Steigende StudentInnenzahlen machen weitere Neubauten nötig
Mit früheren Neubauten an der Prunerstraße, am Froschberg und an der Pulvermühlstraße in Urfahr sowie zuletzt mit dem Neubau bei der Fachhochschule an der Garnisonstraße ist die Tendenz erkennbar, auch Wohnplätze anzubieten, die vom Universitätsviertel Auhof weiter entfernt sind, analysiert Stadtrat Klaus Luger.
Die seit Herbst in Linz mit einem Plus von fünf Prozent wieder spürbar steigenden StudentInnenzahlen legen den Schluss nahe, dass in Zukunft weitere Studentenheime benötigt werden. „In den nächsten Jahren soll das Wissenschaftsministerium den einen oder anderen Neubau in Linz bewilligen“, schlägt Planungsstadtrat Klaus Luger vor.
Viele auswärtige StudentInnen bevorzugen vor allem zu Studienbeginn einen Heimplatz in Linz. Die Rechtsträger der Studentenheime, die Stadt Linz und das Land Oberösterreich haben vor allem in den 1990-er Jahren für einen raschen Ausbau des Linzer Heimplatzangebotes gesorgt. So entstanden alleine in den Jahren 1988 bis 2000 etwa 1 000 neue Heimplätze. Bis Mitte 2009 werden weiter 135 Heimplätze fertig.
Mit Neubauten an der Prunerstraße, am Froschberg und an der Pulvermühlstraße in Urfahr sowie zuletzt mit dem Neubau an der Garnisonstraße ist die Tendenz erkennbar, auch Heimplätze anzubieten, die vom Universitätsviertel Auhof weiter entfernt sind.
| Heim | Plätze |
|---|---|
| Julius Raab | 1 100 |
| WIST Haus | 390 |
| Dietrich Bonhoeffer | 175 |
| KHG-Heim | 133 |
| Petrinum | 46 |
| Kepler Heim | 470 |
| Heim Kaisergase | 42 |
| Koref-Haus | 70 |
| Gründbergheim |
30 |
| Akademikerhilfe | 200 |
| Salesianum | 96 |
| Europahaus | 99 |
| Dr.-Karl-Grünner-Haus | 204 |
| Guter Hite | 32 |
| Notburga Haus | 40 |
| Gesamtplätze | 3 127 |
| Städte | StudentInnen | Heimplätze | Verhältnis |
|---|---|---|---|
| Wien | 105 060 | 11 500 | 1:9,1 |
| Graz | 31 380 | 3 710 | 1:8,5 |
| Linz | 14 450 | 3 100 | 1:4,6 |
| Salzburg | 10 710 | 2 230 | 1:4,8 |
| Innsbruck | 16 900 | 3 330 | 1:5,1 |
Äußerst begehrt sind die Heimplätze in den beiden großen Universitätsstädten Wien und Graz, wo rund neun StudentInnen auf einen Heimplatz kommen. Etwa gleichauf liegen die Städte Linz, Innsbruck und Salzburg, wobei Linz die Nase leicht vorne hat.
In Linz gibt es insgesamt 14 450 StudentInnen, die an den Linzer Universitäten und an den Privatuniversitäten studieren. 52 Prozent sind Männer und 47,8 Prozent Frauen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 13 710 StudentInnen entspricht dies einem Plus von rund 5 Prozent.
| Universität | StudentInnen | Männer | Frauen |
|---|---|---|---|
| Kepler Universität | 12 174 | 6 578 | 5 596 |
| Kunstuniversität | 985 | 385 | 600 |
| Bruckner Privatuniversitt | 829 | 389 | 440 |
| Katholisch-Theologische Privatuniversität | 464 | 187 | 277 |
| Gesamt | 14 452 | 7 539 | 6 913 |
Das große städtische Engagement für Neubau und Modernisierung von Studenten-, Schüler- und Lehrlingsheimen wird durch Zuschüsse von insgesamt 2,366 Millionen Euro in den vergangenen zwanzig Jahren illustriert.
