SYLVIA WIESNER: Frauenkultur - Forderungen und Perspektiven für Linz

Projektvorschläge und Ideen zur Förderung von Frauen im kulturellen Bereich

Förderungen von Künstlerinnen und kulturschaffenden Frauen sollte in folgenden Punkten ansetzen:

Künstlerinnen verstärkt in Galerien und Museen einbringen. Mehr Ausstellungsmöglichkeiten für Künstlerinnen schaffen.

Frauen haben es nach wie vor schwer, sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Grund dafür liegt nicht etwa in der geringeren Produktionstätigkeit der Künstlerinnen, sondern vielmehr darin, daß der Kunstmarkt noch immer fest in Männerhand liegt und es unverhältnismäßig schwer ist, sich in der Kunstszene behaupten zu können.

Durchführungsmodus: "Künstlerinnenwochen" in Museen und Galerien. Einmal im Jahr werden zwei Wochen lang in den Galerien und Museen ausschließlich Künstlerinnen ausgestellt. Eventuell eine Überlegung (auf befristete Dauer von ca. einem Jahr): Die Einrichtung eines "Frauenmuseums".

Frauenkulturzeitschrift

In Linz gibt es keine frauenspezifische Kulturzeitschrift (die Koordinationsstelle für Frauenforschung betreibt seit 1995 die Frauenzeitschrift Leonarda, die neben dem wissenschaftlichen Bereich auch einen Teil des kulturellen Bereichs abdeckt). Für Frauen im Kunstbereich wäre es jedoch sehr wichtig, über ein eigenes Forum für ihre Belange, Darstellungen und Wünsche zu verfügen (gilt auch für den Bereich Literatur).

Literaturwochen von und für Frauen

Schriftstellerinnen und Literatinnen haben es ähnlich schwer wie bildende Künstlerinnen, sich mit ihren Werken in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Deshalb finden wir es sinnvoll, diesen Künstlerinnen durch verstärkte Aufmerksamkeit in Form von Frauenliteraturwochen, Frauenlesungen und Frauenbuchpräsentationen zukommen zu lassen.

Kunst- und Kulturförderpreis für Frauen

Einmal im Jahr sollte ein spezieller Kulturförderungspreis für Frauen ausgeschrieben werden (in allen künstlerischen Sparten).

Linzer Frauenkulturtage/wochen

Jährliche Abhaltung von "Frauenkulturtage" oder Abhaltung eines "Frauenkultursymposiums".

Generell mehr Öffentlichkeitsarbeit und Promotion für die Künstlerinnen.

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