„Mit der neuen Mittagsausspeisung kann nun erstmals auch Kindern, die keine Nachmittagsbetreuung in Anspruch nehmen, eine Verpflegungsmöglichkeit angeboten werden. Die warme Mahlzeit ist einfach die beste Vorraussetzung für eine gesunde körperliche und geistige Entwicklung. Auch Eltern können so sicher sein, dass ihre Kinder gut versorgt die Schule verlassen. Ich hoffe sehr, dass dieses tolle Angebot, nach der Pilotphase auf zusätzliche Schulen ausgeweitet werden kann.“, sagt Sozialreferentin Vizebürgermeisterin Ingrid Holzhammer.
Die Nutzung des Mittagstisches ist in der Schule mit einer Anmeldung bekannt zu geben. 110 SchülerInnen haben sich so bisher für ein regelmäßiges Essen angemeldet. 40 SchülerInnen in der HS 11 – Diesterwegschule, 30 in der HS 23 – Ebelsbergschule, 25 in der HS 5 – Glöckelschule sowie 15 in der HS 24 – Auhofschule. Das sind derzeit rund 10 Prozent aller in Frage kommenden SchülerInnen. Das Interesse ist groß und laufend kommen neue Anmeldungen hinzu.
Auf dem Anmeldeformular, das in fünf Sprachen verfasst ist, können je nach Bedarf auch unterschiedliche Tage gewählt werden. Abgerechnet wird nur die Anzahl der tatsächlich konsumierten Essen. In der HS 5 wird ein Buchungs- und Abrechnungssystem getestet, bei dem die SchülerInnen mittels Magnetkarte das konsumierte Essen quittieren. Am Monatsende wird automatisch eine Rechnung erstellt und an die Zahlungspflichtigen versendet. An- und Abmeldungen vom Mittagstisch sind jederzeit problemlos möglich.
Die Mittagsmenüs bestehen immer aus zwei Gängen. Entweder aus Vor- und Hauptspeise oder aus Haupt- und Nachspeise. Die Speisen werden von unterschiedlichen Küchen/Caterern geliefert und zumeist vor Ort erwärmt. Die HS 5 erhält ihre Mahlzeiten dabei von der Vereinigten Menümanufakturen Vertriebs GmbH. Die HS 11 wird über die Küche des Hortes Khevenhüllerstraße mitversorgt und in die Auhof- sowie Ebelsbergschule liefert die Firma Caseli das Mittagessen.
Die Essensausgabe erfolgt durch die Fremdfirmen vor Ort. Ausgenommen die Diesterwegschule, hier gibt es noch Eigenpersonal, das diese Aufgabe übernimmt. Die Aufsicht über die SchülerInnen wird vom Lehrkörper durchgeführt.
Die für dieses Projekt notwendigen räumlichen und technischen Adaptierungen in den Schulen wurden während der Sommerferien von der Stadt Linz vorgenommen. Dabei wurde in den beiden Schulen HS 5 und HS 24 jeweils eine Ausspeisungsküche mit Speiseräumlichkeiten eingebaut. In der HS 11 musste der vorhandene Speiseraum aufgrund der höheren SchülerInnenanzahl, die nun zum Mittagessen kommt, schallgedämmt werden. Durch den erst vor kurzem erfolgte Um- und Zubau bei der Hauptschule 23 in Ebelsberg waren keine neuerlichen Umbauten notwendig. Die Kosten für die gesamten Adaptierungsmaßnahmen lagen bei rund 195.000 Euro.
Mit dem Preis von 2,70 Euro für eine Mahlzeit – das ist der Linzer Horttarif – können nicht alle anfallenden Kosten abgedeckt werden. Dadurch ergibt sich für die Stadt Linz ein Zuschussbedarf. Für je 100 SchülerInnen liegt dieser Betrag bei rund 33.000 Euro. Bei recht großer Nachfrage nach dem Mittagsmenü kann sich dieser Betrag noch verringern.
Das gesamt Projekt ist auf die Dauer eines Schuljahres ausgelegt. Bei entsprechender Annahme des Angebotes von mehr als 25 Prozent der SchülerInnen soll die Aktion weitergeführt und auch auf andere Schulen ausgeweitet werden.
(Informationsunterlage zur Pressekonferenz „Start des Mittagstisches in städtischen Schulen“ von Sozialreferentin Vizebürgermeisterin Ingrid Holzhammer)
Weiterer Gesprächspartner:
Mag. Josef Kobler, Leiter Kinder und Jugend-Services Linz
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