Ferien bedeuten für viele Familien in Österreich Probleme mit der Kinderbetreuung. Nicht in der Stadt Linz. Seit 2010 haben alle städtischen Krabbelstuben und Kindergärten durchgängig geöffnet. Seit letztem Jahr stehen den Linzer Familien fünf städtische Horte für die Betreuung der Volksschulkinder zur Verfügung. So wird ein wichtiger Wunsch der Linzer Familien, ihre Kinder in den Ferienzeiten gut versorgt zu wissen, erfüllt. Mit der durchgängigen Öffnung der städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen geht die Stadt Linz auf die Bedürfnisse der Eltern ein und leistet einen maßgeblichen Beitrag zur besseren der Vereinbarung von Familie und Beruf.
50 städtische Kindergärten stehen seit 2010 und 25 Krabbelstuben seit 2011 in der Karwoche und in den Sommerferien durchgängig zur Verfügung. Fünf geöffnete städtische Horte ergänzen das Angebot. Die Nachfrage nach Krabbelstubenplätzen ist seit dem Vorjahr erneut stark gestiegen – in den kommenden Sommerferien (Juli / August) auf 89 Prozent aller regulären Plätze.
In den städtischen Kindergärten stieg die Nachfrage in den Sommerferien (Juli / August) mit durchschnittlich 3.048 benötigten Betreuungsplätzen um 22 Prozent auf insgesamt 78 Prozent an. Seit der Ferienöffnung der Betreuungseinrichtungen 2010 hat sich die Nachfrage im August bereits mehr als verdoppelt.
Auch in den Horten ist ein Anstieg erkennbar. Besuchten 2011 lediglich drei Prozent der SchülerInnen einen Hort, so sind im August diesen Jahres bereits acht Prozent für eine Betreuung angemeldet.
„Das Angebot an die Eltern, unsere Betreuungseinrichtungen in der Karwoche und den Sommermonaten durchgängig offen zu halten, wird von Jahr zu Jahr stärker in Anspruch genommen. Die Stadt hilft damit Familien, sich die Urlaubszeit selbst einteilen zu können und nicht durch starre Regelungen vorzuschreiben“, sagt Sozialreferent Vizebürgermeister Klaus Luger zu der starken Nachfrage nach Ferienbetreuungsplätzen.
Sommerferien bedeuten vielfach Probleme und Stress für Eltern, entsprechende Betreuungsstrukturen für ihre Kinder auf die Füße zu stellen. Laut Arbeiterkammer sperren beispielsweise die Kindergärten in Oberösterreich durchschnittlich im Sommer 23,5 Tage lang zu. Für viele Eltern eine echte Herausforderung. Seit 2010 hat die Stadt Linz für die Eltern dieses Problem gelöst.
Mit der durchgehenden Öffnung der städtischen Kindergärten und Krabbelstuben in den Sommermonaten sowie die Erweiterung der Hortbetreuung im August hat die Stadt Linz das Betreuungsproblem in der Ferienzeit für viele Eltern aus dem Weg geräumt. Ob in der Karwoche oder im August: das Angebot wird seit Einführung 2010 äußerst stark angenommen. Der Vorteil für die Familien ist eindeutig, die Selbstbestimmung, wann der eigene Urlaub konsumiert wird, liegt nun wieder bei den Eltern und für die restliche Zeit steht die gewohnte qualitativ hochwertige Kinderbetreuung zur Verfügung.
„Wir wollten damit für die Eltern mehr Wahlfreiheit in deren Urlaubsgestaltung ermöglichen und ihnen den Druck nehmen, den Sommerurlaub weitestgehend im Sperrmonat August konsumieren zu müssen,“ so Sozialreferent Luger.
Für die Linzer Familien heißt das konkret, dass alle 24 städtischen Krabbelstuben sowie 50 Kindergärten geöffnet blieben. Darüber hinaus halten fünf städtische Horte im Sommer ihre Pforten für die Volksschulkinder offen. Um einen organisatorisch reibungslosen Ablauf zu erzielen und um stets ausreichend pädagogisches Fachpersonal in den einzelnen Kindergarten-, Krabbelstuben- und Hortgruppen zur Verfügung zu haben, wurden auch heuer die Eltern bis Ende Jänner 2012 ersucht, die Abwesenheiten der Kinder in der Betreuungseinrichtung bekannt zu geben.
In den 25 städtischen Krabbelstuben mit den insgesamt 63 geführten Gruppen ist auch heuer die Nachfrage nach der Augustbetreuung ungebrochen hoch. 79 Prozent aller Krabbelstubenkinder sind für die Sommerbetreuung angemeldet. Die Inanspruchnahme ist somit um fünf Prozent gegenüber 2011 gestiegen. Exakt 512 Kinder dürften die Sommeröffnung im August in Anspruch nehmen. Die Anzahl der Kinder ist gegenüber dem Vorjahr gar um 26 Prozent höher, wobei sich hierin auch die gestiegene Zahl der angebotenen Betreuungsplätze widerspiegelt.
