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Presseaussendung vom 06.09.2012

Mobilitätstag – eine europaweite Initiative

Ein internationaler Aktionstag im Rahmen der „Europäischen Woche der Mobilität“ von 16. bis 22. September 2012 setzt sich mit umweltbewusster Mobilität auf unterschiedliche Art und Weise auseinander. Am Samstag, 22. September 2012 von 10 bis 16 Uhr rückt die Klimabündnisstadt Linz am Hauptplatz den bewussten Umgang mit Mobilität in den Mittelpunkt.

Die „Europäische Woche der Mobilität“ ist mittlerweile weltweit die größte Kampagne für sanfte Mobilität. Im Jahr 2011 haben 2.267 Städte und Gemeinden aus 43 Ländern teilgenommen. Höhepunkt ist der europaweite „Autofreie Tag“ am 22. September. Das Klimabündnis koordiniert seit dem Jahr 2000 die Initiative in Österreich. Die Zahl der teilnehmenden Gemeinde steigert sich von Jahr zu Jahr und im vergangen Jahr nahmen 476 österreichische Städte und Gemeinden teil.

Aktionstag mit Information und Unterhaltung

Ein buntes Programm sorgt am internationalen „Mobilitätstag“ am 22. September für Spaß und Unterhaltung. Die LINZ LINIEN bieten Infos zum Öffentlichen Verkehr sowie zur Elektro-Mobilität und verlosen interessante Preise. Informationsstände, eine Fahrradversteigerung, ein Go-Kart-Parcours für Kinder und vieles mehr machen den Hauptplatz zum Treffpunkt für große und kleine BesucherInnen. 

Die Programmhighlights

Beginn 10 Uhr

Wer bis Mittag beim Info-Bus der LINZ LINIEN eine Gewinnkarte ausfüllt und abgibt, nimmt an der Verlosung teil.

ab 13 Uhr Besichtigung der Fundamtsräder
13.30 Uhr: Preisverlosung der LINZ LINIEN

Zu gewinnen gibt es:

  • 1 Megaticket – ein ganzes Jahr Mobilität mit der LINZ AG
  • 3 Wochenenden E-Mobilität mit einem Elektro-Auto
  • 11 Monatstickets

14.30 Uhr: Fahrradversteigerung
Umsteigen auf ein umweltfreundliches Verkehrsmittel leicht gemacht: 20 Bikes aus dem Fundbüro der Stadt Linz kommen unter den Hammer und können kostengünstig ersteigert werden.

10 – 16 Uhr
Segway Probefahrten
Zu einer kostenlosen Schnuppertour mit Begleitung sind Interessierte herzlich eingeladen. Bei einer Segway Fahrt kann die Umgebung sozusagen ganz leichtfüßig erkundet werden.

Kinderprogramm
Den ganzen Tag über sorgt ein buntes Kinder-Freizeitprogramm für die Unterhaltung der kleinen BesucherInnen. Hüpfburg, Astronautentrainer, Kinderschminken und ein Go-Kart-Parcours der Polizei Linz bieten für jedes Alter und jeden Geschmack das Richtige.

Informationsstände
Information zum Thema umweltfreundliche Mobilität und Klimaschutzmaßnahmen geben an diesem Tag die unterschiedlichsten Interessensgruppen. Vertreten sind das Klimabündnis Oberösterreich, die Initiative Fahrrad und die Mobilitätsberatung der Stadt Linz mit der Aktion „Linz fährt Rad“.

Rund ums Rad
Das Fahrradzentrum B7 bietet neben einem „Fahrrad-Fit“ auch die Codierung Ihres Fahrrades an. Dadurch ist es vor Diebstahl wesentlich besser geschützt. Die Selbsthilfewerkstatt bikekitchen Linz steht mit Rat und Werkzeug bereit. Damit kann das eigene Fahrrad repariert, gewartet oder umgebaut werden.

Europäische Woche der Mobilität

Linz beteiligt sich heuer wieder vom 16. bis 22. September an der „Europäischen Woche der Mobilität“, eine Aktion die sich zu einer wahrhaft europäischen Initiative entwickelt hat.

In der „Europäischen Woche der Mobilität“ soll die Bevölkerung bewusst die Vorzüge einer autofreien Umwelt erleben. Zu Fuß gehen, Rad fahren und öffentliche Verkehrsmittel bekommen den Raum, der ihnen zusteht. Die Initiative ist nicht als Einmalaktion zu verstehen, sondern soll zu einer langfristigen Änderung des Verkehrsverhaltens führen.