Nach dem letzten Neubau des Studentenheims an der Pulvermühlstraße in Urfahr im Jahr 1999 ist derzeit ein neues Studentenheim an der Garnisonstraße bis Mitte 2009 in Bau. Im Südosten des Baugeländes an der Garnisonstraße wird seit 2007 ein Studentenheim der WIST mit 135 Heimplätzen und elf Wohnungen mit Tiefgarage nach den Plänen des Büros Rosensteiner errichtet.
Nach zahlreichen Neubauten in den 1990-er Jahren, hat ab dem Ende der 1990er Jahre die Modernisierungswelle in den Linzer Studentenheimen begonnen. Beispiele dafür sind die Sanierung des KHG-Heimes, des Europahauses an der Ziegeleistraße oder des Dr.-Karl-Grünner-Heimes. Aktuelle Sanierungen betreffen das Studentenhaus Petrinum und das Studentenheim Julius Raab.
Im Sommer 1995 nahm das evangelische Studentenheim Dietrich Bonhoeffer im Auhof seinen Betrieb auf. 175 Studierende können in diesem Heim aufgenommen werden.
Das Oberösterreichische Studentenwerk stockte bis Herbst 1996 die Kapazitäten des Julius-Raab-Heimes auf und errichtete am Auhoffeld einen Bau für zusätzliche 270 Heimplätze. Die Stadt Linz leistete einen Baukostenzuschuss von 470 000 Euro.
Die Wirtschaftshilfe der Studenten Oberösterreichs (WIST) errichtete 1997 an der Prunerstraße eines der wenigen innerstädtischen Heime, das 70 StudentInnen Platz bietet.
Das KHG-Heim wurde 1969 als erstes Studentenheim der Kepler Universität mit 135 Plätzen errichtet. In den Sommerferien der Jahre 1998 und 1999 erfolgte eine Generalsanierung mit Kosten von 2,3 Millionen Euro. Die Stadt Linz hat 200 000 Euro beigesteuert.
Anfang September 1999 wurde das Studentenheim Pulvermühlstraße des Vereines Akademikerhilfe fertig gestellt. Der schräg gegenüber dem Biesenfeld gelegene Neubau mit 52 Tiefgaragenplätzen und 14 oberirdischen Parkplätzen wurde von der Stadt Linz mit 437 000 Euro gefördert. 200 ganzjährig zur Verfügung stehenden Einbettzimmer sind vorhanden.
Entscheidend verbessert hat der OÖ. Heimbauverein die Wohnqualität in seinem Wohnheim Ziegeleistraße 78a. Weiters erfolgte die Renovierung einer Reihe von Kleinwohnungen. Zu den 1,6 Millionen Euro Baukosten steuerte die Stadt Linz 175 000 Euro bei.
Das 1975 errichtete Studentenheim an der Kaisergasse wurde in zweijähriger Bauzeit bis Ende 2005 generalsaniert und nach Dr. Karl Grünner benannt. Die Gesamtkosten dieser Generalsanierung betrugen rund 5,8 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgte durch Wohnbauförderungsmittel und Förderungen von Stadt, Land und Bund sowie durch Eigenmittel.
Das ehemalige Internatsgebäude des Petrinum wird seit 2003 als Studentenheim von der Katholischen Hochschulgemeinde verwaltet. Durch die Generalsanierung nach Plänen des Büros Nobl bis zum Jahr 2010 wird Platz für 90 Studierende geschaffen. Die Gesamtkosten betragen 1,755 Millionen Euro. Die Stadt Linz wird insgesamt 90.000 Euro an Subvention zahlen.
Für die seit Juni 2007 laufende Generalsanierung des fast 30 Jahre alten Haupthauses des Julius-Raab-Studentenheimes leistet die Stadt Linz einen Beitrag von 250.000 Euro. Der in vier Abschnitte gegliederte, langgestreckte Gebäudekomplex wird mit Kosten von mehr als zwölf Millionen Euro bis Jänner 2009 etappenweise modernisiert.
(nformationsunterlage zur Pressekonferenz mit Planungsreferent Stadtrat Klaus Luger zum Thema „Linzer Studentenheime“)
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