Mag.a Gabriele Heidecker in der Sparte Architektur, Univ.-Prof.in Andrea van der Straeten in der Sparte Bildende Kunst, Dr.in Christa Sommerer in der Sparte Design, Elfriede Kern in der Sparte Literatur und Prof. Mag. Wolfgang Mayrhofer in der Sparte Musik.
Dr.in Christa Sommerer, Elfriede Kern und Prof. Mag. Wolfgang Mayrhofer nehmen die Auszeichnungen persönlich entgegen. Anstelle der beruflich in New York weilenden Univ.-Prof.in Andrea van der Straeten nimmt der Vizerektor de Kunstuniversität ao. Univ.-Prof. Mag. Rainer Zendron den Preis entgegen, die verstorbene Mag.a Gabriele Heidecker wird posthum geehrt und die Auszeichnung an ihre Kinder überreicht.
Mag.a Gabriele Heidecker wurde 1961 in Linz geboren, studierte Architektur an der Kunstuniversität Linz und begann sich bereits Mitte der neunziger Jahre als Frauenreferentin der Österreichischen Hochschülerschaft sowie als Aktivistin beim Verein FIFTITU% gesellschaftlich und kulturell zu betätigen. Als Architektin zeichnete Heidecker zusammen mit ihren PartnerInnen für eine Vielzahl von Projekten verantwortlich. Unter anderem wurden auf der Basis ihrer Entwürfe die Foyerumgestaltung des alten Posthofgebäudes und die Platzgestaltung des Herbert-Bayer-Platzes realisiert. Für die Ausschreibung des Wettbewerbs zum Neubau der Anton-Bruckner-Universität erarbeitete sie 2005 mit Romana Ring ein Raumkonzept. Seit diesem Jahr, bis zu ihrem Ableben im April 2008, war Heidecker Mitglied des Aufsichtsrats der Kulturhauptstadt 2009 GmbH, Vorstandsmitglied des Festivals der Regionen und seit 2006 auch Mitglied des Linzer Stadtkulturbeirats.
Univ.-Prof.in Andrea van der Straeten, 1953 in Trier geboren, absolvierte das Studium der Germanistik und Politikwissenschaften in Marburg und das Studium der Visuellen Kommunikation an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. Anschließend besuchte sie die Hochschule für angewandte Kunst in Wien, wo sie seit 1987 lebt. 2002 führte sie eine Universitätsprofessur für experimentelle Gestaltung an die Kunstuniversität nach Linz. Hier lehrt sie das zentralkünstlerische Fach „Visuelle Gestaltung und konzeptionelle Kreativität“ sowie „Reviews und Programmerstellung“. Im Bereich der Bildenden Kunst setzte Andrea van der Straeten vielfältige Akzente. Die Palette ihrer Werke reicht von Handzeichnungen über Fotografien, Videos bis zur Installation und zu Publikationsformaten. Van der Straeten kann auf zahlreiche Ausstellungen und Projekte in Österreich, Deutschland, der Schweiz und Südtirol verweisen. Unter anderem war sie mit Interventionistischer Kunst im Jahr 2004 bei der Ausstellung „Open House“ im OK offenes Kulturhaus Oberösterreich vertreten. Für ihr künstlerisches Wirken erhielt van der Straeten bereits zahlreiche Auszeichnungen.
Dr.in Christa Sommerer, 1964 in Ohlsdorf bei Gmunden geboren, absolvierte in Wien das Kunsterzieherstudium an der Akademie der bildenden Künste. Danach führte sie ein Studium an das Institut für neue Medien nach Frankfurt. Seit 1995 machte Dr.in Christa Sommerer durch zahlreiche Gastvorträge, Workshops und Seminare in den Vereinigten Staaten, Europa und Asien auf sich aufmerksam. Weiters sind rund fünfzig wissenschaftliche Publikationen in Fachzeitschriften und Büchern Ausdruck ihres Schaffens. Dr.in Sommerer wurde für ihr bisheriges Lebenswerk mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen gewürdigt, unter anderem mit dem Inter Design Award, dem World Technology Award for Arts und der Goldenen Nika bei der Ars Electronica 1994.
Elfriede Kern ist seit dem Jahr 1983 als freie Autorin in Linz tätig. Durch ihre vorangehende Ausbildung zur Volksschullehrerin und ihre Tätigkeit als Bibliothekarin an der österreichischen Nationalbibliothek fand sie zu ihrer wahren Berufung als Schriftstellerin. Ihr umfassender literarischer Output umfasst vorwiegend Erzählungen und Romane. Sechs Buchveröffentlichungen, darunter die Erzählungen mit dem Titel „Geständert“ und „Tabula rasa“ sowie literarisches Schaffen im Internet begleiten ihren künstlerischen Werdegang. Für ihr Wirken erhielt Kern bereits verschiedene Literaturpreise und ein Staatsstipendium für Literatur.
Prof. Mag. Wolfgang Mayrhofer, geboren 1954 in Lembach, startete seine musikalische Karriere im Alter von 14 Jahren mit dem Besuch des Musisch-Pädagogischen Oberstufenrealgymnasiums der Diözese Linz. Nach einem Klavierstudium im Brucknerkonservatorium ging Prof. Mayrhofer nach Salzburg, um am Mozarteum die Fächer Musikpädagogik und Orchesterdirigieren zu studieren. Seit 1977 ist Mayrhofer als Musikpädagoge und Chorleiter am Adalbert-Stifter-Gymnasium in Linz tätig. Zwischen 1985 und 1997 erfolgte dank seiner Initiative der Aufbau des „Musischen Gymnasiums“.1997 wurde Mayrhofer mit der musikalischen Leitung des Musikgymnasiums und des Mozartchors betraut. 1983 folgte die Gründung des Linzer Jeunesse Chors. Mayrhofer förderte damit den musikalischen Nachwuchs in der Landeshauptstadt und realisierte auch erfolgreiche Gemeinschaftsproduktionen mit dem Brucknerorchester unter Chefdirigent Dennis Russel Davies. Die Verdienste Mayrhofers um das österreichische Chorwesen wurden bereits mit zwei Auszeichnungen gewürdigt, 1991 mit dem „Erwin Ortner Fond“ und zehn Jahre später mit dem „Ferdinand Grossmann-Preis“.
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