Auch in der oberösterreichischen Landeshauptstadt zeigen Aktionen rund um den internationalen Mobilitätstag Alternativen zum motorisierten Individualverkehr auf. Damit soll ein Anstoß gegeben werden, das persönliche Verkehrsverhalten kritisch zu überdenken.

Dementsprechend stehen auch heuer in Linz die Themen Rad fahren, neue Formen der E-Mobilität und der Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel im Vordergrund. Die Verlagerung vom motorisierten Individualverkehr hin zu alternativen Mobilitätsformen ist ein wesentlicher Beitrag zum Schutz der Umwelt. Ökologisch verträgliche Fortbewegungsarten erhalten mit der Vernetzung dieser Mobilitätsarten eine immer größere Bedeutung für die Lebensqualität einer Stadt.

Bewusstseinsbildende Maßnahmen

Schon seit Jahren betreibt die Stadt Linz – ressortübergreifend und sehr erfolgreich – aktive Mobilitätsberatung für die MitarbeiterInnen in Linzer Betrieben und in Schulen. Außerdem organisiert die Mobilitätsberatung die Aktion Linz fährt Rad. 

Linz fährt Rad

Den Umstieg vom motorisierten auf das umweltfreundliche Verkehrsmittel Fahrrad zu forcieren, ist ein weiterer Schwerpunkt in der städtischen Verkehrspolitik. Ein wichtiges Unterstützungsprojekt dazu ist die Aktion „Linz fährt Rad“, die nun schon seit mehreren Jahren durchgeführt wird.

Dabei verzichten MitarbeiterInnen der Unternehmensgruppe Linz (Magistrat, AKh, LINZ AG, LIVA), der Landesregierung, aus fünf weiteren Linzer Krankenhäusern sowie aus Linzer Firmen und Organisationen auf das Auto für ihren Arbeitsweg. Im Zeitraum von 26. März bis 31. Oktober 2012 treten Dreier-Teams an. Ihre gemeinsame Kilometerleistung entscheidet schlussendlich über das SiegerInnen-Team, das mit Preisen belohnt wird.

Ein Gewinn ergibt sich dabei vor allem für die Stadt Linz. Im vergangenen  Jahr nahmen 195 Teams von insgesamt 29 Betrieben/Spitälern teil. Die Gesamtsumme der mit dem Fahrrad zurückgelegten Arbeitswege belief sich während der Radaktion 2011 in Summe auf 515.647 Kilometer. Dies entsprach einer CO2-Einsparung von rund 98 Tonnen. Diese Emissionen wären freigesetzt worden, wenn die TeilnehmerInnen auf dem Weg zur Arbeit das Auto benützt hätten.

Kindermeilenkampagne 2012

Seit vielen Jahren werden in der oberösterreichischen Landeshauptstadt mit Aktionen rund um den internationalen Mobilitätstag Alternativen zum motorisierten Individualverkehr aufgezeigt. Da dem Verkehr immerhin rund ein Drittel der Kohlendioxidbelastung sowie Hauptteile der Feinstaub und Stickstoffdioxidbelastungen zuzuschreiben ist, sollen den AutofahrerInnen umweltfreundliche Alternativen näher gebracht und somit ein Umdenken erreicht werden.

Um ein Bewusstsein dafür zu schaffen, lädt die Linzer Umweltstadträtin jedes Jahr Linzer Volks- und HauptschülerInnen zur Teilnahme an der aktuellen Klimabündnis-Aktion ein. Auch heuer wieder sind zu Schulbeginn alle Linzer PflichtschülerInnen aufgerufen, an der Kindermeilenkampagne 2012 des österreichischen Klimabündnisses teilzunehmen. Kinder und Jugendliche in ganz Europa sind aufgefordert, ihren Schulweg umweltfreundlich zurückzulegen. Jeder mit Bahn, Bus, Roller, Fahrrad oder zu Fuß bewältigte Schulweg wird mit einer „Klimameile“ belohnt.

In Linz sind alle öffentlichen Pflichtschulen eingeladen, an dieser Aktion teilzunehmen und fleißig „Klimameilen“ bis zum Einsendeschluss der Kampagne am 12. November 2012 zu sammeln. Gewinnen wird diesmal jene Schule, die pro SchülerIn die meisten Klimameilen auf ihrem Konto verbuchen kann. Als Gewinn lockt auch heuer wieder ein Sparbuch der Sparda-Bank im Wert von 500 Euro.

Für die Linzer Umweltstadträtin ist die Kindermeilenkampagne wichtig, damit Kinder lernen, sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen und dabei zusätzlich noch Umwelt und Klima zu schonen.

