Mit 17 945 Mietwohnungen, 52 Reihenhäusern, 598 Eigentumswohnungen und 317 Geschäftseinheiten ist die städtische Wohnungsgesellschaft GWG Linz die größte gemeinnützige Wohnungsgesellschaft in Oberösterreich. Jede(r) sechste LinzerIn wohnt in einer GWG-Wohnung.
Dem nach wie vor großen Wohnungsbedarf in der oberösterreichischen Landeshauptstadt könnte die GWG Linz mit zahlreichen Bauprojekten auch im Jahr 2010 Rechnung tragen.
Das geplante Bauvolumen der GWG betrüge heuer 53 Millionen Euro. 29 Millionen Euro würden auf Neubauten entfallen, wenn das Land Oberösterreich die Wohnbaufördermittel bewilligen würde. Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Luger fordert in diesem Zusammenhang von Landes-Wohnbaureferenten Haimbuchner, die vom Land zugesagten Förderungen auch einzuhalten. Bislang wurden der städtischen Wohnungsgesellschaft GWG erst 28 geförderte neue Wohnungen bewilligt.
Neben dem Neubauvolumen entfallen weitere zehn Millionen Euro auf Großinstandhaltungsvorhaben, jeweils sieben Millionen Euro auf Wohnungsverbesserungen und auf Instandhaltungen. „Die GWG Linz ist ein Motor des gemeinnützigen Wohnbaus in Linz und erfüllt eine wesentliche soziale Funktion. Sie trägt aktiv zur Wohnraumschaffung in Linz bei und bietet qualitativ hochwertigen Wohnraum“, betont Vizebürgermeister Klaus Luger, der seit 1. Dezember 2009 die Funktion des Aufsichtsratsvorsitzenden ausübt, den sozialen Auftrag der zu 95 Prozent in städtischem Besitz befindlichen Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft der Stadt Linz.
Die 53 Millionen Euro-Investition der GWG für den Wohnbau im laufenden Jahr würde zudem in hohem Maß zur Wirtschaftsbelebung beitragen. „Gerade auf dem Gebiet der Bauwirtschaft wirken sich Investitionen besonders konjunkturfördernd aus und erhöhen die regionale Wertschöpfung“, so Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Luger.
Mit dem Bau von 56 Wohnungen könnte, vorausgesetzt die entsprechenden Förderungszusagen liegen vor, heuer neu begonnen werden. Lediglich für 28 Wohneinheiten liegt eine Förderzusage des Landes Oberösterreich fix vor. Insgesamt befinden sich 425 GWG-Wohnungen derzeit in Bau, wovon 216 heuer fertig gestellt werden sollen.
Auf dem Areal Humboldtstraße 3a und 5 errichtet die GWG bis Herbst 2011 ein Wohnhaus mit 15 Wohnungen und eine Krabbelstube für 40 Kinder. Der Baubeginn erfolgt nach Zusage der Wohnbauförderung voraussichtlich im Frühjahr 2010. Die Übergabe der Einrichtung an die Kinder- und Jugend-Services Linz soll laut Planung bis Herbst 2011 erfolgen.
Auf dem gegenüberliegenden Grundstück Humboldtstraße 10 wird ein Wohnhaus mit 13 Wohnungen gebaut. Der Baubeginn soll ebenfalls im heurigen Frühjahr erfolgen.
An der Neubauzeile im Linzer Süden plant die GWG die Errichtung von 125 Mietwohnungen in Niedrigenergiebauweise. Die Bebauung soll fünfgeschoßig erfolgen und sieht auch die Errichtung von 600 Quadratmetern Geschäftsflächen in den Erdgeschoßbereichen vor.
Die Planung erfolgte durch die Schwarzenbacher Architektur ZT GmbH, die als Sieger eines Architektenwettbewerbs hervorgingen. Die Fertigstellung des Gesamtbauvorhabens wäre für 2012 / 2013 geplant. Die erste Etappe umfasst 28 Wohnungen, mit deren Errichtung unter der Voraussetzung einer vorliegenden Wohnbauförderungszusage noch heuer begonnen werden könnte.
Es ist der Bau von fünf Eigentums-Doppelhäusern mit insgesamt zehn Wohneinheiten geplant. Das Bauvorhaben in Scharlinz wird frei finanziert. Baubeginn ist Herbst 2010, Bauende voraussichtlich Ende 2011, die Planung erfolgte durch den Architekten DI Dr. Stefan Lueginger.
Die GWG plant ab dem Frühjahr die Errichtung von 126 Tiefgaragenplätzen für BewohnerInnen an der Leonfeldner Straße 89 - 91. Ein späterer Ausbau auf 200 Parkplätze ist bei Bedarf jederzeit möglich. Mit der Errichtung, könnte umgehend begonnen werden. Derzeit wird jedoch seitens des Landes-Wohnbaureferenten eine Förderung im bisherigen Ausmaß nicht bewilligt.
Derzeit sind 425 GWG-Wohneinheiten in Bau, von denen 216 heuer fertig gestellt werden.
| GWG-Projekte in Bau | Wohneinheiten |
|---|---|
| Laskahofstraße / Dauphinestraße | 90 |
| Grillparzerstraße | 84 |
| Wohnen beim Donaupark Bauabschnitt 2 | 66 |
| Wohnen beim Donaupark Bauabschnitt 3 | 59 |
| Bäckerfeld | 59 |
| Spindelbaumweg | 32 |
| Betreubares Wohnen Pichling | 25 |
| Raffelstettner Straße Pichling | 10 |
| Summe | 425 |
Auf dem zirka 7 800 Quadratmeter großen Areal eines ehemaligen Tiefbau-Depots in der Neuen Heimat errichtet die GWG an der Ecke Laskahofstraße / Dauphinestraße eine Wohnanlage mit Tiefgarage sowie einen Kindergarten. Der Kindergarten Dauphinestraße mit vier Gruppen soll im Sommer 2010 in Betrieb gehen. Die Übergabe der Wohnungen ist bis Ende dieses Jahres vorgesehen.
