NEWS AUS LINZ
02.09.2010

Bilanz nach August-Öffnung der städtischen Krabbelstube und Kindergärten
Jedes zweite Krabbelstuben- und jedes dritte Kindergartenkind nimmt Sommerbetreuung in Anspruch
Augustöffnung entspricht den Bedürfnissen der Familien
Damit berufstätige Eltern ihre Kinder auch in den Sommermonaten gut betreut und in der gewohnten Umgebung versorgt wissen, wurden die Sommeröffnungszeiten in den städtischen Betreuungseinrichtungen neu geregelt. Im August waren alle städtischen Kindergärten und Krabbelstuben durchgehend geöffnet. Die Eltern mussten nicht mehr auf festgelegte Ausweich-Kindergärten bzw. Krabbelstuben zurückgreifen, sondern konnten ihre Kinder in der gewohnten und vertrauten Betreuungseinrichtung belassen. Für Sozialreferent Klaus Luger ist das hohe Interesse an der August-Öffnung eine Konsequenz des vom Land Oberösterreich eingeführten Gratis-Kindergartens.
Haben lediglich 12 Prozent die Sommerbetreuung 2009 im Kindergarten und knapp 20 Prozent in einer Krabbelstube in Anspruch genommen, so haben sich die tatsächlichen Besuche verdoppelt bzw. mehr als verdreifacht. Jedes zweite Krabbelstubenkind und jedes vierte Kindergartenkind besucht Ende August das neue flächendeckende Sommerbetreuungsangebot. Die Inanspruchnahme der Augustöffnung in den städtischen Einrichtungen entspricht somit den Erwartungen.
92 Prozent aller fix angemeldeten Krabbelstubenkinder wurden in einer der städtischen Einrichtungen im August betreut. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einer Steigerung um 142 Prozent. Im Linzer Süden nahmen sogar mehr Kinder das Sommerbetreuungsangebot in Anspruch, als im Frühjahr von den Eltern angemeldet. Auch im Kindergarten ist die Nachfrage hoch. 87 Prozent aller angemeldeten Kindergartenkinder besuchten die Kindergärten im August. Verteilt auf die vier Augustwochen wurden insgesamt 28 Prozent aller Kindergartenkinder, um 176 Prozent mehr als im Vorjahr, betreut.
„Die Nachfrage nach den geänderten neuen Sommeröffnungszeiten ist groß. Die Besuchszahlen sprechen für sich. Das Bedürfnis der Eltern, ihre Kinder auch in der Ferienzeit in einer städtischen Betreuungseinrichtung gut versorgt zu wissen, wird mit dem neuen Angebot entsprochen. Die Eltern hatten erstmalig die Möglichkeit ihre Sprösslinge auch im Sommer in der gewohnten und vertrauten Betreuungseinrichtung zu belassen,“ freut sich Vizebürgermeister Klaus Luger über die hohe Inanspruchnahme der flächendeckenden Augustbetreuung.
Neuregelung Sommerbetreuung – Angebotserweiterung im August
Damit berufstätige Eltern in der Sommerferienzeit ihre Kinder gut betreut wissen, wurden die Sommeröffnungszeiten in den städtischen Kindergärten und Krabbelstuben neu geregelt. Für die Eltern erhöht sich die Wahlfreiheit bei der Urlaubsgestaltung, fällt doch der Druck weg, den Sommerurlaub im Sperrmonat August konsumieren zu müssen. Damit soll eine bestmögliche Versorgung für die Kinder garantiert sein. Frauen erhalten zudem eine echte Wahlfreiheit.
Darüber hinaus hat sich vor dem Hintergrund geänderter Rahmenbedingungen, wie der kostenlose Besuch des Kindergartens und der Krabbelstube ab dem 30. Lebensmonat mit dem gesunden Gratis-Mittagessen sowie die gestaffelten Besuchs- und Verpflegungsgebühren in der Krabbelstube bis zum 30. Lebensmonat, die Nachfrage nach Betreuungsplätzen im Sommer wesentlich verändert.
Ab heuer waren im August alle Kindergärten und Krabbelstuben der Stadt Linz geöffnet und wurden somit zu einem Ganzjahresbetrieb umgewandelt. Mit diesem Schritt soll sichergestellt werden, dass die Linzer Kinder auch in den Ferienzeiten in ihrer gewohnten Umgebung gut betreut werden.
Um einen organisatorisch reibungslosen Ablauf zu erzielen und um stets ausreichend pädagogisches Betreuungspersonal in den einzelnen Kindergarten- und Krabbelstubengruppen zur Verfügung zu haben, wurden die Eltern bis Ende Jänner 2010 ersucht, die Abwesenheiten der Kinder in der Betreuungseinrichtung bekannt zu geben. Anhand dieser Anmeldezahlen wurden die Vorbereitungen für die Sommeröffnung der städtischen Krabbelstuben und Kindergärten getroffen.
Augustanmeldungen 2009
Im Sommermonat August 2009 besuchten knapp 12 Prozent der über das Jahr angemeldeten Kinder einen städtischen Kindergarten. In den Krabbelstuben betrug der Anteil dieser Kinder rund 20 Prozent. 79 Prozent der in einem Ferienbetrieb angemeldeten Kinder nahmen das Betreuungsangebot im August im Kindergarten tatsächlich in Anspruch. Bei den Krabbelstubenkindern betrug der reale Besuchsanteil 67 Prozent.