Öffentlicher Verkehr in Linz: mehr als 100 Millionen Fahrgäste im laufenden Betriebsjahr

Damit möglichst viele Menschen die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen, muss ein attraktives, an die Bedürfnisse der Fahrgäste angepasstes Angebot zur Verfügung stehen. Der derzeitige hohe Standard beim öffentlichen Verkehr in Linz konnte nur durch enorme Investitionen erreicht werden. Um auch in Zukunft den steigenden Anforderungen gerecht zu werden, sind auch in den nächsten Jahren hohe Investitionen notwendig.

Mit 24 Prozent weist Linz bereits heute im öffentlichen Personen-Nahverkehr (mit Ausnahme von Wien) den höchsten Anteil am Gesamtverkehr österreichweit auf. Wien hat aufgrund des U-Bahn-Betriebs einen atypischen ÖV-Anteil und kann daher nicht zu Vergleichszwecken herangezogen werden. Das bedeutet, dass die LinzerInnen im Vergleich zu BewohnerInnen anderer Landeshauptstädte vermehrt Straßenbahn und Bus für Fahrten im Nahgebiet verwenden.

Die LINZ LINIEN erwarten im laufenden Geschäftsjahr eine Steigerung der Passagierzahlen um ein Prozent (verglichen mit 99,5 Millionen Fahrgästen im Geschäftsjahr 2011) auf eine neue Rekordpassagierfrequenz von 100,5 Millionen Fahrgästen. 1970 waren es noch weniger als die Hälfte, nämlich 42 Millionen Fahrgäste.

Dieser Sprung nach oben resultiert nicht zuletzt aus der Fertigstellung der im August 2011 eröffneten Straßenbahnlinie auf das Harter Plateau, die heuer auf die Passagierzahl voll durchschlägt. Allein seit der Eröffnung vor fast einem Jahr wurde die Linie 3 von fast drei Millionen Fahrgästen frequentiert. Auch sonstige Angebotsverbesserungen, zum Beispiel Linienadaptierungen bei den Nachtlinien, "WLAN in der Tram” und vieles mehr sowie die Verkaufszahlen bei den Fahrkarten tragen zu den gestiegenen Erwartungen der LINZ LINIEN bei der Passagierfrequenz bei.

Neben der vom Land Oberösterreich zu beauftragenden Straßenbahnverlängerung nach Traun kommt der Detailplanung für die zweite Straßenbahnachse durch Linz der zentrale Stellenwert für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs zu.

Attraktives Angebot

Neben dem qualitativen und quantitativen Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln in der Landeshauptstadt sind es vor allem auch die zahlreichen Fahrkarten-Produkte, die die Benützung der Verkehrsmittel für alle Zielgruppen kostengünstig ermöglicht. Besonders erwähnenswert sind dabei das Jobticket (eine günstige Monatskarte für Berufstätige) sowie das Aktivpass-Ticket, das um nur 10 Euro InhaberInnen des städtischen Aktivpasses die Nutzung des LINZ LINIEN-Netzes erlaubt.

Moderne umweltfreundliche Busse für öffentlichen Verkehr

Der Einsatz von gasbetriebenen Bussen in Ballungsgebieten bringt erhebliche Umweltvorteile, denn die Abgasemissionen sinken beim Einsatz von Gas enorm. Seit September 2007 sind im Linzer Stadtgebiet die ersten Gasbusse im öffentlichen Nahverkehr im Einsatz. Vorraussetzung für den reibungslosen Betrieb der neuen Busflotte mit Erdgas und Biogas war die Betankung auf dem Areal der LINZ AG. Daher wurde eine eigene Tankstelle errichtet, die laut Hersteller die derzeit modernste und größte Gastankstelle in Europa ist.

Auch die Dieselbusflotte wurde vollständig erneuert. Insgesamt 86 Gelenk- und Solobusse stehen zur Verfügung. Die LINZ AG setzt damit am Umwelt- und Innovationssektor neue, richtungweisende Akzente in Europa.

Überblick über das LINZ LINIEN-Verkehrsnetz:

Heute umfasst das 190 Kilometer lange LINZ LINIEN-Netz 3 Straßenbahn-, 22 Autobus-, 4 Obuslinien und eine Bergbahn. Der moderne Fuhrpark zählt derzeit 164 Fahrzeuge, die alle – ausgenommen die vier revitalisierten Bergbahnwagen und die drei Altfahrzeuge, die1985 in Betrieb genommen wurden – Niederflurfahrzeuge sind.
Die LINZ LINIEN betreiben die Straßenbahn Linz, die Pöstlingbergbahn, den Oberleitungsbus Linz und die städtischen Omnibus-Linien. Die LINZ LINIEN beschäftigen derzeit insgesamt 529 MitarbeiterInnen. 

