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Presseaussendung vom 07.09.2012

Studienvergleich zur 2. Schienenachse im Linzer Verkehrsausschuss

Arbeitsgruppe mit Land OÖ für Urfahraner Teil der Schienenachse befürwortet

Die zweite Straßenbahnachse ist für die Stadt Linz zur Bewältigung des öffentlichen Verkehrs unverzichtbar. Eine Studie im Auftrag des Landes Oberösterreichs stellte die Planungen wie auch die Kosten der LINZ LINIEN zum Teil in Frage. Bei einem Gespräch zwischen Landesrat Reinhold Entholzer, Bürgermeister Franz Dobusch, Vizebürgermeister Klaus Luger und Verkehrsexperten wurde bekanntlich Freitag vergangener Woche die weitere Vorgehensweise besprochen. Diese, wie auch der Studienvergleich, wurden in einem Sonder-Verkehrsausschuss der Stadt Linz heute den Fraktionen präsentiert.

„Die Studie beinhaltet zahlreiche Punkte, die für die Experten der Stadt nicht nachvollziehbar sind. Der gemeinsame Fahrplan mit dem Land sieht vor, diese bis Jänner zu klären. Um weitere Verzögerungen zu vermeiden, werden wir die Einreichplanungen für die Trassenführung zwischen Bulgariplatz und Frachtenbahnhof, welche außer Streit steht, schon jetzt beauftragen“, sagt Verkehrsreferent Vizebürgermeister Klaus Luger im Anschluss an den Sonder-Verkehrsausschuss.

Experten der Stadplanung Linz und der LINZ LINIEN präsentierten die Studie, die das Land Oberösterreich zur 2. Linzer Schienenachse in Auftrag gegeben hat, heute den Mitgliedern des Verkehrsausschusses. Zahlreiche Punkte darin sind für die Fachleute nicht nachvollziehbar und zum Teil nur mit Verschlechterung für den restlichen Verkehrsfluss umsetzbar. Anlass zur Diskussion ist unter anderem der Bereich Hinsenkamplatz, bei dem eine Haltestellenverlegung den Individualverkehr über die Nibelungenbrücke, vor allem in den Morgenstunden, massiv behindern würde. Eine oberirdische Trassenführung durch die Hauptstraße und der Kreuzung Hauptstraße/Kaarstraße erzeuge ebenso Beeinträchtigungen, darunter den Abbruch der bestehenden Eckhäuser oder Lärmbelästigung durch die Straßenbahn wegen eines extrem engen Kurvenradius. Die vom Land vorgeschlagene Schaffung einer Fußgängerzone in der Hauptstraße wird von den Wirtschaftstreibenden vor Ort abgelehnt.

Der Studienvorschlag, die Trasse nach der Eisenbahnbrücke quer durch das Tabakfabrik-Areal zu führen, war bereits nach der Besprechung vergangene Woche bei Landesrat Entholzer vom Tisch. 

Die weitere Vorgehensweise, die auch von den Linzer Gemeinderatsparteien mitgetragen wird, besteht nun aus drei Punkten:

  • Bis Ende Jänner 2013 soll eine Expertengruppe von Stadt und Land die ober- oder unterirdische Trassenführung des Urfahraner Teils nochmals hinterfragen und so zu einer entscheidungsfähigen Grundlage gelangen.
  • Die Trasse von der Eisenbahnbrücke bis zum Bulgariplatz ist grundsätzlich akzeptiert. Aufgrund eines technischen Aspekts wurde jedoch vom Land gewünscht, dass die Untertunnelung bereits zwischen dem AKh und Design Center endet und damit die Regiotram dort schon oberirdisch fährt. 
  • Die teilweise stark abweichenden Finanzberechnungen sollen ebenfalls nocheinmal exakt überprüft werden.

Wesentlich für die Stadt Linz sei, dass sich sowohl Landesrat Reinhold Entholzer sowie Landesrat Franz Hiesl eindeutig für die 2. Schienenachse in Linz ausgesprochen und auch eine Finanzierungszusage gemacht haben.

„Seit 2004 laufen bei den LINZ LINIEN die Planungsarbeiten an der 2. Schienenachse, 16 unterschiedliche Trassenvarianten wurden dabei ausgearbeitet und in Betracht gezogen. Die vom Gemeinderat beschlossene Trasse ist das Ergebnis von Experten und steht für eine sinnvolle Gesamtlösung des Öffentlichen Verkehrs im Raum Linz. Wir sind übezeugt, dass sich bei den Arbeits- und Detailgesprächen mit dem Land unser Projekt als verkehrstechnisch wie auch kostenmäßig effizient herausstellt“, ist Luger überzeugt.      

 

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