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Presseaussendung vom 22.09.2010

140 Kilometer Radwege: Ein Viertel aller Stadtstraßen sind Radwege

7 Kilometer Radweglücken seit 2005 geschlossen
Projekte für weitere 7 Kilometer bereits erarbeitet
Heuer 320 000 Euro Investitionen für Radwegeausbau

Den RadfahrerInnen stehen in der oberösterreichischen Landeshauptstadt 140 Kilometer Radwege zur Verfügung. Damit sind ein Viertel des städtischen Straßen- und Wegenetzes Radwege. Um der weiterhin steigenden Zahl der RadfahrerInnen zu entsprechen, wird der Ausbau des Radwegenetzes kontinuierlich fortgesetzt. Im heurigen Jahr investiert die Stadt Linz dafür 320 000 Euro.

Seit dem Jahr 2005 setzt die Stadt Linz ein so genanntes Radwegelückenschluss-Programm um. Insgesamt wurden bis Juli dieses Jahres in der Landeshauptstadt knapp sieben Kilometer an Radweglücken geschlossen. Für weitere 7 Kilometer finden konkrete Planungsarbeiten statt. In Abhängigkeit von zukünftigen Verfahren und Baumaßnahmen könnten in den nächsten drei bis fünf Jahren zusätzlich 3,3 Kilometer Radwege umgesetzt werden. Busspuren, Laderampen und andere Hindernisse werfen dabei oftmals Probleme auf, die den Radwegeausbau schwierig gestalten. Für rund 14 Kilometer fehlender Radwege bietet sich aus räumlichen Gründen derzeit keine Baumaßnahme an.

„Mit dem Lückenschluss im Radwegenetz wird das Radfahren für die LinzerInnen Schritt für Schritt attraktiver und soll so mehr Menschen zum Umstieg auf das umweltfreundliche Fortbewegungsmittel motivieren“, setzt Verkehrsreferent Vizebürgermeister Klaus Luger auf den kontinuierlichen Ausbau des Linzer Radwegenetzes.

Sieben Kilometer Radwegelücken seit 2005 geschlossen

Seit Erarbeitung des so genannten Programms zur Schließung der Lücken im Linzer Radwegenetz im Oktober 2005 konnten zahlreiche Radweglücken geschlossen werden. In Summe waren das bisher 6,8 Kilometer. Die drei größten Projekte dabei waren der 1,2 Kilometer lange Radweg zwischen Gruberstraße und Industriezeile, ein weiterer Kilometer zwischen der St.-Peter-Straße und der Schachermayrstraße sowie der 900 Meter lange Lückenschluss von der Blumau bis zur Khevenhüllerstraße.

 Stadtteil  Lage der Lücke von  bis   Länge
Bindermichl Hatschekstraße Hanuschstraße Am Bindermichl  130 m
Kleinmünchen, Ebelsberg Wiener Straße Traundorfer Straße Ennsfeldstraße  300 m
Urfahr Kreuzung Freistädter Straße / Linke Brückenstraße      15 m
Zentrum Baumbachstraße Ecke Herrenstraße    10 m
Zentrum Blumauerstraße Blumau Khevenhüllerstraße  900 m
Zentrum Blumauerstraße Dinghoferstraße Schubertstraße  100 m
Zentrum Blumauerstraße Humboldtstraße Blumau  250 m
Zentrum Figulystraße West Handel-Mazzetti-Straße Coulinstraße  400 m
Zentrum Hafferlstraße Landstraße Seilerstätte  100 m
Zentrum Handel-Mazzetti-Straße Weingartshofstraße Figulystraße  100 m
Zentrum Landstraße vor Hafferlstraße     
Zentrum Limonigasse Kapuzinerstreße Roseggerstraße  80 m
Zentrum Pfarrplatz Nordseite      100 m
Zentrum Rathausgasse Hauptplatz Pfarrplatz  150 m
Franckviertel/Hafenviertel Hafenstraße Petzoldstraße Lindemayrstrae  300 m
Franckviertel/Hafenviertel Radweg neben A7 Radweg Derfflingerstraße  50 m
Franckviertel/Hafenviertel Verbindung St.-Peter-Straße - Schachermayerstraße Schachermayerstraße St.-Peter-Straße  1 000 m
Franckviertel/Hafenviertel Weißenwolffstraße/Derfflingerstraße Gruberstraße Industriezeile  1 200 m
Zentrum Beethovenstraße Stockhofstraße Weingartshofstraße  250 m
Zentrum Bethlehemstraße Harrachstraße Dametzstraße  470 m
Zentrum Starhembergstraße Mozartstraße Goethestraße  500 m
Zentrum Tegetthoffstraße Weingartshofstraße Stockhofstraße  250 m
Andreas-Hofer-Viertel Hamerling- oder Raimundstraße Wiener Straße Lenaustraße  150 m
Urfahr Tschernemblweg - Dornacherstraße      15 m
Gesamt        6 820 m

2010: 320 000 Euro für 1 Kilometer Radwegelücken

Das Straßenbauprogramm für das Jahr 2010 beinhaltet mehrere Radwegprojekte um insgesamt 320 000 Euro. Dabei entsteht rund ein Kilometer an neuen Radwegen oder kombinierte Rad- und Gehwegen.

