Thema ihres prämierten Textes sagt die Autorin: Viktor Frankl beschreibt den Menschen vor der Frage nach dem Sinn. Erich Fromm schreibt wiederum, der Sinn des Lebens sei das Leben selbst und wir erleben immer wieder, dass der Wert unseres Lebens über Leistung definiert wird. „Spare, lerne, leiste was, dann hast Du, bist Du, kannst Du was“, hat man uns schon in der Kindheit gesagt überall sind wir mit Anforderungsprofilen konfrontiert.
SODA! mit Wendeltreppe (PDF, 819 kB) (neues Fenster)
Marissa Lôbo mit ihrem Projekt „Was spricht Anastácia“
Das prämierte Projekt beschäftigt sich mit dem Thema der postkolonialen europäischen Identität. Dafür setzt die Künstlerin unterschiedliche Medien und Formate ein: digitale Bilder, Text und Live Performance. Im Zentrum steht als Handlungsträgerin die Figur der Escrava Anastácia, der Sklavin Anastasia. Diese historische, und vielfach mythologisierte Figur ist in Lateinamerika ungemein populär und vor allem im afro-brasilianischen Kontext eine Projektionsfläche für vielfältige Agenden. Das Spektrum reicht von religiöser Heiligenverehrung bis hin zu politischer Idolisierung durch die Schwarzen-Bewegung.
Mag.a Angelika Reitzer für „Streuobst“ aus „Frauen in Vasen“ (Prosa, 2008):
In der Erzählung wird ein Garten zum Sinnbild für Familiengeschichten: eine Hochzeit, ein Selbstmord, eine Begräbnisfeier. Die Frauen einer Familie versammeln sich regelmäßig quer durch die Jahre im Obstgarten der Großmutter, einer starken Persönlichkeit, die über den Garten wie über ihre Familie herrscht. Der Garten ist jedoch keinesfalls Sinnbild für das Heimelige, Liebliche sondern birgt Unheil, Grauen, Verletzungen und Kränkungen. In der Erzählung ist er eine andauernde „Kampfzone“, was sich auch sprachlich in der Beschreibung von Arbeiten im Garten z.B. dem Beschneiden von Pflanzen bzw. des dazu gehörigen Werkzeugs äußert. Die schrittweise Vernichtung des Gartens dient als Spiegel der Familiengeschichte.
Hauptpreis: Streuobst (PDF, 75 kB) (neues Fenster)
Serafina Diebler für "maya und bine"
maya und bine (PDF, 300 kB) (neues Fenster)
Iris Zechner für "Vier Kurzgeschichten"
Vier Kurzgeschichten, (PDF, 43 kB) (neues Fenster)
Mag.a Patricia Josefine Marchart für Schwestern unter sich
Schwestern unter sich (PDF, 57 kB) (neues Fenster)
Anna Weidenholzer für "Der Platz des Hundes
Der Platz des Hundes (PDF, 35 kB) (neues Fenster)
Susanne Schuda, Wien für „Die Schudas“
Die Schudas sind ein Langzeitprojekt mit offenem Ende, eine Soap des digitalen Zeitalters. Die Userin/der User wird über die Schlaglöcher sozialer Fallgruben und Baustellen geleitet. Visuell attraktiv und reizvoll, gesellschaftsrelevante, kritisch-humorvolle Annäherung an eine Familiensaga. Platziert im Netz, wo man sie selbst aufstöbern und entdecken muss. Spielt mit verschiedenen Formaten: Familienstory, TV, Webspiele. Stil: reizvoll in 2D, Collage, unterschiedliche Ausarbeitung des Umraumes, sehr reduziert bis skizzenhaft; dagegen Machart der Charaktere. Die Zweidimensionalität erinnert an Ausschneidebögen.
Christine Vigl für „Bitte Deutsch“:
Zwei Jugendliche, Curry und Joe, die einander ganz gut gefallen, reden miteinander auf der Straße, Hände in den Taschen. Hinter ihren alltäglichen Sätzen geht es aber immer dringlicher um Wahrnehmung, um Behinderung – um die Behinderung von Wahrnehmung. Zwölf kleine Szenen laufen auf eine überraschende und souveräne Pointe zu.
Lucia Leidenfrost für „Hans Warum“
In lapidaren und zugleich poetischen Sätzen beobachtet diese Erzählung ihre Figuren und verschiebt und verfremdet politische Reflexe und ideologische Automatismen. In „Hans Warum“ setzt sich die junge Literatin mit der nationalsozialistischen Vergangenheit in einer politisch korrekten, eindeutigen Weise auseinander.
Rosa Gitta Martl für “Uns hätte es nicht geben sollen”
Kindheitserinnerungen an den Vater und die Familie werden ungeschönt und dabei sprachlich behutsam erzählt und ergeben ein authentisches Bild vom Alltag einer Sinti-Familie in Linz.
Henriette Sadler für „Fruahliachd – Jahrbuch einer Vorstadtkindheit“
Die Kindheitserfahrungen im Linzer Stadtteil Kleinmünchen der 50er-Jahre hält Henriette Sadler in präzisen kleinen Studien fest. Unsentimental gibt sie die gesprochene Sprache als Mundart wieder, auf berührende Weise erinnert sie an die Großmutter, bei der sie aufgewachsen ist.
