In zwanzig Jahren Substandardwohnungen auf ein Viertel reduziert
Rund ein Viertel der rund 18.000 Mietwohnungen der GWG wies vor zwanzig Jahren noch Substandard (Kategorie D nach dem Mietrechtsgesetz) auf oder war sanierungsbedürftig.
Rund 1.700 Wohneinheiten waren davon „echte“ Substandardwohnungen im Sinne des Mietrechts, verfügten also weder über eigene Bäder beziehungsweise Toiletten oder über eine Zentralheizung.
Seit 1990 wurden von der GWG darüber hinaus insgesamt rund 5.000 Wohnungen gleichsam auf Neubaustandard gebracht. Damit hat die GWG ihre „Hausaufgaben“ im Hinblick auf die Sanierung des alten Wohnungsbestands weitestgehend erfüllt.
Heute weisen nur noch 105 Wohneinheiten der GWG Substandardniveau auf, das ist ein verschwindender Anteil von 0,58 Prozent des gesamten Wohnungsbestands. Diese Wohnungen befinden sich überwiegend an der Derfflingerstraße und im Franckviertel. Diese Wohneinheiten sind hauptsächlich aus baulichen Gründen nicht mehr sanierungsfähig und müssen großteils auf längere Sicht abgerissen werden.
Im heurigen Jahr setzt die GWG mehr als 27 Millionen Euro für Sanierungen und damit für die Hebung der Wohnqualität ein. Dies sichert zudem ca. 300 Arbeitsplätze in der Bauwirtschaft.
Die Substandardwohnungen in Linz liegen hauptsächlich in innerstädtischen Bereichen in Privatobjekten, die großteils noch vor dem ersten Weltkrieg oder in der Zwischenkriegszeit errichtet wurden. Ein Einbau von zeitgemäßen Sanitäranlagen ist dort auf Grund der bestehenden Raumstrukturen sehr aufwändig beziehungsweise entsprechend teuer. So kommt es dazu, dass diese Wohnungen zwar relativ groß sind und auch großzügige Raumhöhen aufweisen, sich aber Bad und Toilette oft noch am Gang befinden.
In Wien beispielsweise sind diese typischen „Bassenabauten“ aus der Gründerzeit noch relativ weit verbreitet. Dem entsprechend liegt dort der Anteil der Substandardwohnungen bei etwa 5 Prozent.
Ist eine Sanierung aus Kostengründen nicht mehr sinnvoll, errichtet die GWG moderne und leistbare Neubauten, wie aktuell in der Neubauzeile im Stadtteil Neue Heimat. Mit der Errichtung dieser neuen Wohnanlage gilt das Substandardbeseitigungsprogramm der GWG als abgeschlossen.
Die GWG setzt gleichzeitig alles daran, die Wohnqualität in den bestehenden „alten“ Wohnanlagen weiter zu heben. Allein heuer stehen für Großinstandhaltungen und Wohnumfeldverbesserungen der GWG insgesamt mehr als 27 Millionen Euro zur Verfügung. Neben der Verbesserung des Wohnstandards durch Fassadensanierung und der Renovierung von Kellern und Dachböden, der Erneuerung der Fenster und dem Lifteinbau gewinnt die Hebung der Wohnqualität durch Loggien und Balkone zusehends an Bedeutung.
Dieses Investment wirkt sich in hohem Maß konjunkturbelebend aus. Die Bauaufträge in Linz kommen besonders den regionalen Unternehmen zugute. Man schätzt, dass allein durch die laufenden Standardanhebungsmaßnahmen heuer rund 320 Arbeitsplätze im Großraum Linz zusätzlich gesichert werden können.
„Die Standardanhebung ist letztlich eine sozialpolitische Herausforderung. Wir wollen, dass auch einkommensschwächere LinzerInnen in den Genuss einer zeitgemäßen Wohnqualität kommen“, rückt GWG-Aufsichtsratsvorsitzender und Sozialreferent Vizebürgermeister Klaus Luger die sozialen Aspekte der baulichen Maßnahmen der GWG in den Vordergrund.