Einsatz von Hybrid-Bussen im Testbetrieb

Als erster Verkehrsbetrieb in Österreich testeten die LINZ LINIEN auch den Einsatz von Hybrid-Bussen. Nach der Umstellung der Dieselbusse auf Gasbusse gilt es nun, auch beim ÖV den verstärkten Einsatz der E-Mobilität mit modernster Hybrid-Technik zu überlegen.

Über 400 Millionen Euro Investitionen in Öffentlichen Verkehr in den nächsten zehn Jahren

Der Ausbau des Öffentlichen Verkehrs war und ist mit hohen Investitionskosten verbunden. Seit dem Jahr 2000 wurden insgesamt über 440 Millionen Euro in den Ausbau und Attraktivierung des ÖV in Linz investiert.

Maßgebliche Projekte dabei waren:

  • die Straßenbahnverlängerung Ebelsberg 
  • die Unterfahrung Hauptbahnhof 
  • die Verlängerung zur solarCity Pichling 
  • die Revitalisierung und Verlängerung der Pöstlingbergbahn 
  • die Straßenbahnverlängerung zum Harter Plateau mit neuem Remisenhof 
  • die Erneuerung von Fuhrpark und Fahrscheinautomaten 
  • die Einführung eines neuen Betriebsleitsystems und Erneuerung der dynamischen Fahrgastanzeige

Trotz aller Maßnahmen in der Vergangenheit weist der ÖV im Großraum Linz Schwachstellen auf. Ein hohes Verkehrsaufkommen und die dynamische Stadtentwicklung erfordern neue Lösungen für unterschiedliche Problembereiche. Die Stadt Linz entwickelt in enger Zusammenarbeit mit den LINZ LINIEN zahlreiche Projekte, um auch künftig die steigenden Anforderungen an den ÖV gerecht zu werden.

Die wichtigsten künftigen Verkehrsprojekte

Neue Schienenachse Linz – Sondersitzung des Verkehrsausschusses

Die zentrale Rolle für das Linzer ÖV-System nehmen die Planungen für eine 2. Straßenbahnachse ein. Die voraussichtlichen Kosten für dieses Projekt betragen rund 353 Millionen Euro. Bis Ende Jänner 2013 soll mit dem Land Oberösterreich das Einvernehmen über die Trassenführung im nördlichen Streckenabschnitt Urfahr gefunden werden. Zu diesem Thema findet morgen eine Sondersitzung des Verkehrsausschusses statt.

Straßenbahnverlängerung bis Traun

Der nächste Bauabschnitt der Verlängerung der Straßenbahnlinie 3 führt von der Endhaltestelle des ersten Bauabschnitts Harter Plateau bis Traun. Für die 4,3 km lange Strecke sind 30 Millionen Euro Errichtungskosten und 11 Millionen Euro für Grundeinlösungen veranschlagt, Bauherr ist das Land  Oberösterreich.

Straßenbahnverlängerung nach Pichling

Zu den wichtigen Projekten zur Attraktivierung des Öffentlichen Verkehrs in Linz zählt auch die geplante Verlängerung der Straßenbahn zum Pichlinger See. Das Projekt umfasst zwei Etappen. In einer ersten Etappe ist die Anbindung des Südparks geplant, in einer weiteren die Führung der Linie 2 bis zu einem künftigen Verkehrsknotenpunkt beim Bahnhof Pichling in der Nähe des Pichlinger Sees. Derzeit sind die Rechts- und Bewilligungsverfahren sowie Grundstückseinlösungen anhängig.

23 neue Cityrunner

Bis 2013 werden 16 neue City-Runner alle alten 10-Achser-Straßenbahnen ablösen. Für den Betrieb der neuen, verlängerten Strecken zum Harter Plateau werden sieben zusätzliche Niederflurstraßenbahnen benötigt. Die Investitionskosten für alle City-Runner werden 69 Millionen Euro betragen. Im September wird der letzte neue City-Runner nach Linz geliefert werden.

Grundlagen für Elektromobilität

Um die Entwicklung der E-Mobilität im urbanen Raum zu fördern, wurde auf Initiative von Umweltstadträtin Mag.a Eva Schobesberger eine Arbeitsgruppe aus ExpertInnen des Magistrats und der LINZ AG eingerichtet. Ziel ist die Bewusstseinsbildung für E-Fahrzeuge und zusätzlich sollen Strategien zum Ausbau der E-Mobilität in der oberösterreichischen Landeshauptstadt entwickelt werden.

