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Presseaussendung vom 12.02.2016

Web-Meldeplattform „Schau auf Linz“ nicht nur bei jungen NutzerInnen gefragt

Mehr als 11.000 Meldungen seit 2013

Themen im Zusammenhang mit dem Verkehr dominieren

Seit Jänner 2013 ermöglicht die Web-Meldeplattform „Schau auf Linz“ (www.schau.auf.linz.at  (Neues Fenster)), via Internet oder Handy-App Beschwerden und Anregungen an die Stadt Linz heranzutragen. Mehr als 11.000 Meldungen erreichten bisher auf diese Wiese das Tele-Service-Center der Stadt Linz. Alleine 2015 waren es 3.664, was etwa 55 Prozent aller im Vorjahr  vom Bürgerservice erfassten Anliegen entspricht. Über die Hälfte konnte die Stadt Linz im Sinne der Melderin oder des Melders erledigen. Inhaltlich dominierten die Themen Zustand von Straßen- und Gehwegen, Straßenbeleuchtung, Verkehrseinrichtungen- und Verkehrsmaßnahmen sowie Sauberkeit des öffentlichen Raumes. Eine 2015 an der Linzer Johannes Kepler eingereichte Diplomarbeit befasste sich eingehend mit „Schau auf Linz“. Die Untersuchung ergab unter anderem, dass nicht nur junge NutzerInnen die elektronische Kommunikationsschiene gerne verwenden: 19 Prozent waren bis zu 29 Jahre alt, jedoch 42 Prozent 50 Jahre oder älter. Die  NutzerInnen von „Schau auf Linz“ schätzen vor allem die Möglichkeit, Anliegen auf einfache Art an die Stadtverwaltung heranzutragen und zur Gestaltung sowie Verbesserung der Stadt beizutragen. Die leichte Bedienbarkeit und die übersichtliche Gestaltung  finden großen Anklang. So signalisieren etwa Ampelfarben den Status der Bearbeitung. „Mit „Schau auf Linz“ setzt die Lebensstadt Linz auf  einen zeitgemäßen Weg des Bürgerservice. Unsere erfolgreiche Pionierarbeit hat Städte wie Bregenz, Feldkirchen und Dornbirn motiviert, ähnliche Plattformen aufzubauen“, freut sich Bürgermeister Klaus Luger über das rege Echo von „Schau auf Linz“.

Nutzung auch ohne Registrierung möglich

„Schau auf Linz“ steht als Online-Variante oder als App für iPhone- und Android-Smartphones über die Homepage  der Stadt Linz www.linz.at (Menüpunkt „BürgerInnen-Service“ zur Verfügung. Wer  nur eine Meldung abschicken möchte, muss sich nicht anmelden oder registrieren, jedoch eine E-Mail-Adresse für Rückfragen angeben. Dadurch kann ein Problem ohne Verzögerung  bekanntgegeben werden. Die NutzerInnen markieren auf der Stadtkarte mit einem Stecknadelsymbol den Ort des Problems, beschreiben kurz das Anliegen, wählen die  dazu passende Kategorie aus, fügen eventuell ein Foto ein (Gesichter und Kennzeichen dürfen aus rechtlichen Gründen nicht erkennbar sein) und senden die Meldung ab. Bei Verwendung von Smartphones stehen die Standorterfassung über GPS oder die manuelle Eingabe zur Wahl.

Ampelfarben für Bearbeitungsstatus

Ampelsymbole zeigen auf einen Blick, in welcher Bearbeitungsphase sich das Anliegen befindet. „Rot“ bedeutet, dass das das Anliegen registriert, jedoch noch nicht bearbeitet ist. „Gelb“ steht für in Bearbeitung und „Grün“ signalisiert erledigte Anliegen. „Weiß“ bedeutet, dass eine Umsetzung nicht möglich oder die Stadt Linz nicht zuständig ist, jedoch das Anliegen weitergeleitet wurde. Kommentare zu den Meldungen können nur jene Personen senden, die sich vorher mit Namen, E-Mail-Adresse und Passwort,. angemeldet haben. Derzeit umfasst dieser Kreis etwa 3.000 NutzerInnen.

Das Team des Teleservice-Centers leitet die Mitteilungen an die jeweils zuständige Magistratsdienststelle oder an externe Organisationen und Firmen wie die Polizei, die LINZ AG und Wohnungsgesellschaften weiter.  Die BesucherInnen der Internetplattform können die Antworten der Stadt Linz und die  Kommentare lesen. Die Dauer der Umsetzung hängt von der Art der Meldung ab. So kann es zum Beispiel erforderlich sein, dass erst eine bau- oder straßenpolizeiliche Begehung erfolgen muss. In der Regel rasch erledigt werden Meldungen wie defekte Beleuchtungen und Ampelanlagen, scheppernde Kanaldeckel und Müllablagerungen. Für Rückfragen versenden die MitarbeiterInnen des Teleservice-Centers E-Mails.

