Linz. Eine Stadt lebt auf.

Auch heuer wieder Fixpunkt: Pflasterspektakel

Dienstag, 25. Jänner 2000

Ereignisreiches Kulturjahr 2000
Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Stadtrat Dr. Reinhard Dyk und Kulturdirektor Mag. Siegbert Janko über das Kulturprogramm im heurigen Jahr am Mittwoch, 25. Jänner 2000, um 10.30 Uhr im Hotel Wolfinger
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Link Geschäfts- und Bürohaus an der Dametzstraße

Link Raiffeisenlandesbank OÖ expandiert

Link Fünf Wohnprojekte der SolarCity Pichling vorgestellt

Link Portrait Peter Kubovsky
24.1.2000  26.1.2000

Ereignisreiches Kulturjahr 2000

"Qualität, Vielfalt und Abwechslung" ist auch im heurigen Kulturjahr das Motto. An die 80 Veranstaltungen mit traditionellen aber auch neuen Highlights der städtischen und stadtnahen Kultureinrichtungen füllen den Programmkalender 2000.

Traditionelle Highlights

Linzfest und Pflasterspektakel sind wieder Fixtermine: In neuer, verbesserter Form wird sich das Linzfest in seiner elften Auflage am 27. und 28. Mai präsentieren. Sommerliches Straßenkunstvergnügen bietet das Pflasterspektakel dann vom 20. bis 22. Juli. Die Sommermusik-Reihe "Klangplatz-Hauptplatz", Konzerte im Musikpavillon und heuer zum zweiten Mal das Sommertheater im Rosengarten am Pöstlingberg werden unter anderem den Linzer Kultursommer ausfüllen.

Nicht traditionell, jedoch originell wird die Chorolympiade vom 7. bis 16. Juli die Stadt und ihre Umgebung in Schwingungen versetzen. 500 Chöre aus 90 Nationen machen diese Veranstaltung gewiss zu einem unvergesslichen Kulturereignis. Gotthilf Fischer wird dabei seine "Friedensmesse" aufführen.

Dali und Bayer

Ausstellungen des Nordicos, beispielsweise die Gesamtschau zum druckgraphischen Schaffen von Salvador Dali oder eine Fritz-Fröhlich-Retrospektive, und der Neuen Galerie, die mit Fotografie und Malerei des Bauhaus-Meisters Herbert Bayer ihren Höhepunkt gleich zu Beginn setzt, ergänzen das kulturelle Programm 2000.

Mit einer Veranstaltung zum Tag der Menschenrechte am 12. Dezember klingt das Kulturjahr aus.
Geschäfts- und Bürohaus an der Dametzstraße


Erste Entwürfe für ein neues Büro- und Geschäftszentrum im innerstädtischen Bereich wurden am Montag, 24. Jänner, dem Gestaltungsbeirat zur Begutachtung vorgelegt. Das geplante Bauvolumen umfasst die Liegenschaften der Firma Kaindl an der Dametzstraße und das ehemalige ESG-Verwaltungsgebäude an der Museumstraße, wobei das Balzarek-Haus bestehen bleibt und adaptiert werden soll. Dieses erste Verwaltungsgebäude der ESG hat als gelungenes Beispiel der Jugendstil-Architektur historische Bedeutung. Die übrige Bebauung soll abgebrochen und durch Neubauten ersetzt werden. An der Dametzstraße wird ein durchgehend siebengeschoßiges Objekt mit ein- bis zweigeschoßigen Arkaden vorgeschlagen, die so den Fußgängerbereich an der Durchzugsstraße erweitern. Im Hofbereich sind Bürogeschoße geplant, die Zufahrt in den Hof und die Tiefgarage sind in der Dametz-, die Ausfahrt in der Museumstraße vorgesehen.

Da das Projekt eine sensible innerstädtische Zone betrifft, müssen bei der Gestaltung mehrere weitere Gesichtspunkte miteinbezogen werden. Außerdem ist zur Umsetzung eine Änderung des mittlerweile 15 Jahre alten Bebauungsplans notwendig.