Der schrittweise Ersatz von Verkehrsmitteln mit Verbrennungsmotoren durch Elektro-Fahrzeuge soll in den kommenden Jahrzehnten die Abhängigkeit vom Erdöl reduzieren. Vor allem auch auf Grund steigender Treibstoffpreise wird die E-Mobilität am Markt langfristig konkurrenzfähiger. Dies zeigt auch die Anzahl der jüngsten Neuentwicklungen der Autoindustrie, wobei der Trend in Richtung zu mehr Reichweite auf Grund modifizierter Antriebssysteme und zur Trennung von Batterien und Fahrzeugen bei Anschaffung und Wartung läuft.

Elektromobilität ist zwar noch Zukunftsszenario, dennoch ist Linz auf dem Weg Rahmenbedingungen dafür zu schaffen. Eine der Säulen bei der Unterstützung der E-Mobilität durch die Stadt Linz und die LINZ AG ist der Ausbau der Infrastruktur für E-Fahrzeuge. Die stadteigene LINZAG errichtet an zentralen Standorten im Linzer Stadtgebiet sowie an touristisch frequentierten Orten laufend Stromtankstellen, an denen ein- und mehrspurige Elektrofahrzeuge aufgeladen werden können.

Linz hat dichtestes Netz an Stromtankstellen – bisher 521 Ladespots

Derzeit sind 65 der insgesamt 92 E-Ladestandorte für einspurige Fahrzeuge (E-Mopeds und E-Bikes) konzipiert und der Versorgungsgrad bzw. die Ausbaudichte ist in diesem Bereich bereit sehr hoch bzw. hat fast einen Sättigungsgrad erreicht. Dazu kommt, dass gerade in jüngster Zeit vor allem in der Autoindustrie zahlreiche Neuentwicklungen realisiert wurden, die in absehbarer Zeit zwar keinen Boom, aber doch eine deutliche Steigerung bei den E-Automobilen erwarten lassen. Allein heuer kommen acht verschiedene neue Modelle führender Automarken auf den österreichischen Markt, mit Reichweiten, die zwischen 80 km bei reinen E-Mobilen bis zu 500 km (bei Autos mit Reichweitenverlängerung mittels Strom erzeugender Hilfsmotoren) liegen.

Derzeit sind nur 20 E-Mobile auf Linzer Straßen unterwegs. Dies ist eine Zahl, die wahrscheinlich relativ rasch ansteigen wird. In Zukunft wird daher in Linz besonders der Ausbau der Ladesäulen für Autos intensiviert.

Die Stadt Linz beziehungsweise die LINZ AG fördert nicht nur Elektromobile durch die Errichtung von eigenen Ladestationen, sondern tritt auch für die Errichtung von Stromtankstellen für diese umweltfreundlichen Fortbewegungsmittel beim Wohnungsneubau ein.

Derzeit sind in der oberösterreichischen Landeshauptstadt über 700 Elektrofahrzeuge im Einsatz. Neben den E-Bikes und Elektro-Scootern sind aktuell allerdings nur 20 Elektroautos in Betrieb. Diese Zahl könnte sich allerdings steigern, sobald sich die Technik der Autos weiterentwickelt.

Die LINZ AG ist bei der Errichtung von Stromtankstellen bundesweit führend. So wurden im Großraum Linz bisher insgesamt 92 E-Ladestationen errichtet, bei denen an 521 Ladespots E-Fahrzeuge „aufgetankt“ werden können. Linz verfügt damit nun über das größte und dichteste Netz an E-Tankstellen in ganz Österreich.

E-Ladecenter der LINZ AG

Die Benützung der E-Ladestationen ist bisher kostenlos. Sie könnten später, falls eine Verrechnung des entnommenen Stroms erfolgt, mit Bankomatkarten betrieben werden, von denen dann der Betrag abgebucht wird.

Die modernste Ladestation der LINZ AG befindet sich im Landesdienstleistungszentrum, wobei diese aus einer zentralen Ladestation mit derzeit 12 Ladestellen besteht, die auf bis zu 48 Ladespots erweitert werden kann, so dass künftig bis zu 48 Fahrzeuge gleichzeitig mit Strom „betankt“ werden können.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Verkehrsreferent Vizebürgermeister Klaus Luger und Umweltreferentin Stadträtin Mag.a Eva Schobesberger zum Thema „Mobilitätstag am 22. September 2012“)

Für Medienanfragen:
Silvia Kremsner  Tel.: +43 732 7070 1372

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