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INTEGRATION
Presseaussendung vom 26.08.2011

Linz.Gemeinsam.Leben (Foto)

Ob Integration gut und nachhaltig funktioniert zeigt sich gerade in Städten und Gemeinden deutlich. Die Landeshauptstadt Linz hat es sich daher zum Ziel gesetzt, eine Stadt zu sein, in der die Menschen möglichst gute Lebenschancen und ein konfliktfreies Miteinander vorfinden.

Rund 15 Prozent der Linzer Gesamtbevölkerung sind Menschen ohne österreichische Staatsbürgerschaft. Zählt man die inzwischen eingebürgerten Menschen, die hier eine neue Heimat gefunden haben dazu, besitzen rund 25 Prozent der städtischen Bevölkerung einen Migrationshintergrund.

Viele dieser MigrantInnen sind schon seit langem in der Linzer Arbeitswelt und in den Betrieben bestens integriert. Oft lassen sich nach vielen Jahren des hier Lebens auf die ursprüngliche Herkunft kaum noch Rückschlüsse ziehen. Dennoch sind die familiären Verbindungen in die ehemalige Heimat noch aktiv und ermöglichen gerade dadurch einen erweiterten Erfahrungshorizont, der in der täglichen Arbeit auf vielfältige Weise von Vorteil sein kann.

Auch in den städtischen Einrichtungen und Unternehmungen – der Unternehmensgruppe Stadt Linz – haben manche Menschen einen Migrationshintergrund.  

Das Projekt

„Linz.Gemeinsam.Leben“ mit IMPORT/EXPORT macht die Geschichten und Gesichter der MitarbeiterInnen als Zeichen der gelebten Integration sichtbar. Transparent sollen auch die Leistungen sein, die diese Menschen täglich für eine funktionierende Infrastruktur erbringen. 45 MitarbeiterInnen mit Migrationshintergrund haben an dem Projekt teilgenommen und erzählen in Video-Interviews ihren Werdegang und ihre Beziehung zu Linz.

Mit den Videos sollen Zeichen für eine Stadt, in der Vielfalt, Offenheit und Verständnis füreinander gelebt werden und in der Rassismus und Ausgrenzung keinen Platz haben, gesetzt werden – besonders von den Beschäftigten und Führungskräften der städtischen Unternehmungen.

„Die persönlichen Interviews der MitarbeiterInnen der Unternehmensgruppe (UGL) stellen für den Integrationsgedanken der Stadt Linz einen wichtigen Impuls dar. Denn das Kennen der Geschichte von MigrantInnen ist die Grundlage für den Abbau von Vorurteilen. Ich würde mich daher sehr freuen, wenn sich möglichst viele LinzerInnen die sehenswerten Videos beim Ars Electronica Festival, im Internet oder in den UGL-Einrichtungen ansehen könnten“, zeigt sich Integrationsreferent Vizebürgermeister Klaus Luger von der startenden UGL-Aktion überzeugt.

Die Mitglieder der Unternehmensgruppe Stadt Linz sind an diesem Integrations-Projekt beteiligt und werden auf Ihren Homepages Bilder und Videos, in ihren Geschäfts- und Betriebsräumlichkeiten Plakate und Videoinstallationen sowie mit Inseraten in eigenen Broschüren und Magazinen diese Aktion unterstützen und bewerben.
Alle Videointerviews und Zusammenschnitte der MitarbeiterInnen sind unter www.youtube.com/importundexport  (Neues Fenster) sowie unter www.vimeo.com/blinklicht  (Neues Fenster) abrufbar.

Der erste Teil des Projekts Linz.Gemeinsam.Leben wird bis zur „Linz verändert“-Ausstellung am Urfahraner Markt laufen.  

Auftakt - Veranstaltung mit Ars Electronica

Die Auftaktveranstaltung zu „Linz.Gemeinsam.Leben“ findet am Donnerstag, 1. September 2011 im Rahmen des Festival Ars Electronica beim Ars Electronica Center ab 18 Uhr statt. Das IMPORT/EXPORT-Team wird dort die Videos in einem als Videostudio umgebauten Container vorführen.  

Mit einer Spezialkamera wird ein Panoramagruppenbild von MitarbeiterInnen der Unternehmensgruppe der Stadt Linz angefertigt, die mit ihrer Präsenz auch bekunden, dass sie für eine lebenswerte Gesellschaft stehen und offen sind für EINE Welt.

