Die neue Einrichtung wird die bereits bestehende Infrastruktur der Solar City mit Kindergarten, Schule, Hort, Familienzentrum, Ortszentrum mit Volkshaus und Stadtbibliothek, Kirche und Geschäften sowie dem kürzlich eröffneten Sportzentrum optimal ergänzen. Die Errichtung des Neubaus soll auf einer bislang freigehaltenen Vorbehaltsfläche am nordöstlichen Rand des Baubereiches der Solar City erfolgen.
Als SiegerIn des Architektenwettbewerbs ging unter neun eingeladenen Büros der Entwurf der x–Architekten als Siegerprojekt hervor. Das Projekt entsprach im Hinblick auf architektonische, städtebauliche, konstruktiv-wirtschaftliche und funktionelle Aspekte am besten den Vorgaben des Wettbewerbs.
„Mit diesem Projekt wird das Kinderbetreuungsangebot bis Frühjahr 2012 um 92 zusätzliche Kindergartenplätze und 20 Krabbelstubenplätze ausgebaut und die soziale Infrastruktur im „jungen Stadtteil“ Solar City Pichling weiter verbessert“, hebt Sozialreferent und GWG-Aufsichtsratsvorsitzender Vizebürgermeister Klaus Luger die Bedeutung dieses Bauvorhabens hervor.
Die Voraussetzung für den neuen Kindergarten wurde mit einem Gemeinderatsbeschluss am 2. Juli 2009 geschaffen. Der einstimmig gefasste Grundsatzbeschluss sieht die Errichtung einer 6-gruppigen Kinderbetreuungseinrichtung in der Solar City Pichling samt Räumlichkeiten für ein Jugendzentrum vor. Geplant sind laut diesem Beschluss 92 Kindergartenplätze und 20 Krabbelstubenplätze.
Gefragt war eine funktionelle und effiziente Lösung, wobei neben einer ansprechenden Architektur vor allem folgende Vorgaben zu berücksichtigen waren:
Das 6 906 Quadratmeter große Wettbewerbsareal liegt im Nahbereich des Landschaftsparks der Solar City Pichling mit Erschließung aus Richtung Orionstraße und Weikerlseestraße.
Der viergruppige Kindergarten mit den zwei Krabbelstubengruppen verfügt über eine Gesamtnutzfläche von rund 820 Quadratmetern. Es sind sechs Gruppenräume, inklusive dazugehöriger Nebenräume, zwei Ruhe- und Bewegungsräume, eine Aufwärmküche mit zwei Essbereichen sowie je sechs Garderoben, Sanitäranlagen und Abstellräume untergebracht. Dazu kommt ein Abstellraum für Gartengeräte.
Beurteilungskriterien der Jury waren unter anderen die städtebauliche Lösung (Gliederung und Gestaltung der Baukörper und Außenräume, Berücksichtigung der Umgebung, Verkehrslösung), weiters die konstruktiv-wirtschaftliche Lösung (wirtschaftliche Aspekte der baulichen Konstruktion), die architektonische Lösung (räumliche Gestaltung der Innen- und Außenbereiche sowie des formalen Aspektes der gesamten Anlage) und die funktionelle Lösung (Beurteilung der Kindergartengrundrisse sowie der Grundrisse der Krabbelstube, innere Erschließung).
Die Jury setzte sich aus folgendem Personenkreis zusammen:
Von der GWG wurden neun Architekturbüros zur Teilnahme eingeladen, und zwar die Architektin DI. Oliva Schimek, die Architektin DIin Isa Stein, die x–Architekten, das Architekturbüro Poppe Prehal, das Architekturbüro Schneider Lengauer, das Architekturbüro Proyer & Proyer, das Architekturbüro Scheurer Padametz, das Architekturbüro Arkade / Architekt Schütz und das Architekturbüro Harald Markon.
1. Preis: X-Architekten, Linz-Wien Preisgeld: € 7.000
2. Preis: Architekturbüro Poppe Prehal, Steyr Preisgeld: € 5.000
3. Preis: Architekturbüro Schneider Lengauer, Neumarkt Preisgeld: € 3.000
Alle weiteren Projekte erhalten eine Aufwandsentschädigung von € 2.500.
Als Siegerprojekt wurde der Entwurf der x-Architekten ausgewählt. Das Projekt fügt sich am besten in die bestehende städtebauliche Struktur und harmoniert, so das Juryurteil, mit einem „selbstbewussten, durchformulierten Baukörper“ mit der bestehenden Grünanlage. Die ausdrucksvolle Dachform widerspiegelt die unterschiedlichen inneren Nutzungen und die Bezüge zu den Außenräumen auf gekonnte Weise. Form, Konstruktion und Material werden zu einem überzeugenden Ganzen.
Trotz einer klaren Grundrissstruktur entstehen durch die Verdrehung der Raumgruppen spannungsvolle Raumabfolgen. Sowohl die Zugangssituation wie auch die Zonierung der Gartenanlage wurden positiv beurteilt.
Die Kosten für die neue Kinderbetreuungseinrichtung werden bei rund 3 Millionen Euro liegen. Die Fertigstellung ist für Frühjahr 2012 vorgesehen.
