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Weitere Gründe sich über den Wohnungsbau Gedanken zu machen, war die enorme Nachfrage an Wohnungen. Gesucht waren vor allem Mietwohnungen, die auch für Klein- und Mittelverdiener erschwinglich waren. Die Zahl derer, die in Linz eine Wohnung suchten, wurde auf mehr als 12 000 geschätzt.
Ebenso standen 178 000 Arbeitsplätzen knapp mehr als 200 000 Einwohner gegenüber. Sprich ein Großteil der in Linz Beschäftigten lebt außerhalb der Stadtgrenzen Es galt also innerhalb der Stadt Wohnraum zu schaffen, um die Belastung des Berufsverkehrs zu verringern.
Die Planung und Erschließung neuer Siedlungsgebiete verlangte damals wie heute ein äußerst hohes Maß an Verantwortung. Aus dieser Überzeugung heraus arbeiten die Verantwortlichen der Stadt Linz an Lösungen, die für die Zukunft beispielhaft sein sollten und entschieden sich, am südlichen Stadtrand die Errichtung eines völlig neuen Stadtteils - den Seenbezirk Pichling - zu planen.
Die Wohnbaupolitik der 80er Jahre war an einem Punkt angelangt, wo es dringend neuer Perspektiven bedurfte und da kam der Seenbezirk Linz-Pichling als visionäre Idee mit neuen Chancen gerade rechtzeitig. In dem dünn besiedelten Gebiet mit verstreuten Einfamilienhäusern besaß die Stadt Linz große und vor allem zusammenhängende Grundstücke, die bisher als landwirtschaftliches Grünland gewidmet waren.
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