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Presseaussendung vom 23.10.2012

Ergebnis der BürgerInnenbefragung zum Thema Parkplätze

Einschätzung der Parkplatzsituation in Linz hat sich verbessert

Bei der aktuellen BürgerInnenbefragung 2011 waren 45.000 Linzer Wahlberechtigte zum Mitmachen eingeladen. Dabei wurde auch nach der persönlichen Einschätzung der Parkplatzsituation, nach Veränderungen gegenüber vergangenen Jahren und danach gefragt, wie viel man bereit wäre, für Garagenparkplätze in der Nähe des Wohnorts auszugeben.

„Im Vergleich zu den Jahren 1999 und 2004 haben sich mit einem Zufriedenheitsgrad von zuletzt 49 Prozent bei der Einschätzung der Parkplatzsituation in Wohnungsnähe sowohl tagsüber als auch während der Abend- und Nachtstunden Verbesserungen ergeben, obwohl die Zahl der PKW in den vergangenen Jahren um rund sieben Prozent gestiegen ist“, informiert Verkehrsreferent Vizebürgermeister Klaus Luger über die Ergebnisse.

Die Resultate dürften neben der gezielten Parkraumbewirtschaftung auf den vermehrten Bau von Tiefgaragen und Bewohnerparkgaragen sowie auf die Möglichkeit der Inanspruchnahme der von der Stadt Linz ausgegebenen Bewohnerparkkarten zurückzuführen sein.

45.000 LinzerInnen wurden befragt

Insgesamt wurden rund 45.000 Linzerinnen und Linzer  zwischen 16 und 80 Jahren ab Ende September 2011 vom Linzer Amt für Stadtforschung (SFL) über ihre Meinung zu verschiedenen kommunalen Themen befragt.  

Befragung erfolgte online und Auswertung strikt anonym

Die Umfrage selbst wurde als Internet-Befragung anonym durchgeführt. Ein wesentliches Ziel der BürgerInnenbefragung ist es, eine Grundlage für Entscheidungen von Politik und Verwaltung sowie für künftige Planungen zu schaffen.

Ein Großteil der Themen aus den vorangegangenen BürgerInnenbefragungen 1995, 1999 und 2004 wurde wieder aufgegriffen, um Langzeittendenzen ablesen zu können und reelle Vergleichsmöglichkeiten zu schaffen, so auch die Fragen zur Parkplatzsituation. Die Ergebnisse erhalten durch diese Zeitreihe eine besondere Aussagekraft.

Insgesamt haben über 9.100 Personen geantwortet, das sind rund 20 Prozent der angeschriebenen LinzerInnen.

Fragen zur Parkplatzsituation

Insgesamt acht Fragestellungen im Rahmen der BürgerInnenbefragung 2011 betrafen die aktuelle Parkplatzsituation. Hier haben sich die Umfragewerte im Vergleich zu früheren BürgerInnenbefragungen generell verbessert.

Parkplatzsituation in Wohnungsnähe tagsüber:

Gleich bleibende Zufriedenheit bei stark gestiegener Anzahl der KFZ

Mit 49 Prozent (verglichen mit 47 Prozent im Jahr 2004 bzw. 48 Prozent im Jahr 1999) ist weiterhin die Hälfte der Befragten mit der Parkplatzsituation im Wohngebiet zufrieden, dies trotz der gestiegenen Zahl der in Linz gemeldeten KFZ.

Derzeit sind in Linz rund 97.000 PKW gemeldet, verglichen mit rund 90.000 im Jahr 1999 und 91.000 im Jahr 2004. Entsprechend hat sich auch die Zahl der PKW pro Haushalt geändert.

Kraftfahrzeugbestand

An Stelle von 23 Prozent der Haushalte im Jahr 1999 und 24 Prozent im Jahr 2004 verfügen in Linz nach Angaben der Befragten nun bereits 27 Prozent der Haushalte über zwei PKW. 55 Prozent (1999: 59 Prozent, 2004: 60 Prozent) haben pro Haushalt einen PKW in der Garage oder auf dem Parkplatz stehen, vier Prozent der Haushalte (in den vorangegangenen Jahren zwei Prozent) verfügen sogar über drei oder mehr PKW.

Nur zehn Prozent der Haushalte (1999: 14 Prozent, 2004:12) haben kein Auto.

13 Prozent der Befragten sind mit der Parkplatzsituation unzufrieden, 12 Prozent sehr unzufrieden. Der Anteil der Unzufriedenen blieb mit minimalen Abweichungen verglichen mit 2004 und 1999 in Summe fast gleich.

Veränderungen der Parkmöglichkeiten in Wohnungsnähe tagsüber:

Zufriedenheit insgesamt höher als 2004

Die LinzerInnen wurden auch danach gefragt, ob sich die Parkmöglichkeiten tagsüber in Wohnungsnähe in den vergangenen drei Jahren verbessert haben. Diese Frage wurde dieses Mal von 31 Prozent verneint, 2004 waren es noch 40 Prozent. Für 60 Prozent ist die Situation gleich geblieben, drei Prozent stellten eine Verbesserung fest, sechs Prozent machten dazu keine Angaben. Verglichen mit den Jahren 2004 und 1999 bedeutet dies eine Verbesserung des Gesamtbilds.

