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Neue Internet-Plattform macht Daten der Stadt Linz für die kostenlose Nutzung zugänglich

Erste Angebote der Open Commons Region Linz

Eine Vorreiterrolle im europäischen Raum hat die Stadt Linz mit dem 2009 gestarteten Projekt  „Open Commons Region Linz“ übernommen. Sein Ziel ist unter anderem, Daten via Internet kostenlos für die Schaffung neuer Inhalte zugänglich zu machen. Zum „offenen Gemeinschaftsgut“ zählen frei verfügbare Fotos, Statistiken, Karten, wissenschaftliche Arbeiten und Vortragsunterlagen. Als „Tor“ zu diesen Inhalten hat die Stadt Linz die seit Anfang Oktober 2011 zugängliche Plattform http://www.data.linz.gv.at geschaffen. Sie wurde ausschließlich mit Open Source-Software gestaltet. Erstmals in Österreich werden dabei Lösungen der Open Knowledge Foundation eingesetzt. Von der Plattform kann als Startangebot eine Fülle von städtischen Daten wie Statistiken und Luftbilder heruntergeladen werden. Die Daten stehen unter einer freien Lizenz (Creative Commons: CC-BY) zur Verfügung, die auch eine kommerzielle Nutzung ermöglicht. Die in offenen Formaten in maschinenlesbarer Form gespeicherten Informationen können Personen, Firmen und Institutionen unter Nennung des Urhebers Stadt Linz in eigene Angebote einbauen. Unter anderem lassen sich die Inhalte für die Entwicklung von Applikationen für Smartphones verwenden. Für die Registrierung neuer Inhalte steht ein elektronisches Formular zur Verfügung. Vorlesungsskripten der Johannes Kepler Universität sind über einen Link zum Open Courseware-Service der Österreichischen Hochschülerschaft abrufbar. Das freie Datenangebot wird schrittweise ausgebaut. „Der Zugang zu Datenbeständen der Stadt Linz ist eines der wichtigsten Angebote der Open Commons-Region Linz“, betont Stadtrat Johann Mayr, der ein engagierter  Befürworter der Open Commons-Philosophie ist.

Starke städtische Impulse für die Internet-Nutzung

Die Open Commons Region ist ein weiterer Schritt der Zukunftsstadt Linz, ihre BürgerInnen, bei der Informationsbeschaffung und -nutzung via Internet zu unterstützen. Bereits seit 2005 läuft die städtische Hotspot-Initiative mit derzeit 119 Standorten für den Gratis-Einstieg ins Internet. Sie ist österreichweit einzigartig. Seit September 2009 stellt Linz über den „Public Space Server“ allen interessierten LinzerInnen ab 14 Jahren einen fix definierten Speicherplatz sowie ein persönliches E-Mail-Postfach und Programme für die nichtkommerzielle Veröffentlichung von Inhalten im Internet zur Verfügung. Rund 1.300 LinzerInnen nutzen diese  Möglichkeit. Seit kurzem erhalten InhaberInnen eines Aktivpasses bei mehreren Providern einen Internetzugang zu besonders günstigen Konditionen.

Start mit über 90 Datenbeständen

Während die deutsche Hauptstadt Berlin kürzlich mit 18 Datensätzen ihr   Open Data-Angebot gestartet hat, bietet Linz bereits in der Anfangsphase über 90 Datenbestände. Zur Wahl stehen unter anderem zahlreiche Statistiken über die Stadt Linz und die Wahlergebnisse der Gemeinderats-, Landtags-, Nationalrats-, Bundespräsidentschafts- und EU Wahlen.

Stadtplan und Luftbilder mit hoher Auflösung

Besonders großes Interesse der AnwendungsentwicklerInnen lassen die geografischen Datenbestände erwarten. Der Linzer Stadtplan eignet sich als universelle Grundlage für verschiedenste Spezialpläne etwa zur Wahl eines sicheren Schulwegs mit ampelgeregelten Kreuzungen. Zu den gespeicherten Plandaten zählen auch hunderte  „Points of interest“ wie Bildungs- und Kultureinrichtungen, Sportanlagen, Kindergärten, Horte und Seniorenzentren.

Das digitale Höhenschichtenmodell der Abteilung Geodaten Management könnte unter anderem für eine spezielle elektronische Karte für BergläuferInnen verwendet werden.
Keine neuen Programme sind für das Betrachten der 506 im Netz verfügbaren Orthofotos erforderlich. Diese Senkrechtaufnahmen des Stadtgebietes wurden im Mai 2011 mit einer Spezialkamera aus 1.700 Meter Höhe ge-macht. Jedes Bild zeigt einen 625 Meter langen und 500 Meter breiten Abschnitt mit einer Bildpunktgröße von 20 Zentimetern. Die hohe Auflösung macht den virtuellen Flug über Linz zu eine besonderen Erlebnis. Selbst bei stärkerer Vergrößerung bleibt das Bild scharf. Für EntwicklerInnen gibt es die Daten in speziellen Formaten.

Erste App erleichtert Hotspot-Suche

Die Linzer Initiative findet in der Internet-Szene Anklang. So gibt es etwa ein positives Echo vom Verein Open3.at, einem seit Anfang 2010 bestehenden gemeinnützigen Netzwerk zur Förderung von Open Society, Open Government und Open Data. Ein Mitglied des Vereins hat die erste Smartphone-App auf der Grundlage von Linzer Open Commons-Daten entwickelt. Der 32-jährige IT-Architekt  Mag. (FH) Robert Harm erleichtert mit seiner Entwicklung das Auffinden des nächstgelegenen Linzer Hotspots für die kostenlose Internet-Nutzung. Dabei werden die vom Handy mit Kamerafunktionen empfangenen GPS-Koordinaten und Stadtplandaten verwendet. Auf dem Display des Smartphones kann aus mehreren Vorschlägen mit Entfernungsangaben der gewünschte Hotspot ausgewählt werden. Dann erscheint auf einem Stadtplanausschnitt die Route zum Hotspot. Die App gibt es für die stark verbreiteten Smartphone-Betriebssysteme Apple iOS, Android, BlackBerry und Symbian.

Eine Open Commons-Entwicklung des Vereins Open3 kann für die stadtteilbezogene Visualisierung von Daten verwendet werden. Grundlage ist dabei der über http://www.datamaps.eu oder http://www.data.linz.gv.at abrufbare Stadtplan mit den statistischen Bezirken von Linz. Daten wie Altersstruktur oder Wohnungsbestand können auf diesem Plan nach individuellen Wünschen anschaulich grafisch dargestellt werden.

Wettbewerb „Apps4Linz“

Besonders gelungene Anwendungen auf der Grundlage städtischer Daten werden im Frühjahr 2012 prämiert. Am geplanten Wettbewerb „Apps4 Linz“ werden sowohl Einzelpersonen als auch Gruppen, Unternehmen und Institutionen teilnehmen können.

Zum Portal Linz_Open Data(Neues Fenster)

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KONTAKT

Open Commons Region Linz
Gruberstraße 42
4020  Linz

Tel: +43 732 7070 4711
E-Mail: open.commons@linz.at
Web: http://www.blog.opencommons.at (neues Fenster)

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