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SOZIALES
Presseaussendung vom 30.08.2010

Worldcafe – die offene Jugendbeteiligung

Wünsche und Meinungen von Jugendlichen gesucht

17 Termine in den Jugendzentren geplant

Seit bereits mehr als 30 Jahren leitet der städtische Verein Jugend und Freizeit (VJF) einen wesentlichen Beitrag zur flächendeckenden Jugendarbeit in Linz. In insgesamt 20 Jugendeinrichtungen (Jugendzentren, Streetworkeinrichtungen und Beratungsstellen) bieten engagierte MitarbeiterInnen den Linzer Jugendlichen Unterstützung, Freiraum, Ressourcen, Beratungsgespräche, individuelle Freizeitgestaltungsangebote, Hilfe bei Krisen und vieles mehr.

Um das Angebot in den Jugendeinrichtungen noch stärker den Wünschen und Bedürfnissen der Linzer Jugend anzupassen, veranstaltet der Verein für Jugend und Freizeit im September das „Jugend World Cafe“. In 17 Gesprächs- und Diskussionsrunden sind junge Menschen von 13-18 Jahren eingeladen, ihre Wünsche zur Freizeitgestaltung und zu den Angeboten des VJF bekanntzugeben und mit externen BeraterInnen zu diskutieren.  

„Mit diesem Worldcafe möchten wir für die Jugendlichen in der Stadt eine Plattform schaffen, wo sie uns ihre Wünsche und Vorstellungen zu ihrer Freizeitgestaltung bekanntgeben können. Nur so können wir als Stadt besser auf sie eingehen und passende Angebote erstellen. Ich hoffe, dass möglichst viele zu den Veranstaltungen kommen und sich dabei zahlreiche neue Ideen entwickeln“, sagt Sozialreferent Vizebürgermeister Klaus Luger.  

Jugend World Cafe

Das World Cafe ist eine einfache und zugleich wirkungsvolle Moderations- und Workshop-Methode, um Jugendliche in ein sinnvolles Gespräch zu einem bestimmten Thema zu verwickeln, um kollektives Wissen anzusammeln und ihre Meinungen ans Licht zu bringen. Es geht darum, in Veränderungsprozessen möglichst viele Beteiligte zu Wort kommen zu lassen und ihnen so Mitwirkung und Engagement zu ermöglichen. Wichtig ist die entspannte Cafehaus-Atmosphäre, damit sich die Jugendlichen zwanglos unterhalten können. Sie verteidigen keine Positionen sondern lassen sich auf das Thema ein und sammeln ihre Standpunkte. Der Ansatz des World-Cafes unterstützt da bei die Selbstentwicklung und Selbststeuerung der TeilnehmerInnen und fördert zugleich ihre Selbstorganisation.

Das World-Cafe wurde von den US-amerikanischen Unternehmensberatern Juanita Brown und David Isaacs entwickelt und ist eine weltweit eingesetzte Dialog- und Workshop-Methode. Sie ist geeignet für Gruppengrößen von 12 bis zu 2.000 Teilnehmenden.

Für alle zwischen 13 und 18 Jahren

Eingeladen sind alle Linzer Jugendlichen im Alter von 13 bis 18 Jahren. Besonders auch jene junge LinzerInnen, die bisher noch kein Jugendzentrum besucht haben. In kleinen Gesprächsrunden zu jeweils ca. vier bis sechs Personen werden mit externen GastgeberInnen sechs ausgewählte und jugendrelevante Themen besprochen. Gemeinsam soll über bestehende Angebote diskutiert und ihre Meinungen, Erwartungen und Wünsche an ein Jugendzentrum verbalisiert werden. Das kollektive Wissen der Jugendlichen wird gesammelt und am Schluss zusammengefasst. Im abschließenden gemeinsamen Plenum werden die Gruppenergebnisse präsentiert und durch Rückmeldungen ergänzt.
Die Ergebnisse aller 17 „World Cafes“ der Jugendeinrichtungen werden für den Jugendauschuss des Linzer Gemeinderates zusammengefasst. Auch je Jugendeinrichtung wird ein zusammenfassendes Ergebnis angefertigt.

Durchführende Moderatorinnen sind StudentInnen sowie externe Erwachsene mit Bezug zu Jugendthemen.

Sechs Themenbereiche:

Zu sechs Themenkreisen wurde eine konkrete Fragestellung entwickelt:

Thema: Räume und Ausstattung

Was gefällt dir am derzeitigen Angebot?
Wie sieht dein Traum-Jugendzentrum aus?

Thema: Beratung

Wie erlebst du das Beratungsangebot der Einrichtung/die Unterstützung der MitarbeiterInnen?
Was würdest du dir darüber hinaus noch erwarten?
Welche Schwerpunkte/Themen fehlen dir?

Thema: Beziehung

Wie erlebst du deine Beziehung zu den JugendarbeiterInnen?
Was brauchst du, um Vertrauen zu den JugendarbeiterInnen aufbauen zu können?
Was fehlt dir, was wünschst du dir?

Thema: Jugendkulturelle Angebote

Welche jugendkulturellen Angebote nutzt du in der Einrichtung/in Linz?
Welche jugendkulturellen Angebote hättest du gerne im Jugendzentrum/in Linz?
Was brauchst du gar nicht?

Thema: Freizeit, Sport, Ausflüge, …

Was gefällt dir an den angebotenen Ausflügen/Workshops/Freizeitaktivitäten/Projekten?
Welche Ausflüge/Workshops/Freizeitaktivitäten in den Jugendeinrichtungen würdest du dir wünschen?
Welche der Angebote gefallen dir gar nicht bzw. welche Ideen hast du?