Ein gemeinsames Projekt wird zusammen mit der GWB realisiert. In der Nähe des neuen Musiktheaters werden auf dem Areal Grillparzerstraße/Anastasius-Grün-Straße/Lenaustraße auf einer Grundstücksfläche von 9 750 Quadratmeter 116 Wohnungen errichtet. Der Spatenstich für die Wohnanlage erfolgte am 22. Dezember 2009. Die Fertigstellung ist bis 2011 geplant. Das Bauvorhaben umfasst auch eine Tiefgarage mit 156 Parkplätzen.
Einen zügigen Verlauf nehmen die Bauarbeiten auf dem 30 610 Quadratmeter großen ehemaligen Areal der Landesfrauenklinik. Dort werden von der GWG und der LAWOG 416 Wohnungen und 440 Tiefgaragenplätze errichtet. Für 204 Wohnungen in Niedrigenergiebauweise sowie einen Kindergarten an der Holzstraße ist die GWG Bauträger. Nachdem der erste Bauabschnitt mit 79 Mietwohnungen der GWG und 84 Mietwohnungen der LAWOG im Dezember 2009 fertig gestellt wurde, begann im Vorjahr auch die Errichtung des Bauabschnitts 2 mit 66 Mietwohnungen. Diese werden im Sommer 2011 übergeben. Der ebenfalls 2009 begonnene Bauabschnitt 3 mit 59 Mietkaufwohnungen wird ebenfalls voraussichtlich im Sommer 2011 fertig sein.
Im Mai 2008 starteten die GWG und die Neue Heimat am so genannten Bäckerfeld in Urfahr den Bau von 118 Wohneinheiten. Auf einer Gesamtfläche von 16 300 Quadratmetern entstehen zehn Reihenhäuser und 45 Wohnungen der GWG sowie 57 Wohnungen der Neuen Heimat.
Im September 2009 wurden 36 Eigentumswohnungen der Neuen Heimat fertig gestellt. Bis 19. Mai 2010 folgen 49 Mietwohnungen und zehn Reihenhäuser der GWG sowie voraussichtlich ebenfalls noch im Frühjahr 23 Eigentumswohnungen der Neuen Heimat.
Einen weiteren Schwerpunkt der laufenden Bauaktivitäten bildet das Projekt Spindelbaumweg in der Neuen Heimat. 2007 wurden dort 68 Mietwohnungen übergeben, die an Stelle von Substandard-Wohnungen entstanden. Weitere 78 Mietwohnungen der zweiten Bauetappe wurden bis Mitte 2009 errichtet. Die dritte Bauetappe mit 32 Wohnungen an der Neubauzeile wird bis 7. Juli 2010 fertig sein.
Seit dem Frühjahr 2009 werden an der Raffelstettner Straße in Pichling zehn Mietwohnungen in Niedrigenergiebauweise errichtet. Sie entstehen nach Plänen des Freistädter Architekten DI Herbert Pointner und werden im August 2010 fertig gestellt.
Das Seniorenzentrum wird am 27. April 2010 eröffnet. Die Kosten für den Neubau betragen rund 11,6 Millionen Euro. Mitten im Zentrum von Pichling entstanden zwei moderne, dreigeschoßige Baukörper, die neben 64 Pflegeplätzen auch 25 betreubare Wohnungen beherbergen, deren Fertigstellung im August dieses Jahres erfolgen wird.
Die GWG legt nicht nur auf den Wohnungsneubau, sondern auch auf die Modernisierung und Sanierung von Wohnanlagen großen Wert. Für Großinstandhaltungen und Wohnumfeldverbesserungen stehen heuer 17 Millionen Euro zur Verfügung.
Neben der thermischen Sanierung von Fassaden, Keller- und Dachbodendecken, dem Austausch von Fenstern und dem Lifteinbau gewinnt dabei die Aufwertung der Wohnqualität durch Loggien bzw. Balkone immer mehr an Bedeutung.
Umfassende Sanierungs- und Qualitätsverbesserungsmaßnahmen sowie Balkonnachrüstungen plant die GWG unter anderem für Wohnanlagen an der Hueberstraße, an der Holzstraße, an der Stelzerstraße, am Angererhofweg, an der Stieglbauernstraße, an der Lustenauer Straße, an der Harruckerstraße, an der Freistädter Straße, an der Zeppelinstraße und am Adolf-Dietel-Weg.
Nach wie vor ungeklärt ist der Konflikt mit dem Bundesdenkmalamt bezüglich der zeitgemäßen Sanierung von Wohnbauten aus der NS-Zeit. Große GWG-Wohnanlagen in den Stadtteilen Urfahr, dem Franckviertel sowie dem Hafengebiet sind davon betroffen.
(Informationsunterlage zur Pressekonferenz des GWG-Aufsichtsratsvorsitzenden Vizebürgermeister Klaus Luger über aktuelle Bauvorhaben der städtischen Wohnungsgesellschaft GWG im Jahr 2010)
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