Dieser trotz der gestiegenen KFZ-Zahl eruierte Gesamteindruck bei den Befragten dürfte neben der forcierten Parkraumbewirtschaftung auf den vermehrten Bau von Tiefgaragen und Bewohnerparkgaragen sowie auf die Möglichkeit der Inanspruchnahme der von der Stadt Linz ausgegebenen Bewohnerparkkarten zurückzuführen sein. 

So gibt es in Linz bereits fast 9.000 öffentliche Parkgaragenplätze an 29 Standorten, allein seit der BürgerInnenbefragung 2004 sind mehr als 3.600 Tiefgaragenplätze dazu gekommen. Weiters gibt es aktuell rund 6.950 Kurzparkplätze in zentralen Gebieten.

Parkplatzsituation in Wohnungsnähe abends bzw. nachts:

Ebenfalls gestiegene Zufriedenheit

Eine positive Tendenz ergab auch die Fragestellung nach der Parkplatzsituation in Wohnungsnähe abends beziehungsweise nachts:

42 Prozent der Befragten (verglichen mit 38 Prozent im Jahr 2004 bzw. 40 Prozent im Jahr 1999) sind mit der Parkplatzsituation im Wohngebiet zufrieden. 15 Prozent der Befragten sind mit der Parkplatzsituation unzufrieden, 17 Prozent sehr unzufrieden. Der Anteil der Unzufriedenheit hat sich verglichen mit 2004 um drei Prozent vermindert und blieb gegenüber 1999 nahezu konstant.

Parkmöglichkeiten in Wohnungsnähe – Veränderung abends beziehungsweise nachts ebenfalls als negativ empfunden

55 Prozent beantworteten die Frage, ob sich die Parkmöglichkeiten in Wohnungsnähe abends und nachts in den vergangenen drei Jahren gleich geblieben sind, mit Ja. 37 Prozent sagten, sie hätten sich verschlechtert.

2004 und 1999 antworteten jeweils 46 Prozent mit ja beziehungsweise 43 Prozent (2004) und 41 Prozent (1999) mit nein.

Mehr Kontrolle - ja oder nein?: 61 Prozent für bisherige Regelungen

Ein Viertel der LinzerInnen wünscht sich mehr Kontrolle der Halte- und Parkverbote bzw. Kurzparkzonen in ihrer Wohngegend, 61 Prozent meinen, es möge wie bisher kontrolliert werden und acht Prozent sprachen sich für weniger Kontrolle aus. Verglichen mit 2004 bedeutet dies nahezu keine beziehungsweise nur marginale Veränderungen.

Parkgarage in Wohnungsnähe: gleichbleibendes Interesse seit 12 Jahren

Die Frage nach dem Interesse an einer Parkgarage in Wohnungsnähe wurde, so wie 1999 und 2011, von einem Viertel der Befragten mit Ja beantwortet, 70 Prozent gaben ebenso wie im Jahr 2004 (zum Vergleich 1999: 67 Prozent) an, persönlich keine Parkgarage in Wohnungsnähe zu haben.

Daraus abgeleitet wurde die nächste Frage zum Verkehrsbereich, nämlich wie viele Personen bereit wären, für einen Platz in einer Parkgarage zusätzliche Kosten in Kauf zu nehmen.

Kosten für einen Garagenparkplatz

Die Fragestellung lautete: Wären Sie an einem Parkplatz in einer neu errichteten Parkgarage in Wohnungsnähe interessiert und wie viel wären Sie bereit, für einen Platz in dieser Parkgarage monatlich höchstens zu bezahlen?

27 Prozent der befragten LinzerInnen und damit wesentlich mehr als im Jahr 2004 (16 Prozent) und im Jahr 1999 (8 Prozent) wären bereit, für einen Parkplatz in einer Parkgarage monatlich 50 bis zu 60 Euro auszugeben, 18 Prozent (zum Vergleich 2004: sieben Prozent und 1999: fünf Prozent) würden monatlich sogar mehr als 60 Euro dafür zahlen.

Derzeit könnten sich weiters 14 Prozent der Befragten vorstellen, 40 bis 50 Euro monatlich für einen Garagenparkplatz zu investieren. 18 Prozent hätten dafür 30 bis 40 Euro, 12 Prozent 20 bis 30 Euro und acht Prozent weniger als 20 Euro übrig.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Verkehrsreferent Vizebürgermeister Klaus Luger zum Thema „Detaillierte Auswertung der Ergebnisse der Linzer BürgerInnenbefragung zur Parkplatzsituation“)


Ergänzende Informationen (PDF, 1,3 MB) (neues Fenster).

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Robert Hubmann  Tel.: +43 732 7070 1367


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