Thema: Medien

Was gefällt Dir am derzeitigen Medienangebot im Jugendzentrum?
Welche technische Ausstattung wünschst Du Dir?
Worauf könntest Du im Jugendzentrum verzichten, was sollte ergänzt werden?

Termine

Insgesamt 17 Veranstaltungen finden im September für das World Cafe statt. 14 in Jugendzentren und drei in Streetworkeinrichtungen. Je Termin werden gleichzeitig 2 Jugendeinrichtungen mit insgesamt 12 ModeratorInnen betreut. Alle 17 Jugendeinrichtungen werden somit an den angegebenen neun Terminen abgedeckt.

Einrichtung   Termin  Uhrzeit
 Jugendberatung Baustelle  8.9.2010  16 bis 19 Uhr
 JZ Luna  8.9.2010  16 bis 19 Uhr
 JZ Atlantis  9.9.2010  17 bis 20 Uhr
 Jugendkulturzentrum Kuba  9.9.2010  17 bis 20 Uhr
 JZ U1  10.9.2010  17 bis 20 Uhr
 JZ Franckviertel  10.9.2010  17 bis 20 Uhr
 JZ Auwiesen  15.9.2010  17 bis 20 Uhr
 JZ Ebelsberg  15.9.2010  16 bis 19 Uhr
 JZ Dornach  16.9.2010  17 bis 20 Uhr
 Streetwork Ebelsberg-Pichling  16.9.2010  17 bis 20 Uhr
 Streetwork Linz-Süd  17.9.2010  16 bis 19 Uhr
 Jugendkulturbox Ann&Pat  17.9.2010  17 bis 20 Uhr
 JZ Zoom  22.9.2010  16 bis 19 Uhr
 JZ Fjutscharama  23.9.2010  17 bis 20 Uhr
 JZ Riff  23.9.2010  16 bis 19 Uhr
 JZ Downtown  24.9.2010  16 bis 19 Uhr
 Streetwork Just  24.9.2010  10 bis 13 Uhr

Der Verein Jugend und Freizeit

1979 wurde der Verein Jugend und Freizeit als Einrichtung der Stadt Linz gegründet. Er betreibt mittlerweile dreizehn Jugendzentren, zwei Jugendberatungsstellen und vier Streetworkeinrichtungen. Als Kooperationsprojekte werden das Jugendzentrum „Zoom“ mit der Diözese Linz sowie die Teenie-Arbeit Bulgariplatz mit den Kinderfreunden Linz durchgeführt. Die Zielgruppe für diese niederschwelligen Betreuungsangebote umfasst dabei alle Linzer Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 12 und 23 Jahren.

Die Hauptaufgaben sind vor allem die Förderung und Begleitung der jungen Linzer StadtbewohnerInnen bei der Alltagsgestaltung und Lebensbewältigung in Orientierungsprozessen sowie bei der Entwicklung sozialer, kultureller und persönlicher Identität. Die Angebote des Vereins bestehen aus einem Mix aus Freizeitarbeit, Sozialarbeit, Stadtteilarbeit und Streetwork.

Wesentlichstes "soziales" Angebot ist dabei immer die Beziehungsarbeit – für die Jugendlichen da zu sein und Zeit für einander haben. Dies schafft eine Vertrauensbasis, die es Jugendlichen bei Bedarf erleichtert, Information und Beratung (Krisenintervention, Begleitung, Weitervermittlung) auch wahrzunehmen. Weitere Schwerpunkte sind erlebnispädagogische Projekte, medienpädagogische Ansätze und die geschlechtsspezifische Jugendarbeit.

Die stadtteilorientierte Jugendarbeit ermöglicht eine Vernetzung zu anderen jugendrelevanten Institutionen im jeweiligen Stadtteil (Polizei, Schulen, Vereine), die Kontaktaufnahme mit Jugendlichen, die das Jugendzentrum nicht besuchen und eine Begleitung der ClubbesucherInnen bei ihrer Freizeitgestaltung in der Umgebung.

Streetwork richtet sich primär an Jugendliche, die andere Unterstützungsangebote nicht wahrnehmen und ist eine aufsuchende Jugendsozialarbeit, das heißt im Wesentlichen: Beziehungsarbeit in der Lebenswelt der Jugendlichen – in Lokalen, auf der Straße, im Stadion. StreetworkerInnen übernehmen verstärkt Informations- und Beratungsaufgaben, begleiten, vermitteln und betreiben Lobbying für benachteiligte Jugendliche und Jugendgruppen. Für alle Angebote gelten die Arbeitsprinzipien Anonymität, Parteilichkeit, Freiwilligkeit und Ganzheitlichkeit.

Der Verein beschäftigt derzeit 75 MitarbeiterInnen, die aufgrund von Teilzeitbeschäftigungen rund 61 Vollzeitäquivalenten entsprechen. Die Finanzierung erfolgt zu 70 Prozent von der Stadt Linz und zu 29 Prozent vom Land . 1 Prozent wird aus Bundesmitteln gefördert. Die Kosten für die Streetworkprojekte werden je zur Hälfte von der Stadt Linz und dem Land OÖ übernommen.

Durch den kontinuierlichen Ausbau verfügt Linz heute über ein flächendeckendes Netz an Jugendzentren und Betreuungseinrichtungen.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Sozialreferent Vizebürgermeister Klaus Luger und Ing. Erich Wahl, Geschäftsführer vom Verein Jugend und Freizeit zum Thema „Worldcafe – offene Jugendbeteiligung in Linz“)

www.linz.at/jugend.
www.vjf.at (neues Fenster).

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Peter Hirhager  Tel.: +43 732 7070 1366

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