Die Workshops dazu finden an der Neuen Mittelschule HS 18, Dr.-Karl-Renner-Schule und an der Neuen Mittelschule HS 15, Leonardo da Vinci Schule statt. Im Mittelpunkt stehen die Themen Partnerschaft, Beziehungen und vor allem der Umgang mit Gewalt. Vom Frauenbüro der Stadt Linz eingeladen sind Mädchen und Burschen der 3. und 4. Klassen, die von ExpertInnen der Informationsstelle gegen Gewalt/AÖF (Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser) und vom Verein Poika (Verein für gendersensible Burschenarbeit in Erziehung und Unterricht) betreut werden.
„Die Realität zeigt, dass das Thema Gewalt gar nicht früh genug aufgegriffen werden kann. Die Workshops in den Linzer Schulen sind eine Möglichkeit für Jugendliche, sich differenziert und altersgerecht mit dieser sensiblen Thematik auseinanderzusetzen“, so Bildungsstadträtin Mag.a Eva Schobesberger.
In einem ersten Modul geht es um wertschätzende und respektvolle Beziehungen. Im Mittelpunkt stehen die Auseinandersetzung mit Werten und Einstellungen, die Orientierung, was „respektvolle intime Beziehungen“ sind und das Erkunden und Aussprechen von eigenen Wünschen, Bedürfnissen und Gefühlen in einer Liebesbeziehung. Auch die Konfliktfähigkeit soll bei diesem Workshop gefördert werden.
In dem anschließenden zweiten Modul sind Partnerschaftsgewalt und die Gewalt in intimen Teenagerbeziehungen das Thema. Die Vortragenden wollen sensibilisieren und über Warnzeichen von Beziehungsgewalt informieren. Dabei wird auch über Formen, Intentionen, Dynamik und Folgen von Gewalt gesprochen. Für die Jugendlichen sollen vor allem Zusammenhänge von Geschlechterrollen und Beziehungsgewalt klar ersichtlich gemacht werden.
Die Klasse der Leonardo da Vinci Schule besucht im Anschluss an den Workshop noch das Linzer Frauenhaus beziehungsweise die Männerberatungsstelle.
Bereits im vergangen Jahr hat es anlässlich des Equal Pay Day in der Linzer Volkshochschule das kostenlose Seminar „Heartbeat – Herzklopfen“ für LehrerInnen, SozialarbeiterInnen und MitarbeiterInnen in Jugendeinrichtungen gegeben. Basierend auf einem EU-Projekt und dem entsprechenden Handbuch wurden Hintergrundwissen und Methoden, wie mit Jugendlichen Gewalt thematisiert und aufgearbeitet werden kann, geboten.
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