Die umfassenden Aktivitäten der GWG zur Standardanhebung und Substandardbeseitigung begannen Anfang der 1990er Jahre. Damals wurde ein groß angelegtes Standardanhebungs-Programm gestartet, um rund 1.700 Wohneinheiten zu modernisieren. In einer ersten Phase bildete das Franckviertel den Schwerpunkt. Viele der GWG-Bauobjekte im Rahmen des Sanierungsprogramms stammten aus den 1920er und 1930er Jahren. Sie galten zum Zeitpunkt der Errichtung als modern. In Bezug auf heutige Maßstäbe jedoch fielen sie in die Kategorie „Substandard“.
Die diversen Sanierungsmaßnahmen der GWG in diesen alten Häusern umfassten – auch im Interesse der Verbesserung der Luftqualität – unter anderem den Anschluss an das Fernwärmenetz beziehungsweise den Einbau von Zentralheizungen. Weiters standen die Erneuerung von Elektroinstallationen sowie die Vergrößerung zu kleiner Wohnungen durch Umbauten oder Zusammenlegungen im Vordergrund. Am dringlichsten erwies sich jedoch die Installierung von zeitgemäßen Sanitäreinrichtungen.
Ein Musterbeispiel für eine derartige Revitalisierung war der Einbau von Nasszellen in der so genannten Derfflinger-Kaserne. Ab 1990 wurden in diesem GWG-Objekt an der Derfflingerstraße für insgesamt 106 Wohneinheiten Dusch- und Waschräume sowie Vorräume und WCs eingerichtet. Das Gesamtprojekt war damals mit 17,6 Millionen Schilling (entspricht ca. 1,3 Millionen Euro) veranschlagt.
Die Stadt zahlte pro Mieteinheit jeweils 105.000 Schilling (umgerechnet 7.700 Euro) dazu, für die MieterInnen verblieben Kosten von knapp 22.000 Schilling (1.600 Euro). Dieser Betrag wurde auf die monatlichen Wohnungskosten mit zusätzlich 300 Schilling (umgerechnet 22 Euro) verrechnet. Die soziale Belastung der MieterInnen konnte so auf ein Mindestmaß reduziert werden.
Auch durch die darauf folgende Generalsanierung der Fassaden mit städtischer Förderung wurde die Wohnqualität in der Derfflingerkaserne verbessert. Mitte 1999 folgte die Generalsanierung des Hofareals. Nach Abbruch des Hauses Derfflingerstraße 8b wurden 2008 die Wohngebäude 8 und 8a saniert. So wurden das Dach und die Fassade erneuert sowie die Grünanlagen und Parkplätze neu angelegt. Auch die Einhausungen der Abfallsammelstellen wurden neu gestaltet. Von den zuletzt erfolgten Maßnahmen, die ein Investment von etwa 400.000 Euro darstellen, profitieren mehr als 200 Mietparteien.
850 Wohnungen abgerissen, 985 als Ersatz neu gebaut
In weiterer Folge konnten in den 1990er Jahren teilweise durch Wohnungszusammenlegungen im Bereich Planck-, Garnison- und Franckstraße die Wohnungen der Kategorie D weitgehend beseitigt werden. Dabei wurden – unter größtmöglicher Rücksichtnahme auf die MieterInnen – schlechte Bausubstanzen abgerissen und durch zeitgemäße Wohnanlagen ersetzt. Insgesamt 850 Wohnungen wurden so abgebrochen.
Die zeitgemäße Neuplanung ermöglichte die Errichtung von 985 den aktuellen Neubaustandards entsprechenden Wohnungen. Bei der Wohnnutzfläche konnte eine Steigerung um 73 Prozent auf 67.000 Quadratmeter erzielt werden. Objekte wie Derfflingerstraße 8b und Langgasse 12 wurden auch ohne Neuverbauung abgebrochen.
Im Jahr 2003 hatte die GWG noch 377 Kategorie D-Wohnungen im Bestand. Diese Anzahl konnte in den vergangenen Jahren um weitere 272 Wohnungen reduziert werden, sodass derzeit nur mehr 105 Wohnungen in die Kategorie D einzustufen sind.
Das Objekt mit dem höchsten Anteil an Kategorie D–Wohnungen ist das Haus Derfflingerstraße 6 mit 61 Einheiten. Die GWG hat sich auch deshalb noch nicht zu einem Abriss entschlossen, weil für besonders einkommensschwachen Menschen entsprechend leistbarer Wohnraum oft kurzfristig nicht in anderen Wohnanlagen zur Verfügung gestellt werden kann.
