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Presseaussendung vom 30.08.2012

Unfallbilanz Linz 2011

Weniger Unfälle, weniger Verletzte, weniger Getötete

Die Stadtplanung Linz, zuständig für Verkehrssicherheit in der Stadt, setzt vielfältige Akzente, um das Gefahrenpotenzial auf Straßen und Wegen so weit wie möglich zu minimieren. Neue Ampelanlagen, Schutzwege, Beleuchtungen sowie spezielle Schulwegsicherungsmaßnahmen erhöhen dabei die Sicherheit aller VerkehrsteilnehmerInnen.

Dass die Verkehrsicherheit in Linz zugenommen hat, zeigt der Rückgang bei Verkehrsunfällen mit Personenschaden. Seit 2008 ist ein Rückgang um 20 Prozent auf 1.018 Unfälle zu verzeichnen. Auch bei den Zahlen der Todesfälle und  Verunglückten lässt sich eine Verringerung nachweisen. So haben sich im selben Zeitraum etwa die Unfälle mit FußgängerInnen um 30 Prozent verringert.

„Die Verkehrssicherheit in Linz ist auf einem hohen Niveau. Dennoch ist jeder Unfall einer zuviel. Die Stadt Linz ist daher laufend bestrebt, neue Möglichkeiten zur Sicherung der Straßen und Wege zu finden. Der Sicherheit der schwächsten VerkehrsteilnehmerInnen, nämlich der Kinder und der älteren Menschen, muss unser besonderes Augenmerk gelten“, betont Verkehrsreferent Vizebürgermeister Klaus Luger.

Deswegen soll noch heuer der Linzer Gemeinderat ein über mehrere Jahre laufendes Verkehrssicherheits-Programm beschließen, mit dem der Verkehr in Linz noch sicherer gemacht werden soll. Analog zum österreichischen Verkehrssicherheitsprogramm soll mit diesem Instrumentarium detailliert die Zukunft der Verkehrssicherheitsarbeit in der Stadt Linz bis 2020 definiert werden.

Kontinuierlich weniger Unfälle in Linz 

Die laufenden Maßnahmen zur Unfallvermeidung im Straßenverkehr in Linz greifen. Seit 2008 sind die Verkehrsunfallzahlen in der Landeshauptstadt um mehr als 20 Prozent von 1.265 auf 1.018 betroffene Personen zurückgegangen. Ebenso konnte ein maßgebliches Sinken der Todesfälle (-27 Prozent) und der Verletzten (-22 Prozent) festgestellt werden. Besonders signifikant, um fast 30 Prozent, ging die Zahl der an Unfällen beteiligten FußgängerInnen zurück. 2008 waren es noch 253, 2011 insgesamt „nur“ mehr 181.

Grafik Entwicklung Straßenverkehr 2008 - 2011

Der rückläufige Trend setzte sich besonders im Vorjahr akzentuiert fort: Im Jahr 2011 ereigneten sich in Linz 1.018 Unfälle mit Personenschaden. Das sind um 10 Prozent weniger als 2010. Die Zahl der bei Verkehrsunfällen in Linz insgesamt Verunglückten ist ebenfalls gesunken: von 1.447 im Jahr 2010 auf 1.281 im Jahr 2011 (-12 Prozent).

Keine Unfallstellen mit Extremwerten

Die meisten Unfälle mit Personenschaden ereigneten sich im Vorjahr an der B125 Prager Straße an der Kreuzung Freistädter Straße / Altenberger Straße mit sieben Unfällen, gefolgt von je sechs Kollisionen an den Kreuzungen Wiener Straße /  Turmstraße / Glimpfingerstraße sowie Goethestraße / Humboldtstraße. Es folgen in Bezug auf die Unfallhäufigkeit mit je fünf Unfällen die Kreuzungen der Wiener Straße mit der Florianerstraße, die Kreuzung der Leonfeldner Straße (B126) mit der Leonfeldner Gemeindestraße, die Kreuzung der Freistädter Straße mit der Linken Brückenstraße, die Kreuzung Unionstraße / Landwiedstraße, der Bereich vor dem Haus Nr. 29 Dauphinestraße, die Kreuzung Franckstraße / Lastenstraße, die Kreuzung  Hamerlingstraße / Rilkestraße und die Kreuzung Untere Donaulände / Rechte Donaustraße.
Mehr als die Hälfte der Unfallhäufungsstellen befindet sich auf Bundesstraßen. Hier ist es für die Stadt sehr schwierig, Verkehrssicherheitsmaßnahmen zu setzen. Bei Gefährdungsbereichen auf Stadtstraßen setzt die Stadt vielfältige Schwerpunkte.