Was das Portal kann, zeigt ein unterhaltsamer zweiminutiger Video-Clip der Kunstuni-Studentin Elisabeth Prast. Sie beteiligte sich 2015 an einem von der Stadt Linz in Kooperation mit der der Studienrichtung „Zeitbasierte und interaktive Medien“ der Linzer Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung veranstalteten Wettbewerb. Das Siegerprojekt wurde mit einem Geldpreis honoriert.

Mehr als die Hälfte von zirka 11.000 Meldungen im Sinne der BürgerInnen erledigt

Seit 22. Jänner 2013 lädt schau.auf.linz.at die BürgerInnen zur Mitwirkung ein. Bis Ende 2015 gingen zirka 11.000 Online-Meldungen ein. Die meisten Anmerkungen und Vorschläge betreffen die Bereiche Verkehr und Straßenbeleuchtung, Abfall, Verschmutzungen sowie Grünflächen und Spielplätze. 55 Prozent der Meldungen führten zu Veränderungen  im Sinne der BürgerInnen.

Fast 3.500 Meldungen im Jahr 2015

Mit exakt 3.466 Meldungen fand Schau auf Linz eine ebenso große Resonanz wie 2014 (3.472 Meldungen). Im Vergleich zur Zwischenbilanz seit 2013 ergaben sich nur geringfügige Abweichungen in einzelnen Kategorien wie etwa eine Steigerung der gemeldeten Müllablagerungen (von 8,7 auf 11,6 Prozentpunkte der Meldungen) und ein Rückgang des Anteils der Kategorie „Verkehrsmaßnahmen“ von 15,8 auf 13,2 Prozentpunkte.

„Schau auf Linz“ im Spiegel einer wissenschaftlichen Analyse

Wissenschaftlich analysiert hat Stefan Etzelstorfer „Schau auf Linz“ in seiner Diplomarbeit der Studienrichtung Wirtschaftswissenschaften „Open Government als kommunale Herausforderung am Beispiel der Online-Plattform Schau auf Linz“, die er 2015 am Institut für Public und Nonprofit  Management der Linzer Johannes Kepler Universität einreichte (Betreuer: Univ.-Prof. Dr. Dennis Hilgers. Die Arbeit entstand in enger Zusammenarbeit mit der Stadtforschung Linz. Als Datengrundlage dienten die Ergebnisse einer Online-Befragung von 2.200 registrierten NutzerInnen im Zeitraum 16. Jänner bis 17 Februar 2014. 900 NutzerInnen (41 Prozent der Befragten) sandten die elektronischen Fragebögen zurück. 69 Prozent von ihnen waren Männer, 31 Prozent Frauen.

Die wissenschaftliche Analyse untermauert den herausragenden Stellenwert des Projekts „Schau auf Linz“, mit dem Linz Pionierarbeit leistete. Übersichtliches Design und einfache Nutzbarkeit der Linzer Innovation haben mittlerweile Städte wie Bregenz, Feldkirch und Dornbirn zur Einrichtung ähnlicher Plattformen animiert.MMag. LL.B Stefan Etzelstorfer schreibt in seiner Diplomarbeit: „Die Plattform Schau auf Linz schaffte einen neuen Kanal, der als Ergänzung und nicht als bloßer Ersatz für bisherige Kommunikationskanäle dient. Dies zeigt auch die Verdoppelung der Gesamtzahl der Anliegen seit Inbetriebnahme der Plattform, die seither mehrheitlich auch damit getätigt werden. Durch einen transparenten Umgang der Stadtverwaltung mit den Anliegen und Beiträgen der BürgerInnen (z.B. „Ampelsystem, keine Vorzensur der Beiträge), wird dadurch bei BürgerInnen zum einen ein besseres Verständnis der internen Abläufe und Prozesse innerhalb der Stadtverwaltung erreicht. Diese bis dato positive Entwicklung von „Schau auf Linz“ liegt unter anderem in der Möglichkeit, BürgerInnen eine aktive Rolle im politisch-administrativen Prozess einnehmen zu lassen und ihnen das Gefühl eines partnerschaftlichen Umgangs zwischen Stadtverwaltung und BürgerInnen zu vermitteln. Zum anderen sorgt die Plattform auch für eine Beschleunigung verwaltungsinterner Prozesse“.

61 Prozent der NutzerInnen zwischen 30 und 59 Jahre alt

Die Altersstruktur der für die Diplomarbeit Befragten: Drei Prozent waren unter 19 Jahre alt. 16 Prozent gaben an, zwischen 20 und 29 Jahre zu sein. Die Altersgruppe der 30-39-Jährigen machte 21 Prozent aus. Weitere 22 Prozent fielen in die Gruppe der 40- 49-Jährigen. 18 Prozent waren zwischen 50 und 59 Jahre alt. Der  Anteil der 60-69-Jährigen umfasste 14 Prozent. Sechs Prozent waren 70 Jahre oder älter. 69 Prozent der Befragten gaben an, erwerbstätig zu sein. Zur Gruppe der Nicht-Erwerbstätigen zählten zu 64 Prozent PensionistInnen und zu 20 Prozent SchülerInnen und StudentInnen.

