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| ______________________________________ Zur Entstehungsgeschichte des Kulturentwicklungsplans der Stadt Linz Studien zur Linz-Kultur Erster Grundlagenentwurf und ExpertInnenbeiträge Breite Diskussion Endfassung |
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Der nun vorliegenden Endfassung des Kulturentwicklungsplans ging eine wechselvolle und überaus anregende, spannende Geschichte voraus, die ihrerseits bereits Bestandteil jenes "work in progress" war, als das sich der Kulturentwicklungsplan auch für die Zukunft versteht. Nie zuvor in der Geschichte der Stadt Linz, wohl aber weit darüber hinaus, hat es eine derart lange, intensive und auf breiter Basis geführte Debatte über Kunst und Kultur generell, über ihre Voraussetzungen, Aufgaben und Ziele und über alle anderen Bereiche die damit zusammenhängen (und das sind sehr viele!) gegeben, wie in diesem Zeitraum. | |
| Allein dieser Umstand würde das "Unternehmen Kulturentwicklungsplan" vollends rechtfertigen, hat es doch einen Aufmerksamkeits- und Mobilisierungsgrad in Sachen Kunst und Kultur erzeugt, der sonst nicht annähernd zu erreichen gewesen wäre. Deshalb sollen hier die wichtigsten Schritte, die zu seiner Erstellung führten, dokumentiert werden. | ||
Studien zur Linz-Kultur Vor diesem Hintergrund sind die eingangs gestellten Fragen bzw. deren Beantwortung bei jedem strategischen, aber auch kurzfristigen Vorhaben, das im KEP thematisiert wird, konkret einzufordern. An dieser Stelle sollen daher nur die wichtigsten programmatischen Ausgangspunkte, die dem KEP zugrunde liegen, dargelegt werden: |
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| In einem ersten Schritt erteilte die Stadt Linz unter der Federführung von Bürgermeister Dr. Franz Dobusch, Kulturstadtrat Dr. Reinhard Dyk und Kulturdirektor Mag. Siegbert Janko Aufträge zu zwei Studien über die jüngere Geschichte, die Gegenwart und die Perspektiven der kulturellen Entwicklung in der Stadt. | ||
| O.HS.Prof. Dr. Manfred Wagner, Vorstand der Lehrkanzel für Kultur- und Geistesgeschichte an der Universität für angewandte Kunst in Wien, verfaßte eine wissenschaftliche Analyse des Ist-Zustandes sowie der vorhandenen und noch auszuschöpfenden kulturpolitischen und künstlerischen Perspektiven für Linz. | ||
| Univ.Prof. Dr. Reinhard Kannonier, derzeit Institutsvorstand des Instituts für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte an der Johannes Kepler Universität Linz, arbeitet an einer Studie über den kulturellen Wandel in Linz von 1945 bis zur Gegenwart ("Vom Industriestandort zur europäischen Kulturstadt"). | ||
| Wichtige Anregungen aus der Wagner-Studie und Kernaussagen über die historische Entwicklung seit 1945 sind in den Kulturentwicklungsplan eingeflossen. | ||
Erster Grundlagenentwurf und ExpertInnenbeiträge Parallel dazu wurden internationale und österreichische städtische Kulturleitbild-Entwürfe oder Ansätze zu solchen hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit auf Linzer Verhältnisse überprüft. In vielen Diskussionsrunden und Gesprächen, darunter einige Klausurtagungen der leitenden Mitarbeiter der Kulturverwaltung mit Prof. Wagner, entwickelten eine eigens eingerichtete Arbeitsgruppe und die Leiter der Kultureinrichtungen der Stadt Linz für ihre jeweiligen Verantwortungsbereiche schriftliche Grundlagen. |
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| Diese wurden gemeinsam mit den einleitenden allgemeinen Kapiteln von der "Arbeitsgruppe Kulturentwicklungsplan", der Mag. Christian Denkmaier, Dr. Helmuth Gamsjäger, Mag. Hubert Hummer, Mag. Siegbert Janko und Univ.Prof. Dr. Reinhard Kannonier angehörten, endredigiert und als "Kulturentwicklungsplan Linz, Grundlagenentwurf" im Herbst 1997 der interessierten Öffentlichkeit zur Diskussion vorgelegt. | ||
| Gleichzeitig ersuchte die Stadt eine Reihe von Expertinnen und Experten um Anregungen und Stellungnahmen zur Kulturentwicklung in Linz. Diese Beiträge wurden in vollem Wortlaut in einem eigenen Band als Beilage zum Grundlagenentwurf ebenfalls veröffentlicht. | ||
Breite Diskussion Das Jahr 1998 war einer breiten Diskussion über den Grundlagenentwurf zum Kulturentwicklungsplan gewidmet. Die breite Beteiligung an der Diskussion, die nun einsetzte, ihr großteils außergewöhnlich hohes Niveau, und vor allem auch das große Engagement, mit der sie geführt wurde, überraschte alle, die an der Ausarbeitung des Kulturentwicklungsplanes beteiligt waren. Zahlreiche Briefe, Beiträge im Internet, mündliche Interventionen und spontane Gesprächsrunden öffneten ein weites Feld von weiteren Anregungen, Kritiken und Wünschen. Um diese Fülle an neuen Informationen und Kommunikationskanälen bewältigen zu können, wurde Mag. Eva Gütlinger gebeten, die Koordinations- und Organisationsaufgaben mit entsprechender inhaltlicher Kompetenz zu übernehmen. |
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| Es wurden nun in einem weiteren Schritt spezielle Diskussionsrunden zu bestimmten Themenbereichen bzw. für Institutionen, Initiativen und politische Gremien zusammengestellt, um die breite Debatte inhaltlich zu strukturieren und mit den jeweiligen Expertinnen und Experten, aber auch politischen Ansprechpartnern (das Angebot ging selbstverständlich an alle Fraktionen) konzentriert deren Kritikpunkte, Ideen usw. diskutieren zu können. | ||
Es
waren dies Diskussionsrunden zu:
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| Zum Abschluß fand im September 1998 an zwei Tagen eine allgemeine öffentliche Diskussion im Alten Rathaus statt, an der kulturinteressierte Linzer BürgerInnen genauso teilgenommen haben wie KünstlerInnen, Kulturschaffende und KulturexpertInnen. | ||
| Alle schriftlichen Beiträge, die Beiträge im Internet und die Protokolle aller Diskussionsrunden sind dokumentiert. | ||
| Während des gesamten Diskussions- und Entwicklungsprozesses wurden dem Kulturausschuß der Stadt Linz immer wieder Zwischenergebnisse vorgelegt und Anregungen der Mitglieder des Kulturausschusses in den weiteren Arbeitsprozeß übernommen. | ||
Endfassung In vier Klausurtagungen diskutierte anschließend eine erweiterte Arbeitsgruppe auf der Basis aller Diskussionen und Beiträge sowie eines aktualisierten Vorentwurfes die neue Fassung des Kulturentwicklungsplans Linz. Ihr gehörten an: |
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| Endfassung
des Kulturentwicklungsplans: Univ.Prof. Dr. Reinhard Kannonier |
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| Gesamte
Projektleitung Kulturentwicklungsplan Linz: Kulturdirektor Mag. Siegbert Janko Univ.Prof. Dr. Reinhard Kannonier |
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