Bei den Objekten an der Franckstraße, an der Planckstraße, Garnisonstraße 29-35 sowie Garnisonstraße 47 und an der Gruberstraße ist beabsichtigt, durch Wohnungszusammenlegungen in Absprache mit den MieterInnen beziehungsweise bei MieterInnenwechsel den Substandard schrittweise zu beseitigen. Die Häuser Schiffbaustraße 10 sowie Garnisonstraße 36-38 weisen eine schlechte Bausubstanz auf und sind – längerfristig – zum Abbruch vorgesehen.
Das Anfang der 90er Jahre gesetzte Ziel, 1.700 Wohnungen auf modernen Standard zu bringen, wurde mittlerweile erreicht. Mit dem Ziel von „Wohnungsverbesserungen" wurde seitens der GWG seither eine Reihe von Standardanhebungsmaßnahmen und Verbesserungen zur Hebung der Wohnqualität durchgeführt, von denen die Bewoh-nerInnen von mittlerweile rund 5.000 Wohnungen profitiert haben!
Die Schwerpunkte der vergangenen Jahre lagen im Generalsanierungsprogramm in Wohnanlagen in der Neuen Heimat (Heiderosenweg, Angererhofweg, Adolf-Dietl-Weg), im Kaplanhofviertel (Körnerstraße, Gruberstraße, Kaplanhofstraße, Hueberstraße, Leibnitzstraße und Stelzerstraße) sowie großer Wohnblöcke in Urfahr (z. B. Am Hartmayrgut 1-15).
14 Projekte hauptsächlich im Kaplanhofviertel, in Kleinmünchen und im Franckviertel wurden im Jahr 2011 realisiert. In diesem Zeitraum hat die GWG für Großinstandsetzungen rund 15 Millionen Euro und für Wohnungsverbesserungen rund 10 Millionen Euro investiert. Dieses Programm kam den BewohnerInnen von insgesamt rund 800 Wohnungen zugute.
Im Linzer Süden erfolgte im Jahr 2011 schwerpunktmäßig die Sanierung zahlreicher Objekte an der Hochwangerstraße, Zeppelinstraße, Simonystraße und an der Sommerstraße.
Hier erfolgten ein Fenstertausch, die Erneuerung der hinterlüfteten Fassade und des Daches und die Modernisierung der beiden Liftanlagen. Weiters wurden Wärmedämmungsmaßnahmen im Keller und bei der Dachdecke sowie eine Neugestaltung der Gangbereiche durchgeführt. Auch die Außenanlagen wurden gestaltet.
Weitere wichtige Sanierungen erfolgten an der Gruber- und an der Weißenwolffstraße. Unter anderem wurden hier nachhaltig wirksame energetische Isolierungen durchgeführt (Vollwärmeschutz, Fensteraustausch, Erhaltungsarbeiten bei Elektroinstallationen, Eingangstüren sowie die nachträgliche Errichtung von Liften).
In diesem Jahr werden rund 27,5 Millionen Euro für Sanierungsmaßnahmen bereit gestellt. Davon fließen in Großinstandsetzungen rund 20,5 Millionen Euro und in Wohnungsverbesserungen rund 7 Millionen Euro. Schwerpunkte bilden das Franckviertel und Urfahr, aber auch im Stadtzentrum und in Kleinmünchen beziehungsweise in Auwiesen werden zahlreiche Wohnbauten instandgesetzt.
In Summe sind heuer insgesamt 18 große Sanierungsprojekte mit zusammen 1.907 Wohneinheiten im Sanierungsprogramm. Davon wurden 10 Projekte mit 1.391 Wohneinheiten bereits durchgeführt oder stehen kurz vor der Fertigstellung, weitere acht Bauvorhaben mit 516 Wohnungen sollen noch heuer anlaufen.
Die Maßnahmen der GWG zur Hebung der Wohnqualität im laufenden Jahr sind vielfältig. Das Spektrum der Arbeiten reicht von thermischen Sanierungen bis zum nachträglichen Lifteinbau.
