Seitenanfang

DE   EN   IT   FR   ES   CZ   | SCHRIFT: A    A+   A++ | KONTRAST +| Österreichische Gebärdensprache
Stadt Linz - Presse
Stadt Linz - Startseite
KOMMUNALES
Presseaussendung vom 07.11.2005

35 Jahre Fernwärme – Eine Erfolgsstory

Erstmals strömte am 1. Oktober 1970 umweltfreundliche Fernwärme aus dem Fernheizkraftwerk Linz-Mitte in Linzer Haushalte.

Von 0 auf 43.000

„Heute, nach 35 Jahren, sind rund 43.000 Wohnungen (von insgesamt fast 105.000 bestehenden Linzer Wohnungen) und 6.000 Gebäude mit Fernwärme versorgt“, blickt GD Mag. Alois Froschauer auf eine erfolgreiche Periode zurück. „Ziel ist es, diesen Wert auf rund 50.000 Wohnungen und 6.300 versorgte Gebäude zu steigern“, so Froschauer.

Dazu kommen noch gewerbliche und industrielle Anlagen sowie über 90 Prozent aller öffentlichen Gebäude, die ebenfalls mit Fernwärme beheizt werden, wie etwa der neue Bahnhof, das Landesdienstleistungszentrum, das Alte und das Neue Rathaus, Spitäler, Brucknerhaus, Lentos, Posthof, Schulen, Banken und viele andere mehr. Das entspricht einem Gleichwert von rund 112.000 Wohnungen.

45 Prozent Marktanteil

Der Marktanteil der Fernwärme am Niedertemperatur-Wärmemarkt beträgt inzwischen 45 Prozent. Das ist der höchste Anteil aller Landeshauptstädte.

Mit einem Wärmeabsatz von 862.100 MWh liegt Linz an zweiter Stelle hinter Wien und vor Graz.
 
Die aktuellen Projekte der Fernwärme

Fernwärme für den Froschberg

Das neue Fernwärme-Gebiet Froschberg umfasst etwa das Stadtgebiet zwischen Bernardis- und Grabnerstraße sowie Waldeggstraße und Leondinger Straße. Der Anschlusswert wird ca. 20.000 kW betragen. Nach der laufenden Angebotslegung und den folgenden Auftragsverhandlungen startet im Frühjahr 2006 der Leitungsbau. Bereits in der Heizperiode 2006/07 können die ersten Objekte mit Fernwärme beheizt werden. Der Endausbau ist bis zum Jahr 2020 geplant. Dann werden etwa 1.300 Wohnungen und Objekte über rund 65 Übergabestationen mit Fernwärme versorgt.

200ster km Fernwärmeleitung bei neuem Traundüker verlegt

Mit dem neuen Düker durch die Traun wurde die 200 km Grenze an Fernwärmeleitungen erreicht. Damit ist die Versorgung der Wohnanlagen in der solarCity in Pichling mit Fernwärme gesichert. Der Düker ist ein Teilstück der Ringschlussleitung solarCity in Pichling zwischen dem FHKW Linz-Süd und der solarCity und bietet damit zusätzlichen Schutz vor Ausfällen. Die Kapazitäten (DN 200) sind bereits für einen weiteren Ausbau des neuen Stadtteils ausgelegt.

Der 217 Meter lange Düker wird an Land komplett vorgefertigt und in die Traun eingezogen. Er quert den Fluss bei km 1.960 in offener Bauweise und kommt etwa zwei Meter unter der Traunsohle zu liegen. Die Firma "ARGE Traundüker" (Zusammenschluss von BGB Bau- und Bohrgesellschaft mbH und Domarin GmbH) errichtete den Düker in einer Bauzeit von drei Monaten. Die Fertigstellung aller Arbeiten erfolgt noch im November 2005.

Die Gesamtkosten werden rund 800.000 Euro betragen.
 
Die Vorteile der Fernwärme

Fernwärme – die ideale Heizform

„Speziell in Ballungsgebieten ist Fernwärme die ideale Heizform. Die mit hohen Wirkungsgraden erzeugte Wärme wird aus den Fernheizkraftwerken der LINZ AG direkt zu den KundInnen transportiert. Lagerräume für Brennstoffe in den Wohnhäusern sind nicht erforderlich. Die rechtzeitige Beschaffung von Heizmaterial entfällt für die KonsumentInnen“, erläutert Vorstandsdirektor Dr. Josef Heizinger und Geschäftsführer der LINZ GAS/WÄRME GmbH. „Effizienter Brennstoffeinsatz bei der Energieerzeugung im Kraft-Wärme-Kopplungsprozess, hohe Wirkungsgrade und niedrige Kosten bei der Energieverteilung sind die Grundlagen für die günstigen Fernwärme-Tarife. Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Fernwärmetarife im österreichweiten Vergleich der Landeshauptstädte in Linz am günstigsten sind“, fasst Heizinger weitere wesentliche Vorteile zusammen.