Radweg Lederergasse

So wird die Lederergasse auf rund 150 Metern Länge zwischen dem Pfarrplatz und dem Herbert-Bayer-Platz, so wie zuletzt auch die Herrenstraße, auf ein einheitliches Niveau gebracht, damit im Querschnitt verbreitert und neu asphaltiert. Dadurch ist es möglich, das Radfahren gegen die in West-Ost-Richtung führende Einbahn zu ermöglichen. Die Kosten dafür betragen rund 130 000 Euro.

Radweg Dauphinestraße

Ein Radweglückenschluss erfolgt ebenfalls an der Dauphinestraße im Bereich zwischen der Laskahofstraße und der Siemensstraße auf rund 400 Meter Länge. Damit ist die Dauphinestraße beidseits auf Radwegen befahrbar. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 70.000 Euro.

Radweg Traunauweg


Bereits heuer erledigt wurde Am Traunauweg, im Linzer Süden, der rund 30.000 Euro teure Rückbau der bestehenden Fahrbahn zwischen der Saporoshjestraße und der Wiener Straße. Dadurch konnte ein rund 80 Meter langer kombinierter Rad- und Gehweg errichtet werden.

Radweg Freistädter Straße


Auch abgeschlossen wurde entlang der B 125 Freistädter Straße, der Autobahnabfahrt von der A 7, auf einem unbenannten Straßenstück zwischen der Prunbauerstraße auf Höhe PRO-Kaufhaus und der Kreuzung mit der Freistädter Straße, ein rund 350 Meter langer kombinierter Rad- und Gehweg. Die Beschilderungen stehen allerdings noch aus. Für dieses Projekt wurden  50 000 Euro veranschlagt.

Für rote Signalbeschichtungen bei Radwegführungen gegen die Einbahn und bei gefährlichen Kreuzungen werden darüber hinaus rund 40 000 Euro veranschlagt.

Planungen für weitere 7 Kilometer angelaufen

Gemeinsam mit Vertretern von I-Fahrrad wurde eine Liste erstellt, die Aufnahme in die städtischen Planungen für den Radwegeausbau gefunden hat. Derzeit umfasst diese Liste Planungen mit einer Gesamtlänge von rund sieben Kilometern Länge. Diese Liste wird laufend überprüft, vom Radfahrbeauftragten der Stadt aktualisiert und mit dem Tiefbau Linz koordiniert. Heuer im Herbst wird Verkehrsreferent Vizebürgermeister Klaus Luger mit Vertretern der Radfahrervereinigungen eine Route abfahren, um sich persönlich ein Bild über bestehende Problembereiche machen zu können und in weiterer Folge Planungen beginnen lassen zu können.

Zu den wichtigsten Lückenschlüssen, für die es stadtinterne Planungen gibt, zählen folgende Abschnitte: die Industriezeile (vom Posthof bis zur Firma Schachermayer; 1,8 km), die Lastenstraße (zwischen Gürtelstraße und Franckstraße; 1 km), die Raimund- und Füchselstraße (zwischen Makartstraße und Franckstraße; 1km), die Dauphinestraße (zwischen Im Hütterland und Siemensstraße; 0,8 km) sowie die Lederergasse zwischen Herbert-Bayer-Platz und Pfarrplatz.

Für über drei Kilometer zusätzliche Radwege sind im Vorfeld die Eigentumsverhältnisse zu klären. Erst wenn dieser Punkt geklärt ist, können auch dafür die Planungen initiiert werden. In dieser Kategorie sind etwa Planungen auf 2 Kilometer langen Straßen der Voestalpine (z. B. Stahlstraße, Südring) zu kategorisieren.

14 Kilometer gewünschte Radwege lassen sich unter derzeitigen Bedingungen nicht realisieren

Manche Lückenschlüsse scheitern an räumlichen Gründen, manchmal gilt es, dem Fußgängerverkehr Priorität einzuräumen. So scheiterte im Zuge der Errichtung einer so genannten Querungshilfe (Verkehrsinsel) in der Pulvermühlstraße die Weiterführung des Radweges durch die in der Folge notwendig gewordene Verbreiterung der Fahrbahn und Verlegung der Gehwegflächen. Für die durchgehende Führung des Radweges hätten zudem Bäume gefällt werden müssen. In anderen Fällen scheitert das Vorhaben an nicht ausreichenden Mindestfahrbahnbreiten, Bahnübergängen oder an vorhandenen Busspuren.

Zudem fehlt es der Stadt Linz an markanten Strecken auch an der Zuständigkeit. Für die Errichtung des in Linz knapp 4 Kilometer langen überregionalen Donauradweges nach Wilhering wäre das Land Oberösterreich federführend, zudem sind neben Linz die Gemeinden Leonding und Wilhering betroffen. Ungeklärt sind bis dato zudem die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel.

Im Stadtgebiet zählen primär die Abschnitte Blumau – Bulgariplatz, Prinz-Eugen-Straße, die Unionstraße zwischen Hanusch- und Wiener Straße, die innerstädtische Schillerstraße sowie die Ferdinand-Markl-Straße zwischen Gründberg und der Magdalenakreuzung zu den derzeit nicht realisierbaren Lückenschlüssen.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Verkehrsreferent Vizebürgermeister Klaus Luger zum Thema „Linzer Radwege – Lückenschlüsse“)

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