Zur Person
Anita Hofer beschäftigt sich gerne mit den Themen Ränder, Fehler, Brüche und Langsamkeit. Sie ist Mitglied einiger KünstlerInnengruppen. Ihre Hauptbeschäftigung ist seit sechs Jahren bei „KiG!_Kultur in Graz“. Das ist eine Plattform für interdisziplinäre Vernetzungsarbeit, eine Servicestelle für Kunst- und Kulturschaffende, wo subkulturellen künstlerischen Äußerungen Gehör verschafft wird. In diesem Rahmen wurde „ausLage“ 2003 gegründet, ein virtueller und realer Präsentationsort für Überhörtes und kaum Hörbares.
Anerkennungen
Folgenden Beiträgen sprach die Jury aufgrund der ausgesprochen guten Qualität ihre Anerkennung aus:
Das Kunstprojekt 4816 arbeitet mit GPS-Technologie und Internet. Es sollen die 182 Kreuzungspunkte des GPS-Koordinationssystems von Wien mit Hilfe eines GPS-Gerätes gefunden und fotografiert werden. Jede/r kann mitmachen, das Panorama Wiens zu vervollständigen. Mittels Datenbank werden die Daten und Fotos verwaltet.
female:pressure ist eine internationale, internetbasierte Datenbank für weibliche DJs, Produzentinnen und bildende Künstlerinnen, speziell aus dem Bereich der elektronischen Musik und kann nach verschiedenen Kriterien durchsucht werden. female:pressure will die Existenz von Künstlerinnen verdeutlichen und die Kommunikation verbessern.
Jury
Expertinnen in den Bereichen „Neue Medien – Kunst“ beurteilten die 65 eingereichten Projekte:
Univ.-Prof.in Dr.in Karin Bruns, Professorin für Medientheorie an der Kunstuniversität Linz
Mag.a Uschi Reiter, Künstlerin und Gestalterin im Bereich Neuer Medien
Univ.-Prof.in Dr.in Christa Sommerer, Professorin für Interface Cultures an der Kunstuniversität Linz
Mag.a Elisabeth Stiftinger, Webkoordinatorin der Stadt Linz.
Prämierte Frauenkunst
Auf Initiative des Frauenausschusses des Linzer Gemeinderates wurde der Marianne von Willemer Preis im Jahr 2000 ins Leben gerufen. Mit dieser Auszeichnung soll der Benachteiligung von Frauen bei der Vergabe von Literaturpreisen in Österreich entgegengewirkt werden. Marianne von Willemer wurde deshalb als Namenspatronin ausgewählt, weil sie das Schicksal vieler Frauen teilt, deren Werke von Männern gestohlen wurden oder unter männlichem Pseudonym arbeiten mussten. Der Preis soll auf das nach wie vor aktuelle Schicksal vieler Frauen hinweisen, die ihre eigenen Talente der Karriere des Mannes unterordnen und bisweilen sogar opfern.
Die Namensgeberin
Die Linzerin Marianne Jung, 1784 als uneheliches Kind geboren, ist die Namensgeberin für den Preis. Sie zog als 14jährige mit ihrer Mutter nach Frankfurt, wo Marianne vom wohlhabenden Geschäftsmann Johann Jakob Willemer als Pflegekind aufgenommen, später geheiratet wurde. In den Jahren um 1815 lernte sie Johann Wolfgang von Goethe kennen. Zwischen den beiden entstand ein reger Briefwechsel, aus dem viele Gedichte hervorgingen. Goethe veröffentlichte diese Wechselgedichte unter „Hatem-Suleika“ in seinem „Westöstlichen Divan“, ohne die junge Dichterin zu erwähnen.
(Informationsunterlage von Gemeinderätin Erika Rockenschaub und der Linzer Frauenbeauftragten Elvira Tomancok zum Thema „Preisverleihung – Marianne.von.Willemer.04 – Frauen.Netzkunst.Preis“)
Weitere Gesprächspartnerinnen:
Dr.in Christa Schneebauer (AEC)
Anita Hofer (Preisträgerin)
Mag.a Evamaria Trischak (Anerkennung)
Andrea Mayr - in Vertretung Susanne Kirchmayr (Anerkennung)
Für Medienanfragen:
Edith Prass Tel.: +43 732 7070 1352
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