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Kulturentwicklungsplan Linz

Mit dem im Jahr 2000 beschlossenen ersten Kulturentwicklungsplan der Stadt Linz wurden erstmals Leitlinien, Prioritäten und Rahmenbedingungen für die Kulturpolitik von Linz festgelegt. Höhepunkt dieser strategischen Kulturentwicklung war neben der Errichtung neuer Kulturbauten und strukturellen Änderungen in der Fördervergabe das Europäische Kulturhauptstadtjahr Linz 2009.
Nach mehr als zehn Jahren war es an der Zeit, diese Leitlinien, Prioritäten und Rahmenbedingungen für die Kulturpolitik neu festzulegen und zu eruieren, wo Linz nach Linz09 steht. In der nun vorliegenden Neufassung des Kulturentwicklungsplans (KEP neu) erfolgt eine zukunftsorientierte, kulturpolitische Planung und Positionierung, die auf der kulturellen Entwicklung der vergangenen Jahre aufbaut und insbesondere das Kulturhauptstadtjahr 2009 reflektiert.
Der Kulturentwicklungsplan neu wurde am 24. Jänner 2013 in der Sitzung des Linzer Gemeinderates mit großer Mehrheit beschlossen.

Die vier Leitlinien des KEP neu

Linz hat in den vergangenen Jahrzehnten den Wandel von einer Industriestadt zu einer dynamischen Wirtschafts- und Kulturstadt vollzogen. Die entscheidenden Weichen in Richtung Kulturstadt wurden bereits in den 1970er- und 1980er-Jahren gelegt.
Der neue Kulturentwicklungsplan, der für die nächsten 10 bis 15 Jahre gültig sein soll, versteht sich als verbindliches, auf breiter Basis erstelltes Strategiepapier, um die kulturelle Dynamik in der Stadt für die kommenden Jahre zu garantieren. Er definiert den kulturpolitischen Handlungsrahmen, der strategische Ziele formuliert, entsprechende Maßnahmen festschreibt, aber auch genügend Spielraum für Entwicklungen und Herausforderungen offen lässt. Dabei zeigen folgende vier Leitlinien, denen jeweils drei kulturpolitische Schwerpunkte zugeordnet sind, die Richtung an:

  • Chancengleichheit erhöhen 
  • Potenziale fördern 
  • Zugänge schaffen 
  • Stadt öffnen

Die vier inhaltlichen Säulen des ersten Kulturentwicklungsplans - Kultur für alle, Neue Medien und Technologien, Freie Szene und Offene Räume – wurden neu interpretiert und eingearbeitet. Stadtspezifische Profile lassen sich aus dem Kulturentwicklungsplan ebenso herauslesen wie globale Themen. Linzbezogen und damit im Sinne eines Linzprofils tauglich sind das Bekenntnis zur Freien Kunst- und Kulturszene sowie zum besonderen Stellenwert der digitalen Medienkunst, die Aufarbeitung des Erbes des Nationalsozialismus sowie ein von „Kultur für alle“ ausgerichteter Vermittlungs- und Partizipationsansatz. Globale Themen wie die zunehmende Bedeutung von internationalen Netzwerken, die Interdisziplinarität in Kunst, Kultur und Wissenschaft sowie Chancengleichheit im Bezug auf Barrierefreiheit, Interkulturalität, Gendergerechtigkeit und kulturelle Bildung sind im Gesamtkontext des neuen Kulturentwicklungsplans mindestens ebenso zentral.
Wichtige Impulse für eine verstärkte Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und urbanen Fragestellungen setzte die Europäische Kulturhauptstadt Linz09, für deren nachhaltige Wirkung unter anderem auch der neue Kulturentwicklungsplan sorgen wird.

Der Prozess

Partizipation wurde während des Erstellungsprozesses groß geschrieben. Möglichst viele relevante Einrichtungen und Personen im Kunst- und Kulturfeld sowie die kulturinteressierte Öffentlichkeit und die Politik wurden aktiv eingebunden. Die evaluierende Grundlagenarbeit begann Ende 2010. Im Zeitraum von März bis Mai 2011 wurden qualitative, leitfadengesteuerte Interviews mit 73 Persönlichkeiten aus dem Linzer Kunst- und Kulturfeld geführt. Aus den Ergebnissen der Interviews konnten zentrale Themen für eine zukünftige Kulturentwicklung gewonnen werden, die zuerst die Basis für das Grundlagenpapier lieferten und anschließend in monatlichen Visions- und Zielworkshops in verschiedenen Linzer Kultureinrichtungen ausführlich bearbeitet wurden. Die Workshop- und Diskussionsphase fand zwischen Oktober 2011 und Mai 2012 statt. Fast 640 Persönlichkeiten, kulturinteressierte BürgerInnen und ExpertInnen aus Fachbereichen beteiligten sich an diesem breit angelegten Diskussionsprozess.
Die Projektlaufzeit betrug zwei Jahre. Für das nächste Jahrzehnt ist die schrittweise Umsetzung der im KEP neu festgelegten Zielsetzungen und Maßnahmen geplant.  

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