Haupt-, Sonder- oder Polytechnische Schulen. Das Potenzial an SchülerInnen, die ein derartiges Angebot möglicherweise in Anspruch nehmen könnten, wäre beträchtlich. Um für eine flächendeckende Einführung genaue Erfahrungswerte zu erhalten, startet ab dem Schuljahr 2008/09 ein befristetes Pilotprojekt zur Schülerausspeisung: In vier ausgesuchten Schulen gibt es vorerst für ein Jahr täglich um nur 2,70 Euro eine warme Mahlzeit. Dieses Angebot ist von einem Hortbesuch unabhängig und gilt vor allem für Kinder, die nach dem Unterricht nach Hause gehen.
Die einjährige Testphase erfolgt in der HS5 – Glöckelschule, HS11 – Diesterwegschule, HS23 – Ebelsbergerschule sowie in der HS24 – Auhofschule. Bei entsprechender Annahme des Angebotes durch mehr als 25 Prozent der SchülerInnen, soll die Aktion auch auf andere Schulen ausgeweitet werden.
In den zwei Schulen HS11 und HS23 wird derzeit bereits im Rahmen der Nachmittagsbetreuung ein warmes Essen angeboten. Für die Dauer des Pilotprojektes wird diese Versorgung beibehalten. Die beiden anderen Schulen erhalten schockgefrorene Produkte, die vor Ort in speziellen Öfen aufbereitet werden.
Bei Ausweitung des Pilotprojektes auf weitere Schulen wird das Essen generell von privaten Anbietern zugekauft, da die Stadt selbst nicht über die entsprechende Logistik verfügt. Qualitativ bewährt haben sich schockgefrorene Produkte. Hunderte Schulen in ganz Österreich werden so bereits mit einem Mittagessen beliefert. Anbieter derartiger Produkte garantieren auch die regelmäßige Anlieferung und stellen in der Regel die für die Zubereitung vor Ort erforderlichen technischen Geräte zur Verfügung. Der Portionspreis pro Mahlzeit im Einkauf liegt bei rund drei Euro.
Neben der Erfüllung ernährungsphysiologischer Aspekte, soll vor allem auch die Leistbarkeit des Mittagessens gewährleistet sein. Daher ist vorgesehen, den Essenstarif der städtischen Horte zu übernehmen. Pro Mahlzeit ergibt sich dabei ein Preis von 2,70 Euro.
Für den Start der Pilotprojektes bedarf es gewisser räumlicher und technischer Ressourcen. Je nach Schulstandort müssen diese erst noch geschaffen beziehungsweise adaptiert werden. Dadurch ergeben sich für die Stadt Linz einmalige Investitionskosten, die insgesamt für drei Schulstandtorte zwischen 185.000 und 245.000 Euro liegen. Da die HS23, die Ebelsberger Hauptschule, erst kürzlich ausgebaut wurde, sind hier keine Investitionen mehr notwendig.
Die Abwicklung der Schülerausspeisung – Aufbereitung der Speisen, Ausgabe, Geschirrabwäsche und Reinigung der Speiseräume – erfolgt durch das Reinigungspersonal vor Ort. Während des Essens sollen LehrerInnen die Kinder beaufsichtigen. Die DirektorInnen haben hier bereits ihre Unterstützung zugesagt.
Da mit dem geplanten Portionspreis von 2,70 Euro nicht alle anfallenden Kosten abgedeckt werden können, ergibt sich für die Stadt Linz ein Zuschussbedarf. Für 100 SchülerInnen wäre somit beispielsweise ein jährlicher Zuschuss von rund 33.000 Euro notwendig.
| Art der Kosten | Kosten |
|---|---|
| Portionspreis 3 Euro für 182 Schultage |
55.000 Euro |
| Essensausgabe und Reinigung |
15.000 Euro |
| Aufsicht |
8.000 Euro |
| Gesamtkosten |
78.000 Euro |
| Art der Einnahmen | Einnahmen |
|---|---|
| Essenspreis 2,70 Euro inklusive USt |
45.000 Euro |
| Jährlicher Zuschuss der Stadt für 100 SchülerInnen |
33.000 Euro |
„Mit der Einführung eines Mittagstisches in städtischen Pflichtschulen baut die Stadt Linz ihr soziales Netz erneut weiter aus. Eine tägliche warme Mittagsmahlzeit bietet Kindern die besten Voraussetzungen für eine gesunde körperliche und geistige Entwicklung. Darüber hinaus gibt es berufstätigen Eltern die Gewissheit, dass ihre Sprösslinge gut versorgt die Schule verlassen.“, meint Sozialreferentin Vizebürgermeisterin Ingrid Holzhammer zum Pilotprojekt Mittagstisch.
(Informationsunterlage zur Pressekonferenz „Mittagstisch in städtischen Schulen“ von Sozialreferentin Vizebürgermeisterin Ingrid Holzhammer)
Weiterer Gesprächspartner:
Mag. Josef Kobler, Leiter Kinder und Jugend-Services Linz
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