Betrachtet man die Juli und August so zeigt sich ebenfalls eine deutliche Zunahme. So besuchten im Juli/August 2011 im Schnitt 447 Kinder (81 Prozent aller angemeldeten) die Betreuungseinrichtungen. Die Anmeldungen für die heurigen Sommermonate belaufen sich auf durchschnittlich 582 Kinder (89 Prozent), was einer Steigerung von acht Prozent entspricht. Insgesamt müssen im heurigen Sommer durch die größere Nachfrage zehn Gruppen zusätzlich geöffnet werden.
In der erstmals 2011 durchgehend geöffneten Karwoche nutzten bereits rund 78 Prozent der Krabbelstubenkinder das Betreuungsangebot. In den heurigen Osterferien stieg die Nachfrage erneut um rund fünf Prozent oder 134 Kinder. Anstatt der 47 Krabbelstubengruppen 2011 mussten heuer um 14 mehr geöffnet bleiben. Insgesamt wurden in der Osterwoche 541 Kinder betreut.
Mittlerweile schon zum dritten Mal sind die städtischen Kindergärten im Sommer durchgehend geöffnet. Die Vormerkzahlen für den Monat August sind seit der Einführung 2010 kontinuierlich von 1.012 Kindern auf heuer 2.250 gestiegen und haben sich somit mehr als verdoppelt. Insgesamt haben sich 58 Prozent aller von der Stadt regelmäßig in den Kindergärten betreuten Kindern auch für die Ferienbetreuung angemeldet. Das bedeutet eine Steigerung um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr in der Augustbetreuung.
Im gesamten Sommerbetrieb Juli /August zeigt sich ebenfalls eine erhebliche Steigerung der zur Betreuung angemeldeten Kinder. Lag die Quote 2011 noch bei 64 Prozent von den im gesamten Jahr über versorgten Kindern, so stieg sie heuer auf 78 Prozent an.
Bei der Nachfrage nach Kindergarten-Betreuungsplätzen in der Osterwoche gab es gegenüber dem Vorjahr nur eine minimale Änderung von knapp einem Prozent. 74 Prozent aller regulär angemeldeten Kinder kamen so auch in der Karwoche zu ihrem gewohnten Betreuungsplatz. 2012 wurden exakt 2.842 Kinder in ihrem vertrauten Kindergarten betreut.
In den städtischen Horten erfolgte letzten Sommer eine Ausweitung des Betreuungs-Angebots. Davor stand den Linzer Kindern berufstätiger Eltern nur ein geöffneter Hort im gesamten Stadtgebiet zur Verfügung. Im August 2011 wurden gesamt fünf Einrichtungen geöffnet. Auch im Sommer 2012 wird dieses erweiterte Angebot den Linzer Eltern zur Verfügung stehen. Für Urfahr ist das der Hort im Biesenfeld, für Linz-Zentrum der Hort Dorfhalle im Franckviertel, in Keferfeld-Oed können die Volksschulkinder den Hort in der Wieningerstraße besuchen, für Kleinmünchen, Auwiesen und Neue Heimat ist der Hort Allendeplatz vorgesehen und für die VolksschülerInnen in Ebelsberg und Pichling sperrt der Hort Schärfschule seine Pforten im August auf. In den städtischen Horten werden im Sommer Volksschüler betreut, die schon während des Jahres den Hort besuchen. Grundsätzlich haben aber alle PflichtschülerInnen die Möglichkeit, als Gastkind in die Einrichtungen zu kommen.
Aufgrund der neuen Standorte nahmen die Eltern dieses Angebot stärker in Anspruch.
Rund drei Prozent der Volksschulkinder nutzen das Angebot der Augustbetreuung 2011. Knapp acht Prozent der Volksschulkinder haben sich im heurigen Sommer für die Augustbetreuung angemeldet. Das entspricht einer Steigerung von knapp 175 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch diesen Sommer ist erkennbar, dass im August das Angebot verstärkt in Anspruch genommen wird.
Natürlich haben auch Kinder Recht auf Urlaub vom der Krabbelstube, dem Kindergarten oder dem Hort. Das Kinderbetreuungsgesetz des Landes Oberösterreich sieht eine klare gesetzliche Regelung vor, wonach Kinder fünf Wochen pro Arbeitsjahr, davon mindestens zwei Wochen durchgehend Ferien außerhalb der Kinderbetreuungseinrichtung verbringen sollen. An dieser Regelung wird nicht gerüttelt.
Die Eltern haben nunmehr im Vergleich zum alten Modell wesentlich mehr Freiheiten. Sie können sich die Urlaubswochen freier einteilen. Die Eltern können selbst entscheiden, wann sie ihren Urlaub konsumieren möchten und sind nicht mehr gezwungen im Sperrmonat August Urlaub nehmen zu müssen.
(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Sozialreferent Vizebürgermeister Klaus Luger zum Thema „Ferienbetrieb in den städtischen Krabbelstuben, Kindergärten und Horte“)
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