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Mag.a Jutta Reisinger
FRAUEN
Presseaussendung vom 07.06.2010

Neue Frauenbeauftragte für Linz

Seit 1. Juni hat die Stadt Linz eine neue Frauenbeauftragte. Mag.a Jutta Reisinger ist damit Nachfolgerin von Elvira Tomancok und künftig für die Agenden der Frauen in Linz verantwortlich.

Die gebürtige Linzerin Mag.a Jutta Reisinger absolvierte nach ihrer Schulausbildung ein Studium an der Universität Salzburg. Sie studierte Soziologie in Kombination mit Publizistik und Kommunikationswissenschaft. Die 30-jährige Linzerin kann bisher auf vielseitige berufliche Erfahrung, vor allem im Sozialbereich, verweisen.

Ein Praktikum im Wohnheim „Neue Welt in Linz, Betreuerin in der Wohneinrichtung „WOGE“ in Salzburg, die Evaluation des „Regionalisierungskonzeptes“ der Caritas Salzburg aber auch die Projektleitung/Österreich für unterschiedliche Studien bei Akzente Salzburg zählten zu ihren Aufgaben. Zuletzt war die neue Frauenbeauftragte am Institut Suchtprävention (Pro mente) in Linz tätig.

In allen Jahren setzt die begeisterte Sport- und Alpinkletterin auch auf ergänzende Fort- und Weiterbildung, wie unter anderem ihre Teilnahme am Lehrgang „karriere_links“ zeigt. Dieses Kooperationsprojekt der Johannes Kepler Universität mit der Salzburger Paris Lodron Universität versteht sich als Instrument der Nachwuchsförderung und Karriereplanung und will die Karrierechancen von Wissenschafterinnen erhöhen. Für Mag.a Reisinger ist ihr neues Aufgabengebiet eine große Herausforderung. “Gerade der Ausgleich von Benachteiligungen ist mir ein besonderes Anliegen und speziell beim Thema Gleichstellung von Frauen und Männern gibt es noch einiges zu tun“, freut sich die Linzer Frauenbeauftragte auf ihr neues Betätigungsfeld.

Als Soziologin interessiert sich die neue Frauenbeauftragte für gesellschaftliche Veränderungen und hofft, einen Beitrag leisten zu können, dass die Gleichberechtigung und Gleichbehandlung von Frauen und Männern in Zukunft eine Selbstverständlichkeit wird. Dabei geht es ihr nicht um „Gleichmacherei“, sondern um eine breites Spektrum an Entwicklungsmöglichkeiten und Chancen – für beide Geschlechter.  In ihrer Funktion als Frauenbeauftragte will Mag.a Reisinger Ansprechperson und Anlaufstelle sein und lädt alle Interessierten ein, eigene Ideen einzubringen, gemeinsame Projekte zu initiieren und die eigenen Bedürfnisse zu formulieren. Dementsprechend wird sie in den nächsten Wochen gezielt auf die spezifischen Einrichtungen zugehen und freut sich auf eine gute Zusammenarbeit. 

Erweitertes Frauenprogramm in Planung

Seit den Gemeinderatswahlen hat Linz mit Mag.a Eva Schobesberger die erste Frauenstadträtin. Das künftige Arbeitspensum der neuen Linzer Frauenbeauftragten wird daher  vielseitig und umfangreich. Neben der Fortführung wichtiger Aufgaben des Linzer Frauenbüros stehen die Planung und Organisation wichtiger frauenpolitischer Themen für das heurige und die kommenden Jahre auf dem Programm.

Einer der Schwerpunkte 2010 für Mag.a Jutta Reisinger ist es, als Mitglied der Steuergruppe, die Arbeit am ersten Linzer Frauenbericht zu begleiten. Auf Initiative von Mag.a Eva Schobesberger wurde vor kurzem das Institut für Frauen- und Geschlechterforschung an der Johannes Kepler Universität mit der Erforschung der Lebenssituation der Linzerinnen beauftragt. Für die Linzer Frauenstadträtin sind die Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchung die Basis für konkrete frauenpolitische Maßnahmen in Linz.

Wichtige Termine wie der „Tag gegen Gewalt an Frauen“ im Herbst und der Equal Pay Day im Herbst sollen künftig verstärkt ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken. So ist für den Equal Pay Day heuer erstmal eine österreichweite Aktion geplant, an der sich Linz mit eigenen Projekten beteiligen will.

Ebenfalls Aufgabe der Kommunikationsexpertin ist die gekonnte Vernetzung der Linzer Frauenvereinigungen und –institutionen. Das von Frauenstadträtin Mag.a Eva Schobesberger ins Leben gerufene „Erweiterte Frauenforum“ bietet dafür eine geeignete Plattform. Probleme der Linzer Frauen, Wünsche und Anregungen aber auch mögliche Kooperationen können hier direkt besprochen werden.