Weiters werden die Außenanlagen teilweise neu gestaltet, Einhausungen für die Müll und Fahrradanlagen errichtet und Gehwege erneuert. Diese Maßnahmen dienen zur Hebung der allgemeinen Wohnumfeldqualität und gleichzeitig der Sicherheit.
Auch das subjektive Sicherheitsempfinden der BewohnerInnen wird durch Verbesserungen in den Stiegenhäusern und in den Außenanlagen gesteigert, zum Beispiel durch einen helleren Anstrich und bessere Beleuchtung.
Ein aktueller Schwerpunkt bei den Modernisierungen der GWG-Gebäude liegt in Urfahr. In diesem Stadtteil werden insgesamt 7,8 Millionen Euro in Generalinstandsetzungen investiert. Die Arbeiten in Urfahr sollen im Herbst dieses Jahres anlaufen. Unter anderem werden die Fenster erneuert, die Wärmedämmung verbessert und, wo es möglich bzw. erforderlich ist, Aufzüge eingebaut beziehungsweise Mauertrockenlegungen durchgeführt. Auch Erneuerungsarbeiten in den Keller- und Dachbodenbereichen sind geplant.
Die größte Investition in Urfahr erfolgt im Bereich Leonfeldner Straße 99 bis 107c mit 3,9 Millionen Euro. Diese Bauten wurden vor rund 70 Jahren errichtet und stehen unter Denkmalschutz.
Bei der Sanierung werden Kompromisse mit dem Denkmalschutz eingegangen. So sollen nun an Stelle der bei nicht denkmalgeschützten Objekten verwendeten Kunststofffenster Fenster mit Holz-Alu-Konstruktionen eingesetzt werden. Diese sind zwar im Vergleich zu herkömmlichen Kunststofffenstern (bei einem Stückpreis von ca. 300 Euro) mit Stückpreisen von ca. 600 Euro doppelt so teuer, aber immer noch billiger als die ursprünglich vom Denkmalschutz verlangten „Kasten-Stock-Fenster“ mit Preisen von 1.300 Euro oder mehr.
Auf Grund der Verhandlungen mit dem Bundesdenkmalamt ist es also nun möglich geworden, auf handelsübliche Fenster heimischer Erzeuger zu für die MieterInnen leistbaren Kosten zurückzugreifen.
Auf Grund der Auflagen werden die Häuser auch mit einem speziellen Vollwärmeschutz versehen, der das Äußere der Häuser nicht wesentlich verändert. Die Investitionen für den Wärmeschutz fallen ebenfalls höher aus. Sie sind um ca. 15 Prozent größer als herkömmliche Lösungen kosten würden, bewegen sich aber in einem verträglichen finanziellen Rahmen.
Jeweils 1,8 Millionen Euro werden in Urfahr heuer für Sanierungen bei Wohnhäusern an der Strabergerstraße, an der Roth-Limanowa-Straße und an der Freistädter Straße sowie für ein Sanierungsvorhaben im Bereich Leonfeldner Straße / Teistlergutstraße bereitgestellt werden.
An der Keplerstraße soll ebenfalls noch heuer mit Kosten von 300.000 Euro ein weiteres Bauvorhaben in Urfahr anlaufen, das neben generellen Instandsetzungsarbeiten unter anderem die Erneuerung des Daches und der Kanalisation erfordert.
Ein weiterer Sanierungsschwerpunkt der GWG im heurigen Herbst liegt im Franckviertel, wo sich sehr viele Gebäude aus den 1930-er-Jahren befinden, die teilweise unter Stadtbaumeister Kurt Kühne beziehungsweise später während der NS-Diktatur errichtet wurden.
Einen besonderen Sanierungsschwerpunkt bildet der Bereich des so genannten Wimhölzel-Hinterlands, wo ab heuer bis zum Jahr 2015 insgesamt rund 221 Wohneinheiten in den Straßenzügen Hittmairstraße 50 bis 64, Ing. Stern-Straße 4a bis 8b, Garnisonstraße 57 bis 61 und Cremeristraße 3 bis 12 verbessert werden sollen. Auch in der Stieglbauernstraße (Nummer 7, 9 und 11) sind Generalinstandsetzungen mit Kosten von 750.000 Euro geplant.
