Abschluss eines Partnerschaftsvertrags im Alten Rathaus
Offizielle Kontakte zwischen Linz und Albufeira bestehen seit dem Jahr 2006. Der formellen Bekräftigung der partnerschaftlichen Beziehungen gingen vor allem kulturellen Kontakte voraus. Unter anderem besuchten Bürgermeister da Silva und der Gemeinderatsvorsitzende Dr. Carlos de Silva e Sousa anlässlich der Friedenslichtübergabe in den Jahren 2006 und 2007 sowie des Brucknerfestes 2007 die oberösterreichische Landeshauptstadt. Der Besuch einer Linzer Delegation in Albufeira fand im Juni 2006 statt. Im Dezember 2007 gastierte das Linzer Ensemble „Photones“ bei einem vorweihnachtlichen Konzert im Auditório Municipal de Albufeira.
Für Interessierte besteht die Gelegenheit, sich bei der Reisemesse „Tourist 2008“ im Linzer Design Center vom 1. bis 3. Februar eingehend über Albufeira zu informieren.
Für Linz ist dies die 16. Städtepartnerschaft. Mit mehreren weiteren Städten werden freundschaftliche Beziehungen ohne Städtepartnerschaftsvertrag gepflegt. Schwerpunkte der künftigen Zusammenarbeit zwischen Linz und Albufeira liegen in den Bereichen Tourismus, Sport, Jugend, Kultur und Soziales.
Albufeira in der gleichnamigen Region an der Atlantikküste im Süden Portugals (Algarve) im Distrikt Faro, wurde 1504 gegründet und wurde im Jahr 1986 zur Stadt erhoben. Albufeira hat rund 40.000 EinwohnerInnen und eine Fläche von 142 km². Aus dem einstigen Fischerdorf hat sich Albufeira zu einem belebten Ferienort an der Algarve entwickelt. Die ursprüngliche Atmosphäre ist vor allem in der Altstadt mit ihren schmalen Gassen und weißen Häusern erhalten geblieben. Durch seinen schönen Strand ist Albufeira vor allem für Erholungssuchende attraktiv und hat sich zu einem der größten Tourismuszentren Portugals entwickelt. Mehr als 20 Hotelanlagen, eine leistungsfähige Gastronomie, Golfplätze, Themenparks und Freizeitangebote wie Hochseefischen vervollständigen die touristische Infrastruktur der Stadt.
Die damit verbundene rege Bautätigkeit hält bis zum heutigen Tag an. In den letzten Jahren wurden in Albufeira beträchtliche Mittel in die Revitalisierung der Altstadt investiert und die erhaltenswerte Bausubstanz aus dem 18. Jahrhundert renoviert. Vor wenigen Jahren wurde auch in einer künstlichen Bucht am Westrand der Stadt die so genannte Marina angelegt, die Bootshafen und moderne Wohngebäude miteinander verbindet. Der Umweltqualität wird von den Stadtverantwortlichen höchstes Augenmerk geschenkt. Die sechs Strände im Stadtgebiet Albufeiras sind mit der „Blauen Flagge“ (höchste Güteklasse) ausgezeichnet.
Vom ausschließlich von Frauen gefertigten Kunsthandwerk über die traditionelle Fado-Musik bis zur Pflege religiöser Bräuche ist man in Albufeira auch sehr auf die Erhaltung der kulturellen Traditionen bedacht. Im Stadtparlament von Albufeira sind drei Parteien, die Sozialdemokraten (15 Mandate), die Sozialisten (10 Mandate) und die Kommunisten (1 Mandat) vertreten. Albufeira hat 16 Stadtbezirke.
Die Ursprünge von Albufeira reichen bis in die prähistorische Zeit zurück. Später wurde es von den Römern besiedelt, die es Baltum nannten.Der Name Albufeira geht zurück auf die Zeit der Mauren. Al-buera, wie der Ort damals hieß, war im 8. Jahrhundert ein bedeutender Handelsplatz. Aus dieser Zeit gibt es kaum noch Überreste; lediglich eine Gedenktafel erinnert an die einstige maurische Burg auf der Oberstadt, wo heute das Archäologische Museum der Stadt steht.
Mitte des 13. Jahrhunderts wurde Albufeira durch den Ritterorden von Santiago von den Mauren zurückerobert. Danach war es viele Jahrhunderte lang ein Fischerdorf.
Vom großen Erdbeben im Jahre 1755, das weite Teile des Landes verwüstete, war Albufeira besonders betroffen. Der arabische Name für das Gebiet lautete al-buera, („Burg über dem Meer"). Wahrzeichen der Stadt ist der „Torre do Relógio“, der Uhrturm.
Die alte Burg und mehrere Gebäude, bei denen die Bögen aus der Zeit der maurischen Herrschaft noch erhalten sind sowie andere kulturhistorisch wertvolle Bauten, wie die Kirche Sao Sebastiao, zählen zu den weiteren bemerkenswerten Sehenswürdigkeiten der Stadt.
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