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VHS-Vortragsreihe "Feminismus für alle?"
BILDUNG
Presseaussendung vom 30.10.2012

VHS Vortragsreihe „Feminismus für alle?“

Gender – Diversity – Queer: Geschlechterforschung heute

Am 7. November 2012 beginnt im Wissensturm die Vortragsreihe „Feminismus für alle?“. An vier Abenden informieren Expertinnen über in aktuelle Themen der Geschlechterforschung. Die gemeinsame Veranstaltungsreihe von Volkshochschule, Johannes Kepler Universität und KUPF gibt Einblick in aktuelle Forschungen, Wandel und Entwicklung feministischer und queerer Theorien und Praxen.

Für die Linzer Bildungsstadträtin Mag.a Eva Schobesberger verspricht die Veranstaltungsreihe „interessante Einblicke zu unterschiedlichen Fragen des Feminismus. Aufgabe der VHS ist es, gesellschaftliche Entwicklungen und Veränderungen zeitgerecht aufzugreifen und die Geschlechterforschung ist dafür prädestiniert“, so die Linzer Stadträtin.

Die Vortragsreihe:

  • 7. November 2012: Wertvolle Unterschiede? Diversity - Als Beitrag zur Verwirklichung einer integrativen Gesellschaft
    Vortragende: Dr.in Silvia Ulrich ist Professorin für Legal Gender Studies, Diversity und Antidiskriminierungsrecht (JKU, Linz); forscht unter anderem zu Geschlechterdifferenz im Recht und Frauenförderung.
    „Die Anerkennung und Integration von Vielfalt ist für das Funktionieren pluralistischer Gesellschaften ein wesentlicher Faktor. Im Rahmen dieses Vortrags soll einerseits die Bedeutung und Funktion von Vielfalt im menschenrechtlichen Kontext und andererseits im Rahmen des betrieblichen Diversitätsmanagements geklärt werden. Dabei zeigt sich, dass Diversity-Konzepte und Antidiskriminierungsrecht nicht immer deckungsgleich sind.“
  • 14. November 2012: Alles Porno im Internet? Feministische Positionen zur Online-Pornografie
    Vortragende: Dr.in Doris Allhutter ist Politikwissenschaftlerin und arbeitet am Institut für Technikfolgen-Abschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.
    „Mainstream-Pornografie produziert Bedeutungen, die vom Geschlechtsunterschied handeln. Gemeinhin normalisiert sie Geschlechterdifferenz und idealisiert eine bestimmte Vorstellung von Heterosexualität. Die pornografische Inszenierung von Sexualität hat durch die Nutzung digitaler Technologien neue Ausdrucksformen gefunden. In den letzten Jahren wird massiv in die Entwicklung pornografischer Computeranwendungen, die ausschließlich informationstechnologisch hergestellt werden, investiert. Auf Basis eines Streifzugs durch die feministische Porno-Debatte seit den 70er Jahren zeigt der Vortrag, wie sich diese gesellschaftlichen Vorstellungen in digitaler Pornografie materialisieren“.
  • 21. November 2012: Geschlechterkonflikte und Geschlechterdialoge: Männlichkeitspolitiken und der neue Antifeminismus
    Vortragende: Univ.-Prof.in Ilse Lenz ist Soziologin an der Ruhr-Universität-Bochum; forscht zu Globalisierung, Geschlecht und Arbeit, Frauenbewegungen, Männlichkeitspolitiken und Intersektionalität.
    „Geschlechterverhältnisse befinden sich in einem ständigen Wandel. Antifeministische Männer und Frauen äußern sich lautstark in der Öffentlichkeit, besonders in Internetforen. Vor diesem Hintergrund werden Männlichkeitspolitiken und der neue Antifeminismus differenziert erörtert“.
  • 28. November 2012: We are family!? Familienpolitik verqueeren!
    Vortragende: Dr.in Sushila Mesquita arbeitet am Referat Genderforschung der Uni Wien; Dissertation: „Ban Marriage! Ambivalenzen der Normalisierung aus queer-feministischer Perspektive“ (2011).
    „Die Frage, wer beziehungsweise was eine Familie ist, hat derzeit Konjunktur. Viel steht auf dem Spiel, gerät doch die traditionelle Vorstellung von Familie als verheiratetes Paar mit Kind(ern) ob der zunehmenden Pluralisierung von Lebensformen mehr und mehr ins Wanken. Im Vortrag werden die Ambivalenzen dieser rechtlichen Anerkennung aus queer-feministischer Perspektive beleuchtet. Daran anschließend wird der Frage nachgegangen, wie eine radikale Reform des Familienrechts beschaffen sein könnte, die der gelebten Vielfalt an Familienreformen und deren Bedürfnissen gerecht zu werden vermag“.

Die Vorträge finden jeweils Mittwoch um 19 Uhr im Wissensturm, Veranstaltungssaal E09, statt. Einzelkarten kosten fünf Euro, ermäßigt 2,50 Euro  und mit der Ö1-Clubkarte vier Euro. Es besteht außerdem die Möglichkeit, ein Abonnement für die vier Vorträge zu einem ermäßigten Tarif zu beziehen. Wer sich unter der Buchungsnummer 12.12075 bis spätestens 7. November 2012 schriftlich, telefonisch oder per Internet anmeldet, kann um 15 Euro alle vier Veranstaltungen besuchen. Weitere Informationen: Helene Edlinger, Tel. +43 732 7070 4331.


www.linz.at/wissensturm.

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