Installation der Willemer-Preisträgerin 2010 eröffnet am 1. Juli
„Ich freue mich, dass die Arbeit von Marissa Lôbo, der Willemer-Preisträgerin 2010 nun im Ars Electronica Center zu sehen ist. Die städtische Auszeichnung ist ein Beweis, dass damit für Netzkünstlerinnen eine Plattform geschaffen wird, ihr Können öffentlich zu präsentieren“, so die Linzer Frauenstadträtin Mag.a Eva Schobesberger. Alle Interessierten sind zu diesem Abend herzlich eingeladen. Die Ausstellung ist dann bis zum 26. August im Ars Electronica Center zu sehen.
„Iron Mask, White Torture“ ist eine Installation bestehend aus einer Videoprojektion, einer Fotocollage und einer Performance. Marissa Lôbo setzt sich in ihrem Werk mit Kontinuitäten des Kolonialen auseinander. Ausgehend von der Sklavin Anastacia, die für ihre Rebellion zum Schweigen gebracht wird, stellt die Arbeit den Widerstand gegen Sexismus und Rassismus in den Mittelpunkt.
Zur Eröffnung der Ausstellung findet eine Intervention von acht schwarzen Künstlerinnen und Aktivistinnen im Deep Space des Ars Electronica Centers statt. Anschließend folgt ein Rundgang durch die Ausstellung im ersten Untergeschoß des Hauses.
Marissa Lôbo, wurde 1975 in Brasilien geboren und studierte nach ihrer Schulausbildung drei Jahre Geschichte in Bahia. Sie lebt seit neun Jahren in Europa und jetzt seit vier Jahren in Österreich. Sie engagiert sich bei Selbstorganisationen von und für Migrantinnen und ist auch Mitglied des Migrations- und Kulturbeirats der Stadt Linz. Seit 2008 studiert Marissa Lôbo an der Akademie der Bildenden Künste in Wien in der Klasse postkonzeptuelle Kunst.
Im vergangenen Jahr wurde die brasilianische Künstlerin mit ihrem Projekt „Was spricht Anastácia“ Siegerin des Marianne.von.Willemer-Preis für digitale Medien 2010. Um Netzkünstlerinnen zu fördern, vergibt das Linzer Frauenbüro in Zusammenarbeit mit Ars Electronica und Unterstützung des ORF Oberösterreich alle zwei Jahre den mit 3 600 Euro dotierten Preis für digitale Medien. Der Marianne.von.Willemer-Preis für digitale Medien ist einer der erfolgreichsten städtischen Kulturpreise und ist eine direkte Förderung von Künstlerinnen, die Frauen bei der Nutzung digitaler Medien als künstlerisches Ausdrucksmittel unterstützen soll.
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