56 Prozent mit Matura oder Hochschulstudium

Mit 33 Prozent stellten die AkademikerInnen die größte Gruppe dar, gefolgt von knapp 23 Prozent  MaturantInnen und 22 Prozent LehrabsolventInnen. 17 Prozent gaben an, eine Fachschule ohne Matura absolviert zu haben. Vier Prozent waren AbsolventInnen der Pflichtschule.

Vor allem Internet und städtische Publikationen machten auf „Schau auf Linz“ aufmerksam

Im Rahmen eines Mehrfachantwortsets konnten die Befragten angeben, wodurch sie auf die Plattform „Schau auf Linz“ aufmerksam wurden. 28 Prozent bezeichneten das Internet selbst als Informationsquelle. 27 Prozent nannten Publikationen der Stadt Linz wie „Lebendiges Linz“ und jeweils 17 Prozent Tages- und Wochenzeitungen beziehungsweise Familienmitglieder, FreundInnen oder Bekannte.

28 Prozent nutzen Plattform mindestens einmal pro Woche

Während nur sechs Prozent der Befragten angaben, täglich „Schau auf Linz“ zu nutzen, besuchten 12 Prozent die Plattform einmal und weitere 10 Prozent mehrmals pro Woche. 28 Prozent kamen auf ein  bis drei Besuche pro Monat. 44 Prozent gaben eine seltenere Nutzung bekannt.

„Schau auf Linz“ starke Motivation für erstmaligen Kontakt zur Stadt Linz

„Schau auf Linz“ motiviert zahlreiche BürgerInnen, ihre Anliegen erstmals der Stadt mitzuteilen. Vor der Existenz der Plattform hatten 62 Prozent der Befragten noch nie einen Kontakt durch E-Mail, Telefon oder persönlichen Besuch des Bürgerservice gesucht. 27 Prozent sagten, ihre Anliegen jedenfalls „seltener als jetzt“ vorgebracht zu haben. Acht Prozent sehen keine Veränderung in ihrem persönlichen Verhalten. Nur drei Prozent nutzten zuvor die „klassischen“ Kommunikationswege häufiger.

Meldungen werden deutlich öfter gelesen als geschrieben oder kommentiert

28 Prozent der Befragten gaben an, Meldungen immer zu lesen. Weitere 29 Prozent lesen sie häufig. Jedoch schrieben nur vier Prozent „immer“ und sieben Prozent „häufig“ Meldungen. Kommentare zu den Meldungen verfassten nur ein Prozent „immer“ und zwei Prozent „häufig“.

Einfache Nutzung und übersichtliche Gestaltung

Einfache Nutzung und übersichtliche Gestaltung zählen zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren von „Schau auf Linz“. So stimmten der Charakterisierung „leicht bedienbar“ 61 Prozent der NutzerInnen „völlig“ und 37 Prozent „eher“ zu. Auch die übersichtliche, insgesamt gelungene sowie optisch ansprechende Gestaltung fand hohe Sympathiewerte.

Plattform fördert Bürgernähe der Stadtverwaltung

„Schau auf Linz“ unterstreicht das Bekenntnis der Stadt Linz zu Bürgernähe und Offenheit. Auf die Frage, ob die Stadtverwaltung durch die Plattform besonders bürgernah ist, stimmten 55 Prozent der Befragten „völlig“ und 37 Prozent „eher“ zu. Ähnlich positive Werte erbrachte die Aussage „Durch Antworten fühle ich mich ernst genommen“. Das Ampelsystem zur Bewertung des Meldungsstatus findet ebenfalls breite Zustimmung.

Einfache Möglichkeit, Verbesserungen anzuregen wird geschätzt

Der Motivation „Anliegen einfach artikulieren“ stimmten 80 Prozent der NutzerInnen „völlig“ und 17 Prozent „eher“ zu. 62 Prozent beziehungsweise 33 Prozent hoben die Gestaltung oder Verbesserung von Linz hervor. Insgesamt 88 Prozent überzeugte die Möglichkeit der direkteren Kommunikation und  67 Prozent motivierte das Interesse an Kommunalpolitik.

Dass die Nutzung „Spaß macht“, meinten 55 Prozent (15 Prozent „sehr“, 40 Prozent „eher“). 48 Prozent sehen in „Schau auf Linz“ die Möglichkeit, eine andere Meinung zu äußern. Weniger wichtig (35 Prozent Zustimmung) erscheint der Austausch mit Gleichgesinnten.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Bürgermeister Klaus Luger zum Thema „Zwischenbilanz  der Internet-Plattform Schau auf Linz und Analyse des NutzerInnenkreises der Plattform“)

Informationsunterlage (PDF, 368 kB) (neues Fenster).

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