Die Wettbewerbsergebnisse werden von 5. Juli bis 15. Juli 2010 im großen Sitzungszimmer (3. Stock, Zimmer 309) der GWG Stadt Linz (Eisenhandstraße 30, 4021 Linz) ausgestellt und können dort während der Bürozeiten (Montag bis Donnerstag 8 Uhr bis 16 Uhr und Freitag von 8 Uhr bis 12 Uhr) besichtigt werden.
Die GWG errichtete bereits mehrmals im Auftrag der Stadt Linz Kindergärten. Ein aktuelles Beispiel dafür ist – neben den bereits bestehenden Einrichtungen in der Solar City – der Kindergarten an der Holzstraße. Hier baute die GWG im Rahmen des Projekts „Wohnen beim Donaupark“ einen fünfgruppigen Kindergarten für 115 Kinder. Dieser wurde am 8. September 2009 eröffnet.
Ein weiterer Kindergartenbau der GWG mit vier Gruppen für 92 Kinder entsteht bis zum Herbst 2010 in der Wohnanlage Laskahofstraße / Dauphinestraße.
Die Solar City übt große Zugkraft auf junge Menschen und Familien aus. Dies zeigt ein Blick auf die Altersstruktur der rund 3 000 BewohnerInnen. Rund 80 Prozent der BewohnerInnen sind jünger als 40 Jahre, der Anteil der über 60-Jährigen beträgt nur rund drei Prozent. Rund 25 Prozent der BewohnerInnen sind Kinder.
Aufgrund des großen Zuzugs von Jungfamilien in die Solar City erfolgte bereits in den vergangenen Jahren der Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen. So wurde der seit 2003 bestehende Kindergarten an der Neufelderstraße um 1 200 Quadratmeter auf die doppelte Größe erweitert. Seit September 2005 steht nun ausreichend Platz für zehn Kindergartengruppen, davon eine Integrationsgruppe, sowie drei Krabbelstuben-Gruppen zur Verfügung. Die GWG war bei dieser sozialen Einrichtung ebenfalls Errichter.
Auch das Angebot im Kindergarten an der Heliosallee wurde ausgebaut. Mit Jänner 2008 ist hier eine dritte Gruppe in Betrieb gegangen. 69 Kinder werden nun hier betreut.
Das 2003 eröffnete Schulzentrum der Solar City wird von einer Volksschule mit zwölf Klassen, einem sechsgruppigen Hort, einem Kindergarten mit drei Gruppen und einer allgemein bildenden höheren Schule genutzt. Es wurde vom Wiener Architekturbüro Loudon & Habeler geplant.
Das Schulzentrum wurde in den Jahren 2007 und 2008 in Richtung Süden verlängert und um eine Dreifachturnhalle erweitert. Im Südtrakt mit 24 Klassenzimmern ist seit dem Schuljahr 2008/2009 die AHS Solar City untergebracht.
Das seit 2005 bestehende Realgymnasium wurde in den ersten Jahren als städtische Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht geführt und nun als Bundesschule. Die SchülerInnen stammen vor allem aus den stark gewachsenen Stadtteilen Pichling und Ebelsberg sowie aus Kleinmünchen. Die offizielle Eröffnung der Schule erfolgte am 19. März 2009.
Am 22. September 2009 wurde schließlich das Jugendzentrum Luna in der Solar City eröffnet. Der Jugendtreffpunkt wurde im Obergeschoß des Volkshauses eingerichtet, für dessen Adaptierung die Stadt Linz rund 27 000 Euro aufgewendet hat.
Mit der Leitung und Betreuung des Jugendzentrums Luna wurde in bewährter Weise der Verein Jugend und Freizeit betraut. Für die Personal- und Mietkosten kommt die Stadt Linz auf.
Ebenfalls attraktiv für Jugendliche ist der neue Sportpark in Pichling, der am 28. November 2008 eröffnet wurde. Die östlich des erweiterten Kleinen Weikerlsees entstandene multifunktionale Sportanlage umfasst eine Gesamtnutzfläche von mehr als 13 000 Quadratmetern mit einer Halle und großzügigen Indoor- und Außensportanlagen. Das Projekt wurde auf der Basis eines Entwurfs von Architekt Wolfgang Schwarzenbacher ausgeführt.
Ein Herzstück und Aushängeschild des mit Kosten von rund 7,5 Millionen Euro realisierten Sportparks ist ein 1.000 Quadratmeter großer und teilweise überdachter Trendsportbereich, der mit einer Vielzahl an Rampen und „Pipes“ SkaterInnen, SkateboarderInnen und MiniscooterfahrerInnen Möglichkeiten zur sportlichen Freizeitgestaltung bietet. Der Skatepark wird von den Jugendlichen sehr gut angenommen.
Informationsunterlage zur Pressekonferenz anlässlich der Präsentation des Siegerprojekts des Architekturwettbewerbs „Kinderbetreuungseinrichtung in der Solar City“ in Pichling durch den GWG-Aufsichtsratsvorsitzenden Vizebürgermeister Klaus Luger, GWG-Geschäftsführer Hermann Friedl und Wolfgang Pfeil, Juryvorsitzenden-Stv. Architekt DI Andreas Dworschak sowie Wettbewerbs-Gewinnerin Architektin DIin Bettina Brunner am Dienstag, 6. Juli 2010 um 11 Uhr im Alten Rathaus, Pressezentrum
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