Die GWG-Bauten werden auch durch den nachträglichen Einbau von Liftanlagen aufgewertet. „Davon profitieren besonders SeniorInnen und gehbehinderte Menschen sowie Familien mit kleinen Kindern. Sie ermöglichen es vielen älteren Linzerinnen und Linzern, im Alter möglichst lange in den eigenen vier Wänden zu bleiben“, hebt der GWG-Aufsichtsratsvorsitzende Vizebürgermeister Klaus Luger die soziale Komponente des Lifteinbaus hervor.
Heuer wurden von der GWG mit einem Investitionsvolumen von rund 2 Millionen Euro 13 Lifte nachgerüstet, womit sich die Gesamtzahl der Liftnachrüstungen durch das Wohnbauunternehmen seit dem Start der Aktion vor zwölf Jahren auf exakt 301 Lifte erhöht hat. Das bedeutet ein Investitionsvolumen von bisher rund 37 Millionen Euro für fast ein Viertel aller Nachinstallationen in Linz (bisher 1.303 Lifte).
In diesem Jahr wurden in GWG-Häusern im Rennerhof an der Franckstraße / Liebigstraße (elf Lifte) und an der Derfflingerstraße (zwei Lifte) durchgeführt. In der Stieglbauernstraße sind voraussichtlich noch für heuer zwei weitere Liftnachrüstungen geplant. Die entsprechenden Nachinstallationen wurden beziehungsweise werden in Abstimmung mit den BewohnerInnen realisiert.
Die GWG errichtet in erster Linie Lifte mit hochwertigen Glaskonstruktionen. Die Gesamtbaukosten betragen pro Nachinstallation rund 135.000 Euro, die Aufzüge werden mit behindertengerechten Kabinengrößen und wenn möglich mit einer Rampe gebaut.
Durch die Liftnachrüstungen der GWG wurde allein heuer für rund 500 MieterInnen die Wohnqualität gesteigert. Insgesamt leben rund 10.000 Menschen in Häusern, die von der GWG nachträglich mit Liften ausgestattet wurden.
Kostensparende Bauweise für 175 Wohnungen an der Fröbelstraße / Füchselstraße
Wenn eine Sanierung nicht mehr sinnvoll ist, werden neue Mietwohnungen errichtet. So erfolgte in den Jahren 2002 bis 2004 der Bau von 174 Wohneinheiten im Bereich der Fröbelstraße / Füchselstraße. Im Vorfeld der Neubebauung wurde die bestehende Altbausubstanz abgerissen. Eine Sanierung war aus bautechnischen beziehungsweise aus Kostengründen im Interesse der MieterInnen nicht mehr vertretbar. Fünf Häuserblocks blieben aus Denkmalschutzgründen erhalten. Die Neubebauung umfasste neben der Errichtung von 174 Wohneinheiten auch die Schaffung von 180 Autoabstellplätzen. Im Inneren der Wohnanlage entstanden ruhige und begrünte Innenhöfe. Die Größe der neu errichteten Wohneinheiten betrug zwischen 50 und 85 Quadratmetern.Auch am Spindelbaumweg und an der Neubauzeile im Stadtteil Neue Heimat war eine Sanierung auf Grund der schlechten Bausubstanz nicht möglich beziehungsweise auch den MieterInnen finanziell nicht zumutbar. Am Spindelbaumweg wurden 178 Wohnungen neu gebaut, und an der Neubauzeile entstehen in Summe 127 Wohnungen. In Summe ergibt dies (zusammen mit den 174 Wohnungen an der Fröbelstraße/Füchselstraße) eine Zahl von 854 Wohneinheiten, die auf diese Weise neu errichtet wurden. Die Altbauten am Spindelbaumweg und in der Neuen Heimat waren zweigeschoßig, stammten großteils aus den 1950er Jahren und wiesen eine äußerst schlechte Schall- und Wärmedämmung auf. Sie wurden abgerissen und durch zeitgemäße und leistbare Neubauten ersetzt:
„Dieses Projekt hat eine besondere städtebauliche Qualität und wertet das Stadtgebiet Zöhrdorf enorm auf. Aus meiner Sicht überwiegt die soziale Qualität, es werden mit diesem Projekt die letzten Substandardwohnungen unserer städtischen Wohnungsgesellschaft in der Neuen Heimat beseitigt“, freut sich Vizebürgermeister Luger.
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