Linz. Eine Stadt lebt auf.


Historische Voraussetzungen

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Linz galt bis in die Zeit der Ersten Republik und des autoritären Ständestaates als Synonym für provinzielle Kultur. Während der NS-Zeit sollte Linz nach dem persönlichen Willen Adolf Hitlers zu einer kulturellen Donaumetropole ausgebaut werden. Nach 1945 standen zunächst die Abgrenzung gegenüber der NS-Kultur und die Betonung traditioneller humanistischer Kulturwerte im Vordergrund.

Ab den 70er Jahren führte ein neues, dynamisches Kulturverständnis zur kulturellen und sozialen Öffnung der städtischen Kulturpolitik mit den Schwerpunkten Kultur und Technologie (Ars Electronica) sowie Kultur im offenen Raum (Klangwolke). In beiden Bereichen entwickelte sich eine vielfältige und qualitativ hoch stehende Kultur- und Kunstszene.

In den 90er Jahren erhöhte sich einerseits durch die allgemeine wirtschaftliche Lage der Druck auf Kunst und Kultur. Die Auseinandersetzungen um die Mittelzuteilungen zwischen einzelnen Sektoren wie Kultur, Verkehr oder Sport wurden schärfer. Andererseits ist ein deutlicher Aufschwung der Kultur im tertiären Sektor (Kulturtourismus, Freizeitgestaltung, Werbung, Design usw.) zu konstatieren.

In diesem Spannungsfeld und in der bewusst wahrgenommenen Verantwortung gegenüber der jüngeren Vergangenheit bündeln sich die Herausforderungen für die Kulturpolitik in Linz.

Die Stadt Linz wird auch in Zukunft versuchen, diesem Auftrag für die Kulturpolitik gerecht zu werden und verpflichtet sich, im Umgang mit der eigenen Vergangenheit, insbesondere mit der NS-Zeit, wie schon bisher eine politisch und moralisch vorbildhafte Vorgangsweise zu pflegen.

Link Kulturentwicklungsplan


KONTAKT
Kulturdirektor Mag. Siegbert Janko
Kulturdirektion der Stadt Linz
A-4041 Linz, Hauptstraße 1 - 5
Tel.: +43 (0)70/7070-2930
Fax: +43 (0)70/7070-2955
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