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Schwert
KULTUR
Presseaussendung vom 18.02.2011

Erste Expertisen vom Schwertfund aus der Kreuzritterzeit (Foto)

Außerordentlich hohe Qualität des Stahls und textile Reste bestätigt

Erste Expertisen des im Oktober vergangenen Jahres im Donauschotter bei Linz gefundenen Schwertes aus der Kreuzritterzeit um 1200 bestätigen die außerordentlich hohe Qualität des Stahls und das Vorkommen textiler Reste.    

Prof. Ing. Dr. Hubert Preßlinger, voestalpine, stellte mehrere Stufen des Verfahrens fest, die zu der großen Elastizität des Schwertes führten. Es besteht im Kern aus Stahlblättern und einer Ummantelung aus Stahl mit sehr niedrigem Gehalt an Mangan und Phosphor. Das genaue Resultat mit Tabellen, Schliffbildern und Rückstreuelektronenbildern wird zusammen mit dem archäologischen Bericht in einer der kommenden Ausgaben der „Berg- und Hüttenmännischen Monatsblätter" veröffentlicht.

Dr.in  Karina Grömer vom Naturhistorischen Museum in Wien - eine Spezialistin für Textilien - erkannte ferner unter dem Mikroskop mehrere Lagen schräg geführter Gewebe aus Leinen und Flachsfasern. In Übereinstimmung mit dem Linzer Stadtarchäologen Univ.-Prof. Dr. Erwin M. Ruprechtsberger wird bestätigt, dass dies der erste Schwertfund aus dem Hochmittelalter ist, der derartige textile Reste aufweist.

Derzeit laufen noch Untersuchungen an der Montanuniversität Leoben an der konservierenden Masse, die das Schwert an Griff und Parierstange umhüllt hatte. Auch hier sind spannende Ergebnisse des chemischen Vorgangs zu erwarten.
 
Als letzter Schritt wird ein Paläographe und Schriftforscher noch die in den Stahl eingravierte Inschrift - eine gleiche ist bislang nirgendwo aufgetaucht - und deren Buchstabenform analysieren. Eine Zusammenfassung sämtlicher Expertisen erscheint in einer Monographie in der Schriftenreihe „Linzer Archäologische Forschungen".


www.nordico.at (neues Fenster).

Kontakt:
Erwin M. Ruprechtsberger  Tel.: +43 732 387820 19

Für Medienanfragen:
Sabine Hörschläger  Tel.: +43 732 7070 1354

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