Für den spannenden Dialog von Kunst und Architektur stellt die Immobiliengesellschaft der Stadt Linz ungefähr ein Prozent der Baukosten von mittleren und größeren Projekten als Budget für „Kunst am Bau“ zur Verfügung. Zielsetzung von „Kunst am Bau“ ist ein gleichberechtigtes, partnerschaftliches Miteinander von Architektur und Kultur an öffentlichen Gebäuden. Wesentliche Voraussetzung für das Gelingen dieses anspruchsvollen Vorhabens: Das genaue Lesen und Verstehen der vorhandenen Architektur. Nur so können sensibel und subtil künstlerische Werke im Gleichklang mit dem Baukörper integriert werden.
„Kunst am Bau“ hat seit dem Gemeinderatsbeschluss von 1993 deutlich sichtbare Zeichen im öffentlichen Raum hinterlassen: Zum Beispiel beim Alten Rathaus am Linzer Hauptplatz als grundlegender und eigenständiger Bestandteil der Revitalisierung, beim Seniorenzentrum Dauphinestraße (Wandgestaltung durch Konrad Winter) oder beim Kindergarten Scharmühlwinkel. Und auch bei aktuellen Bauprojekten wie dem neuen Seniorenzentrum „Franz Hillinger“ (unter anderem künstlerische Gestaltung eines Leitsystems und mobiler Trennwände) und dem Wissensturm am Hauptbahnhof, stellt sich „Kunst am Bau“ dieser reizvollen Wechselwirkung - dem vielschichtiges Beziehungsgeflecht mit der Umgebung, der Architektur und ihren Nutzern.
Kunst am Bau in Linz wurde in folgenden Büchern und Broschüren dokumentiert, die leider allesamt vergriffen sind:
Buch KUNST/:ORT
Mag. Peter Kraml (Kulturpublizist, Autor und Herausgeber) hat im Auftrag der Stadt Linz im Jahr 1998 den Band KUNST/:ORT herausgegeben. Diese Publikation umfasste rund 300 Seiten und gliederte sich in einen theoretischen Teil mit 8 Beiträgen, einen praktischen Teil, in dem in Wort und Bild die Umsetzung der Bauvorhaben aus künstlerischer Sicht beschrieben war und in einen visionären Teil.
Broschüre KUNST/:ORT - Kunst am Bau im Alten Rathaus
In dieser Broschüre war einen Überblick über die künstlerischen Gestaltungsmaßnahmen im revitalisierten Alten Rathaus zusammengefasst. Eindrucksvoll war dokumentiert, dass künstlerische Ausgestaltung nicht Beiwerk und bloße Ausschmückung, sondern essentieller und eigenständiger Bestandteil der Revitalisierung sein kann.
Weitere Kunst am Bau-Broschüren über folgende Projekte wurden verfasst, sind aber leider ebenso vergriffen:
Einen Teil der Broschüren können wir als Download zur Verfügung stellen:
Tel: +43 732 7070
Fax: +43 732 7070 54 2110
E-Mail: info@mag.linz.at