Create your World

Der Standort des IMPORT/EXPORT Containers im Ars Electronica Quarter wurde bewusst gewählt. Die Aktion Linz.Gemeinsam.Leben. passt in besonderer Weise zum heurigen Festival Programm „Create your World“, das rund um das AEC sein Lager aufschlägt. Hier sollen junge Menschen inspiriert, vernetzt und ganz einfach dazu ermutigen werden, die Welt von morgen zu denken, neue Lebensmuster zu entwerfen und experimentell zu verwirklichen. Insbesondere die Schlagworte der kulturellen Bildung, der Kooperation von Bildungs- und Kultureinrichtungen stehen dabei im Mittelpunkt, ebenso wie das Thema Wissenschaftsvermittlung für Jugendliche.

Eine Zeltstadt aus schwarzen Jurten sowie eine Wagen- und Containerburg ermöglichen Workshops und Zusammenkünfte sowie eine außergewöhnliche Gastro-Meile, kreativ und regional, so bunt gemischt und vielfältig wie die Ideen und das Programm selbst.

IMPORT/EXPORT - Geschichten aus dem Container

Import/Export ist ein Crossmedia-Projekt, das sich das Ziel gesetzt hat Geschichten von AusländerInnen und MigrantInnen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
 
IMPORT/EXPORT:

  • ist supermobil.
  • bringt Fremdes nahe.
  • löst Ausländerprobleme.
  • macht aus Statistiken Menschen.
  • dokumentiert interkulturelle Potenziale.
  • entwickelt & produziert Cross-Media-Stories.

Zu diesem Zweck wurde ein Frachtcontainer zu einem Filmproduktionsstudio umgebaut und kann so je nach Bedarf durchs Land transportiert werden. Der rund vier Tonnen schwere und bunte Container bietet beim Festival der Ars Electronica vom 31. August bis zum 6. September den BesucherInnen eine Anlaufstelle, um mehr über das IMPORT/EXPORT Projekt zu erfahren. Die Videointerviews der MitarbeiterInnen können auch hier angesehen werden. Gleichzeitig kann jedermann/frau auch eine eigene „story“ erzählen. Die rund um den Container entstehenden und gesammelten Lebensgeschichten sind auch im Internet abrufbar.

Projektinitiator und treibende Kraft

Hinter der Aktion für mehr Toleranz steht das Blinklicht Medienlabor, das der Journalist Ernst Schmiederer gemeinsam mit dem Schauspieler Harald Krassnitzer in Wien betreibt. Seit rund einem halben Jahr arbeitet das Blinklicht Team mit Patryk Chlastawa, Sulaiman Khawar, Sigrid Pohl, Manuel Steinböck an dem Projekt „Linz.Gemeinsam.Leben“.

Als Korrespondent des „Profil“ lebte Schmiederer jahrelang selbst als Migrant in New York und schreibt seit 2005  die Drinnen/Draußen-Kolumne der „Zeit“, in der Österreicher im Ausland und MigrantInnen in Österreich porträtiert werden. Auf Basis dieser Interviews entstand die Idee zu diesem Projekt. Gemeinsam mit der Unternehmensgruppe Stadt Linz schafft das Projekt IMPORT/EXPORT (importundexport.at) ein neues Bewusstsein für die hier lebenden und integrierten MigrantInnen.   

Unternehmensgruppe Stadt Linz

Der Zusammenschluss des Magistrats, der städtischen Gesellschaften und den Unternehmensbeteiligungen zur Unternehmensgruppe Stadt Linz ermöglicht ein optimiertes Zusammenwirken, damit sich die LinzerInnen tagtäglich auf wichtige Dienstleistungen verlassen können. Ob Wasser, Strom öffentlicher Verkehr, Freizeit, Kultur und vieles mehr. Die knapp 10.000 MitarbeiterInnen sorgen dabei für einen reibungslosen Ablauf der städtischen Infrastruktur und schaffen optimale Rahmenbedingungen für den Wirtschaftsstandort Linz.

Organigramm der Unternehmensgruppe Stadt Linz

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Vizebürgermeister Klaus Luger zum Projekt „Linz.Gemeinsam.Leben.“ der Unternehmensgruppe Stadt Linz und IMPORT/EXPORT)

www.linz.at/gemeinsamleben.asp (neues Fenster).
www.unternehmensgruppelinz.at (neues Fenster).
www.importundexport.at (neues Fenster).
www.Aec.at/createyourworld (neues Fenster).
www.vimeo.com/blinklicht (neues Fenster).
www.youtube.com/importundexport (neues Fenster).

Für Medienanfragen:
Peter Hirhager  Tel.: +43 732 7070 1366

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