Simone van Groenestijn (Künstlerinnenname "cym") für "No Men`s Land" (Niemandsland)
In ihrem Projekt verwandelt die Künstlerin reale Situationen an der Grenze von Slowenien, Österreich und der Slowakei – festgehalten durch Fotos – mittels Programmiersprache (HTML) in abstrakte, beinahe poetische Kompositionen. Mit der Verwandlung der realen Fotos entsteht eine Landkarte, die neue Möglichkeiten bietet, die mitteleuropäischen Grenzen zu besuchen – jedoch nur im Internet.
Projekt: No Men`s Land (neues Fenster)
Miriam Lausegger und Eva Beierheimer: Worte
Das Projekt „worte“ ist eine Sammlung von über 2500 Begriffen, die aus rund 3500 Einzelwörtern bestehen. Die Liste wird ständig aktualisiert und erweitert. Diese "worte" bilden die Bausteine des Textgenerators, welcher das interaktive Erstellen von Kunsttexten auf einfachste Weise ermöglicht. BesucherInnen der Webpage wählen aus der „worte“- Sammlung Begriffe und durch den Textgenerator werden diese zu künstlichen Wortgefügen zusammengesetzt.Außerdem besteht die Möglichkeit, Worte, die noch nicht in der Sammlung stehen, einzufügen.
Projekt: Worte (neues Fenster)
Hannah Perner-Wilson für „Kein Gedankenloser Transport“
In einer Serie von drei Animationen greift Hannah Perner-Wilson Einstellungen der Menschen zu ihrer Mobilität auf und veranschaulicht somit, dass der Mensch ein Teil des Verkehrs und diese Mobilität kein gedankenloser Transport ist.
Projekt: Kein Gedankenloser Transport (neues Fenster)
Presseaussendung vom 13.10.2006
Presseaussendung vom 12.10.2006
Dieses Jahr teilen sich zwei Autorinnen den Preis: Mag.a Eva Fischer aus Kirchberg-Thening für „6 Miniaturen“ und Traude Korosa aus Wien für „in licht und nichtlicht“. Somit wird diesmal nur eine Anerkennung vergeben, die heuer gleichzeitig ein Jugendpreis ist. Die 18-jährige Cornelia Travnicek aus Traismauer in Niederösterreich konnte die Jury mit ihrem Werk „am strand weit genug“ überzeugen.
Mag.a Eva Fischer, Kirchberg-Thening: 6 Miniaturen
Bei den „6 Miniaturen“ handelt es sich um schematische Aufrisse kurzer dialogischer Situationen. Die Kurzprosatexte, in denen kleine Welten geschaffen werden, beruhen auf einem spielerischen Umgang mit der Sprache.
6 Miniaturen, PDF-Datei (258 kB)
Mag.a Traude Korosa, Wien: in licht und nichtlicht
„in licht und nichtlicht“ sind vier „Farbengeschichten“, vier Geschichten von Frauen, in denen die einzelnen Farben das Thema variieren. Die Autorin stellt Frauen als Randfiguren dar, die keine andere Existenzform für sich sehen, als in die Isolation zu flüchten.
in licht und nichtlicht, PDF-Datei (745 kB)
Cornelia Travnicek, Traismauer: für die 18-jährige mit "am strand weit genug"
„am Strand weit genug“ handelt von Kindesmissbrauch und erzählt aus der Perspektive des betroffenen kleinen Mädchens. Die teils schmucklose Sprache und der fast sachlich gehaltene Stil stehen im Kontrast zur Dramatik des Erzählten.
am strand weit genug, PDF-Datei (233 kB)
Dr.in Petra-Maria Dallinger, Direktorin des Stifter-Hauses Linz
Eugenie Kain, Autorin
Anita Hofer, Graz: Netzkunstwerk PIA
PIA ermöglicht erstmals Privatpersonen, verschiedenste Klangmaterialien wie Musik, Sprache oder Geräusche über leistungsstarke Lautsprecheranlagen an öffentlichen Plätzen, wie etwa Schwimmbädern oder Bahnhöfen, zu bestimmten Terminen ausstrahlen zu lassen.
Projekt: PIA (neues Fenster)
Evamaria Trischak, Wien: 4816
Projekt: 4816 (neues Fenster)
Susanne Kirchmayr, Wien: female:pressure
Projekt: female:pressure (neues Fenster)
Elfriede Kern, Linz: Malen nach Zahlen
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Pat Binder, Berlin: Stimmen aus Ravensbrück
Infos zu Pat Binder (neues Fenster)
Erni Regula (Schweiz)
Infos zu Erni Regula (neues Fenster)
Sylvia Egger (Köln)
Infos zu Sylvia Egger (neues Fenster)
Henriette Sadler, St. Marien
Siegerprojekt "Ausrasten" (PDF, 686 kB) (neues Fenster)
Anerkennungen
dominoa - Künstlerinnengruppe aus Linz (Anja Westerfrölke, Angelika Mittelmann, Renate Plöchl, Ilse Wagner und Petra Harml-Prinz)
Projekt: dominoa (neues Fenster)
Anerkennungen
Evamaria Trischak, Wien: Linux - ein Sprachkurs in letzer Minute
Projekt: Linux (neues Fenster)
Petra Coronato, Berlin
Infos zu Petra Coronato (neues Fenster)
Tel: +43 732 7070 1190
Fax: +43 732 7070 1193
E-Mail: frauenbuero@mag.linz.at