Jedes zweite Kind besuchte heuer im August eine Krabbelstube
Während des Jahres besuchen rund 415 Kinder die städtischen Krabbelstuben. Um den geänderten Rahmenbedingungen Rechnung zu tragen und vor allem den Linzer Eltern die Sommerbetreuung ihrer Kinder zu erleichtern, wurden auch in der Krabbelstube die Sommeröffnungszeiten neu geregelt. Bereits die Anmeldezahlen im Frühjahr diesen Jahres übertrafen die Anwesenheiten des Vorjahres um das Dreifache. Jedes zweite Krabbelstubenkind nahm im August 2010 die neue Sommerbetreuung in Anspruch. Im Durchschnitt besuchten 92 Prozent aller fix angemeldeten Kinder tatsächlich eine städtische Krabbelstube. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einer durchschnittlichen Steigerung von 141 Prozent.
Im Linzer Süden waren sogar mehr Kinder anwesend als von den Eltern angemeldet. Acht Krabbelstubeneinrichtungen, von insgesamt zehn Einrichtungen im Linzer Süden, verzeichneten einen höheren Zulauf als die im Frühling bekannt gegebenen Anmeldezahlen. Durchschnittlich besuchten im August 105 Prozent der angemeldeten Kinder tatsächlich eine städtische Krabbelstube im Linzer Süden. Im Linzer Norden waren rund 78 Prozent der angemeldeten Kinder anwesend.
Grundsätzlich kann man aus den Zahlen erkennen, dass verteilt auf die vier Augustwochen, in der letzten Augustwoche das neue Sommerbetreuungsangebot verstärkt in Anspruch genommen wurde. 31 Krabbelstubengruppen wurden in der letzten Augustwoche geführt. Ingesamt betreibt die Stadt Linz 35 Krabbelstubengruppen verteilt auf 17 Standorte. Spitzenreiter bei der Inanspruchnahme der Augustbetreuung war die Krabbelstube in Ebelsberg am Sennweg. 92 Prozent aller Krabbelstubenkinder dieser Betreuungseinrichtung wurden in der letzten Augustwoche betreut. Auf Platz zwei liegt die Auwiesener Krabbelstube am Allendeplatz mit 83 Prozent, gefolgt von der Krabbelstube am Kressweg (Bindermichl) mit knapp 80 Prozent anwesender Kinder.
„Als Grund für die im Vergleich zu den Anmeldungen zum Teil höheren Besuchsquoten wird vor allem eine erfolgreiche Arbeitssuche angeführt. Das belegt abermals die Richtigkeit der Augustöffnung“, freut sich Sozialreferent Vizebürgermeister Klaus Luger.

32 Prozent aller Kindergartenkinder besuchten im August einen städtischen Kindergarten
Auch im Kindergarten ist der Zuspruch sehr hoch. Von 994 angemeldeten Kindern besuchten tatsächlich 923 einen städtischen Kindergarten in der ersten Augustwoche. Das sind 25 Prozent aller Kinder in den städtischen Kindergärten. Ende August wurde sogar jedes dritte Kindergartenkind durch die Stadt Linz in einer ihrer Einrichtungen versorgt und betreut. 176 Prozent mehr Kinder als im Vorjahr nutzten das neue Sommerbetreuungsangebot der Stadt Linz bis Ende August.
Während des Jahres besuchen 3.738 Kinder einen städtischen Kindergarten. Im Durchschnitt waren verteilt auf die vier Augustwochen 28 Prozent aller Kinder im August im Kindergarten. 87 Prozent aller angemeldeten Kinder besuchten tatsächlich den Kindergarten im Sommermonat August. Von den insgesamt 174 Kindergartengruppen wurden Ende August 67 Gruppen geführt. Im Linzer Norden wurde das neue Sommerangebot um eine Spur stärker genutzt als im Süden von Linz. Durchschnittlich wurden 89 Prozent der angemeldeten Kinder im Norden sowie im Zentrum und 85 Prozent der angemeldeten Kinder im Linzer Süden in einem der städtischen Kindergärten betreut. Spitzenreiter bei den Kindergärten waren der zentrumsnahe Kindergarten in der Holzstraße mit 113 Prozent tatsächlich anwesender Kinder, gefolgt vom Kindergarten in der Tungassingerstraße (Spallerhof) mit 83 Prozent und dem Auwiesener Kindergarten am Allendeplatz mit 54 Prozent.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Sozialreferent Vizebürgermeister Klaus Luger zum Thema „Bilanz – Neuregelung Sommerbetreuung in den städtischen Kindergärten und Krabbelstuben“)
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