Frauen und Bildung

Speziell in diesem Bereich möchte Frauen- und Bildungsstadträtin Mag.a Eva Schobesberger in den nächsten Jahren bereichsübergreifende Projekte initiieren. Auf die neue Frauenbeauftragte wartet daher viel konzeptive Arbeit.

Ein wesentlicher Arbeitsschwerpunkt ist für Stadträtin Schobesberger, das Thema Frauen verstärkt im VHS-Programm zu verankern. Angedacht wird ein jährlicher Frauenschwerpunkt im Wissensturm, der sich quer durch alle Bereiche ziehen soll. Diskussionen über Frauenfragen und ihre historischen, politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Hintergründe und Auswirkungen sollen im Mittelpunkt stehen. Unterstützung beim künftigen Universitätslehrgang Frauenmanagement im Wissensturm fällt ins Aufgabenressort der Frauenbeauftragten.

Um Netzkünstlerinnen zu fördern, vergibt das Linzer Frauenbüro in Zusammenarbeit mit Ars Electronica und Unterstützung des ORF Oberösterreich einen Preis für digitale Medien. Der Marianne.von.Willemer-Preis des Linzer Frauenbüros ist einer der erfolgreichsten städtischen Kulturpreise und aus dem Linzer Kulturkalender nicht mehr wegzudenken. Der Preis für digitale Medien ist eine direkte Förderung von Künstlerinnen und soll Frauen bei der Nutzung digitaler Medien als künstlerisches Werkzeug und Ausdrucksmittel unterstützen.

Service, Freizeit und Vernetzung

Beratung und Unterstützung zählen nach wie vor zu den Aufgaben des Linzer Frauenbüros. Publikationen, wie unter anderem eine „Orientierungshilfe zu den Themen: Lebensgemeinschaft, Ehe, Trennung, Scheidung und Eingetragene PartnerInnenschaft “ oder die Frauen- und Mädcheninfocard beinhalten wichtige Adressen und geben Orientierungshilfe.

Der wöchentliche Lauf- und Walkingtreff im Hummelhofwald wurde heuer richtiggehend „gestürmt“ und die Gruppenanzahl hat sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt.
Ebenfalls als Renner entpuppten sich die heuer erstmals angebotenen Segwaytouren für Frauen. Aufgrund der großen Nachfrage sind für die Erkundungstour auf zwei Rädern zusätzliche Termine in Planung.

Bei den insgesamt sechs Linzer Frauen Stadtrundgängen kann bei den professionellen Führungen ein manchmal ungewöhnlicher, aber immer weiblicher Blick auf die Stadt und ihre Geschichte gemacht werden. Auch dieses Angebot des Linzer Frauenbüros wird mit Begeisterung angenommen.

Das Linzer Frauenbüro

Das Linzer Frauenbüro tritt klar für die Interessen von Frauen ein. 1992 beschloss der Linzer Gemeinderat die Bestellung einer Frauenbeauftragten und die Einrichtung des Linzer Frauenbüros. Seit vergangen November hat Linz mit Mag.a Eva Schobesberger erstmals eine eigene Frauenstadträtin.

Das Frauenbüro verfügt über ein eigenes Budget, welches ausschließlich für frauenfördernde Maßnahmen bestimmt ist. Sowohl Frauenausschuss als auch Frauenbüro hatten von Anfang an eine Querschnittsfunktion inne. Dies bedeutet, das Gleichstellungsthema muss in allen anderen Ausschüssen „mitgedacht“ werden.

Diese Voraussetzungen, die durchaus nicht in allen vergleichbaren österreichischen Städten vorzufinden sind, sind dazu geeignet, eine gezielte Gleichstellungspolitik wirkungsvoll umzusetzen.

Kernaufgabe des Frauenbüros ist es, die Anliegen, Bedürfnisse und Wünsche der Bewohnerinnen der Stadt Linz zu ermitteln, einer politischen Umsetzung zuzuführen und so strukturellen Benachteiligungen entgegen zu wirken. Daher ist das Frauenbüro im ständigen Kontakt mit Bewohnerinnen der Stadt, die das Frauenbüro direkt kontaktieren können, mit Fraueneinrichtungen und Frauenorganisationen, mit der Universität, mit Politikerinnen und Politikern sowohl in Oberösterreich als auch bundesweit.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Frauenstadträtin Mag.a Eva Schobesberger zum Thema "Neue Frauenbeauftragte")


www.linz.at/frauen.

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