„Dass sich die Unfallbilanz in Linz weiter verbessert hat, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es nach wie vor einiges in punkto Verkehrssicherheit zu tun gibt. Jeder Verkehrsunfall ist einer zuviel und unsere Verkehrsexperten werden die Unfallhäufungsstellen einer genauen Analyse unterziehen“, kündigt Verkehrsreferent Vizebürgermeister Klaus Luger an.

Verstärkte Ursachenforschung und auch mehr Überwachung

Neben dieser Ursachenforschung wird die Stadt bemüht sein, im Hinblick auf die Verkehrssicherheit an Kreuzungen einerseits aufklärend zu wirken, andererseits auch auf präventive Maßnahmen, wie verstärkte Überwachung (zum Beispiel durch den Ausbau und die Modernisierung von Rotlichtradaranlagen) zu setzen.

„Es gibt zu denken, dass sich viele Unfälle an neuralgischen Kreuzungen trotz bestehender Verkehrslichtsignalanlagen auf Grund mangelnder Verkehrsdisziplin ereignen. In den vergangenen zwei Jahren gab es zum Beispiel mehr als 6.000 Anzeigen wegen Einfahrens in Kreuzungen trotz Rotlichts“, erläutert Luger.

Auch die Unfälle auf Schutzwegen müssten genau analysiert werden. „Oft ist man der Meinung, dass ein Zebrastreifen allein alle Probleme lösen kann. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten zur Optimierung der Verkehrssicherheit: Zum Beispiel die Schaffung zusätzlicher Aufstellflächen an den Straßenrändern, wenn dies baulich möglich ist, um die gegenseitigen Sichtbeziehungen zwischen PKW-LenkerInnen und FußgängerInnen zu verbessern. Auch die Adaptierung der Straßenbeleuchtung könnte im Individualfall Verbesserungen bringen“, so Luger.

Linzer Verkehrssicherheitsprogramm:

Leitlinien für weniger Tote, weniger Schwerverletzte und weniger Unfälle mit Personenschaden

Mit Beschluss des Stadtsenates vom 22. Dezember 2011 hat die Stadt Linz deshalb die Erstellung eines Maßnahmenkatalogs initiiert, der analog zum österreichischen Verkehrssicherheitsprogramm die Zukunft der Linzer Verkehrssicherheit bis zum Jahr 2020 detaillierter definieren soll. Mit diesem Verkehrssicherheitsprogramm werden Maßnahmen und Kampagnen entwickelt, die in den Folgejahren umgesetzt werden.

Zu den Zielen des österreichischen Verkehrssicherheitsprogramms, an dem sich auch das Linzer Programm orientieren wird, zählt eine Reduktion der Toten im Straßenverkehr um 50 Prozent, weiters 40 Prozent weniger Schwerverletzte und 20 Prozent weniger Unfälle mit Personenschaden bis zum Jahr 2020.

Auf Basis dieses Stadtsenatsbeschlusses Ende vergangenen Jahres wurde die Ausarbeitung eines wissenschaftlich fundierten Konzeptes bei der Forschungsgesellschaft Mobilität in Graz in Auftrag gegeben.

„Besonders den schwächeren VerkehrsteilnehmerInnen muss unser besonderer Schutz gelten“, formuliert Verkehrsreferent Vizebürgermeister Klaus Luger eines der wesentlichen Ziele des Linzer Verkehrssicherheitsprogramms. „Um dies zu erreichen, werden neben bewusstseinsbildenden Maßnahmen sicherlich auch punktuelle Geschwindigkeitssenkungen und verstärkte Verkehrsüberwachung durch die Polizei zu überlegen sein. Das Verkehrssicherheitsprogramm soll uns die erforderlichen Leitlinien dafür in die Hand geben und festschreiben, wo künftig die Prioritäten zu setzen sind“, fasst Verkehrsreferent  Vizebürgermeister Klaus Luger zusammen.

Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Verkehrsreferent Vizebürgermeister Klaus Luger zum Thema „Unfallstatistik Linz 2011“)


Ergänzende Informationen (PDF, 311 kB) (neues Fenster).

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