Umsteiger sparen Heizkosten für ein Jahr

Im Jubiläumsjahr schenkt die LINZ AG WÄRME UmsteigerInnen in bereits mit Fernwärme versorgten Häusern bares Geld. Mit der Aktion „Gratis heizen“ übernimmt die LINZ AG die Heiz- und Warmwasserkosten vom Zeitpunkt des Anschlusses bis zum 30. Juni 2006. Die KundInnen sparen damit bis zu 700 Euro inklusive Mehrwertsteuer.

Fernwärme ist sicher und komfortabel

Die KundInnen schätzen vor allem die Versorgungssicherheit und den Komfort der Fernwärme. Ein „Rund-um-die-Uhr“-Service und ein ISO-zertifizierter Kundendienst mit hohem Service-Level tragen zur langjährigen und immer noch steigenden Beliebtheit dieser Heizform bei.

Zusätzliche Sicherheit durch innovativen Speicher

LINZ AG WÄRME zeichnet sich durch optimale Versorgungssicherheit aus. Zusätzliche Sicherheit garantiert der neue Fernwärme-Speicher. Mit einem Speichervolumen von fast 35.000 m3 ist er in Österreich eine einzigartige Innovation und zählt weltweit zu den fünf größten Speichern dieser Art. Ausgezeichnet mit dem oberösterreichischen Umweltpreis hat die LINZ AG mit dem Fernwärme-Speicher neue Maßstäbe in der Energieerzeugung gesetzt.
 
Fernwärme und Umwelt

Aktiver Beitrag zum Umweltschutz

Neben der sicheren Versorgung der Bevölkerung mit Wärme trägt die LINZ AG auch zur Senkung der Luftschadstoffe bei. Der konsequente Einsatz der Kraft-Wärme-Kopplung ersparte seit 1970 Primärenergie im Ausmaß von 720.000 Tonnen Heizöl schwer. Die Einsparung des Klimagases CO2 im Vergleich zur konventionellen Energieerzeugung in Heizkesseln und Kondensationskraftwerken betrug fast drei Millionen Tonnen. Somit leistet die Fernwärme einen überdurchschnittlichen Beitrag zur Erreichung des Kyoto-Klimaziels. In Österreich sollen von 1990 bis 2010 13 Prozent der Treibhausgase eingespart werden. Mit der umweltfreundlichen Fernwärme hat die LINZ AG in diesem Zeitraum ihren Klimagas-Ausstoß bereits um über 40 Prozent gesenkt!



Fernwärme ersetzt bisher tausende Kohleöfen und Ölheizungen in Wohnungen, was den schädlichen Hausbrand erheblich reduziert. Das verbessert die Luftqualität im Ballungsraum Linz bedeutend und erhöht die Lebensqualität der BewohnerInnen.

Fernwärme hat Zukunft

Erneuerung und Ausbau

„Mit der Errichtung der kürzlich eröffneten Gas- und Dampfturbinenanlage und des Fernwärmespeichers sind wir wieder einige Jahre in der Lage, den steigenden Fernwärmebedarf abzudecken. Komfort, Sicherheit, Umweltfreundlichkeit und attraktive Preise überzeugen die Fernwärme-KundInnen.

Die Reserveeinheiten garantieren Versorgungssicherheit auch bei lange anhaltenden Kälteperioden. Damit steht einer zügigen Weiterführung unserer Fernwärme-Ausbaustrategie nichts mehr im Wege“, stellt DI Wolfgang Dopf, zuständiger Geschäftsführer der LINZ GAS/WÄRME GmbH für den Bereich Wärme, fest. „Für zukünftige Aktivitäten am Fernwärmemarkt gibt es natürlich strategische Ausbaupläne, zum Beispiel für eine Fernwärme-Versorgung von Bergern/Hörzingerstraße oder von Hart/Haag.“

Biomasse

Derzeit ist eine neue Biomasseanlage in Bau. Diese stellt eine effiziente Maßnahme zur Reduktion der CO2-Emissionen dar. Der Ausstoß an CO2 kann um rund 50.000 Tonnen pro Jahr, das sind mehr als zehn Prozent der LINZ AG-Emissionen, verringert werden. Die Anlage trägt somit wesentlich zur Erreichung des Kyoto-Zieles bei.

Die Biomasseanlage speist pro Jahr rund 130.000 MWh Wärme in das Linzer Fernwärmenetz ein. Mit dieser Energiemenge können rund 12.000 Haushalte mit Wärme versorgt werden. Ab Dezember 2005 werden somit rund 17,5 Prozent des Fernwärmeabsatzes der LINZ AG aus Biomasse erzeugt – ein wesentlicher Beitrag zur Brennstoffdiversifikation und zur Erhöhung der Versorgungssicherheit.

Eckdaten zur Fernwärme

Anschlusswert 561 MW
Wärmeabsatz 862.100 MWh
Netzlänge 200 km
Angeschlossene Wohnungen 43.000
FW-Übergabestationen 2.201
         
Presserückfragen:
Dr.in Doris Fath-Gottinger, Pressesprecherin LINZ AG, Tel. 0664/803 40 67 21 

KONTAKT

Magistrat der Landeshauptstadt Linz
Hauptstraße 1-5
4041 Linz

Tel: +43 732 7070 0
Fax: +43 732 7070 54 2110
E-Mail: info@mag.linz.at

weitere Informationen:


Newsletter / RSS