Dieses Projekt soll eine städtebauliche Perspektive im östlichen Teil Pichlings vorwegnehmen. Der Linzer Gemeinderat wird noch vor der Sommerpause zur Trassensicherung der Straßenbahnverlängerung zum Pichlinger See und zur Verlängerung der Hauptverkehrsstraße von der Solarcity zum Südpark ein Neuplanungsgebiet beschließen.
„Die Linzerinnen und Linzer werden bei drei BürgerInnen-Informationsveranstaltungen im Mai 2008 über alle Details zum Neuplanungsgebiet und zur Straßenbahnverlängerung genauestens informiert“ , betont Planungsreferent Stadtrat Klaus Luger.
Mit dem Ausbau der Westbahn durch die ÖBB soll am Pichlinger See voraussichtlich ab 2014 auch eine neue Nahverkehrsdrehscheibe mit Park & Ride sowie Bike & Ride Angeboten entstehen.
"Die Erschließung des Linzer Südens mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist ein wichtiger Schritt in Richtung stadtverträgliche Mobilität. Eine direkte Verbindung ins Stadtzentrum bringt den BewohnerInnen von Pichling die Möglichkeit, schnell, bequem und umweltfreundlich mobil zu sein“, erläutert Mobilitätsreferent Stadtrat Jürgen Himmelbauer.
Der Linzer Gemeinderat hat im Jänner 2004 den Beschluss gefasst, für die Trassenführung ein Bürgerbeteiligungsverfahren durchzuführen. Bisher wurde mit den Linzer BürgerInnen und Bürgern an verschiedenen Varianten zur Trassenführung gearbeitet.
Die Verlängerung der Linie 2 soll bis zum Bahnhof Pichling von der Solarcity in südöstlicher Richtung bis zur Schwaigaustraße führen. Die Trasse soll dann Richtung Osten in einem großen Bogen bis zur Südparkstraße schwenken und unter der Westbahn durch zur Endhaltestelle und Umkehrschleife führen. Die Trasse ist insgesamt 2,4 Kilometer lang.
Entlang der neuen Strecke zwischen Solarcity und Bahnhof Pichling sind insgesamt vier Haltestellen bis zur Endstation Pichlinger See möglich, die auch den Südpark direkt an das Schienenetz anbinden. Im Nahbereich der Traundorfer Straße, der Schwaigaustraße und der Auhirschgasse machen Haltestellen Sinn.
Ende 2006 wurde die neue ÖBB-Haltestelle Pichling eröffnet, die im Rahmen des viergleisigen Ausbaus der Westbahn von der Oidener Straße zum Pichlinger See verlegt wurde.
Am Westufer des Pichlinger Sees soll ein neuer Bahnhof als Umsteigeknoten mit einer großen Park & Ride - Anlage mit maximal 250 Parkplätzen und einem Bike & Ride - Angebot entstehen. Lokalzüge sollen alle 30 Minuten halten und mit der Straßenbahn zur Solarcity oder mit dem städtischen Busnetz nach Linz verknüpft werden.
Rund 20 Meter westlich der Straßenunterführung „Im Südpark“ am Westufer des Pichlinger Sees ist unter dem Projektmanagement der HL-AG und mit Finanzierung der LINZ LINIEN die Straßenbahnunterführung bereits errichtet worden. Im Anschluss an diese Unterführung soll die Endhaltestelle der Straßenbahn mit anschließender Umkehrschleife entstehen.
Von der Endhaltestelle der Straßenbahn wird man über eine Stiege oder barrierefrei mit Lift zum neuen Bahnhof Pichlinger See gelangen, der mit einem überdachten Mittelbahnsteig ausgestattet ist. Östlich der Straße „Im Südpark“ befindet sich die bereits fertige Fuß- und Radwegunterführung. Über eine behindertengerechte Aufgangsrampe ist ein zweiter Zugang zum Bahnhof Pichling vorhanden.
Zum Schutz der Wohnanlagen ist ein 15 Meter breiter Trenngrünstreifen geplant, der als grüner Wall mit Bäumen und Sträuchern bepflanzt werden soll.
Die Realisierung des Bahnhofs mit umfangreichem Park & Ride - System ist allerdings vom weiteren Ausbau der Westbahnstrecke ab 2014 abhängig.
Das Neuplanungsgebiet Nr. 7 zum Linzer Flächenwidmungsplan dient der Trassensicherung für die Verlängerung der Straßenbahn und auch für die Verlängerung der Hauptstraße von der Solarcity bis zum Betriebsbaugebiet „Im Südpark“. Nach den BürgerInnen-Informationsveranstaltungen im Mai soll das Neuplanungsgebiet vom Linzer Gemeinderat noch Ende Juni beschlossen werden.
Das Neuplanungsgebiet Nr. 7 zum Linzer Flächenwidmungsplan und Details zur Straßenbahnverlängerung werden von MitarbeiterInnen der Stadtplanung Linz an drei Terminen im Volkshaus Pichling, Lunaplatz 4, Seminarraum 2, erklärt.
Die LINZ AG benötigt für die Planung und Ausschreibung der Straßenbahnverlängerung etwa eineinhalb Jahre und rechnet mit etwa 2 Jahren Bauzeit für die gesamte Strecke von der Solarcity bis zum Bahnhof Pichling. Ein Baubeginn wäre frühestens nach Fertigstellung der Straßenbahnverlängerung auf das Harter Plateau möglich.
Für die neue Strecke würden wahrscheinlich zusätzlich drei City Runner zum Einsatz kommen.
(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Mobilitätsreferent Stadtrat Jürgen Himmelbauer und Planungsreferent Stadtrat Klaus Luger zum Thema "Neuplanungsgebiet für Straßenbahnverlängerung Pichling")
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