Dem Beirat für Stadtgestaltung sollen daher in der nächsten Sitzung verschiedene Alternativen, wie etwa die Erhaltung des Eckhauses Dametzstraße/Museumstraße, vorgelegt werden. Auch die Arkadierung ist nochmals zu überdenken. Weitere Überlegungen betreffen die Gestaltung und Höhe der dominanten Fassade.

Die Studie der Architekten Ernst Haas und Helmut Schimek ist eine erste Vorbereitung auf einen "Ringtausch": Finanzamt und Kunstuniversität wollen Liegenschaften tauschen. So ist der geplante Bau ein möglicher Standort für das neue Finanzamtsgebäude Linz, das seinen Sitz am Hauptplatz der Kunstuniversität überlassen könnte. Im Gegenzug räumt diese ihr Gebäude in Urfahr für das Finanzamt Urfahr. Das Haus an der Kaarstraße ist in stark renovierungsbedürftigem Zustand.

Elisabeth Stiftinger +43 (0)732/7070-1360

Raiffeisenlandesbank OÖ expandiert


Der Hauptsitz der Raiffeisenlandesbank OÖ zwischen Südbahnhofmarkt und Goethestraße wird großzügig erweitert. Im neuen Anbau an die bestehenden Objekte finden die vor vier Jahren gegründete Privatbank sowie Büroflächen für die Tochtergesellschaften und ein Veranstaltungssaal Platz. Weiters soll der hausinterne Gastronomiebetrieb vergrößert werden. Auch die Tiefgaragen für Kunden und Mitarbeiter sowie deren Aus- und Einfahrten werden erweitert beziehungsweise umgebaut.

Der Beirat für Stadtgestaltung beurteilte die Pläne für dieses umfangreiche Vorhaben am Montag, 24. Jänner sehr positiv. Nach der Durchführung einzelner kleinerer Ergänzungen kann das Projekt der Planungsvisite zugeführt werden.

Bereits 1990 errichtete die Raiffeisenlandesbank OÖ an der Khevenhüllerstraße einen Erweiterungsbau. Nachdem die Anzahl der MitarbeiterInnen seither um etwa 800 gestiegen ist, wird dieser Bau nun bis zur Goethestraße weitergeführt und durchgehend um ein Geschoß erhöht. Auch der an der Goethestraße befindliche Trakt wird bis hin zu einem Kopfbau verlängert, in dem künftig die Privatbank untergebracht ist. Das Schallerhaus bleibt als freistehendes Objekt erhalten, wird aber im Untergeschoß durch einen Gang mit dem Erweiterungsbau verbunden.

Verteilerfunktion zwischen den bestehenden und den neuen Bauten wird eine viergeschoßige Glashalle mit einem im Innenhof situierten Haupteingang haben. Diese soll auch als Veranstaltungssaal dienen.

Die Fassade der Privatbank ist derzeit noch zu eigenständig ausgebildet und konkurriert deshalb mit dem Schallerhaus. Daher schlägt der Gestaltungsbeirat eine Beruhigung der Fassade vor, um dem Haus den gebührenden Raum zu gewähren.

Gleichzeitig mit diesen baulichen Maßnahmen will die Raiffeisenlandesbank OÖ auch die problematische Verkehrssituation der Tiefgaragenein- und -ausfahrt an der Goethestraße verbessern. Dazu wird ein Teil der Goethestraße aufgelassen und somit eine Grünfläche vor dem Bankgebäude gewonnen.

Industriedenkmal erhält würdigen Standplatz

Linz verdankt seinen Wohlstand nicht unwesentlich dem hier entwickelten Stahlerzeugungsverfahren (LD-Verfahren), bei dem durch direkte Sauerstoffzufuhr in den Tiegel die Qualität des Stahls wesentlich erhöht wird. Der dazu verwendete erste Tiegel des LD-Verfahrens wird als Denkmal auf der neu gewonnenen Grünfläche aufgestellt.

Elisabeth Stiftinger +43 (0)732/7070-1360

Fünf Wohnprojekte der SolarCity Pichling vorgestellt


Der Linzer Beirat für Stadtgestaltung hat am Montag, 24. Jänner, insgesamt fünf Wohnanlagen der Gemeinnützigen Eisenbahnsiedlungsgesellschaft EBS, der Gesellschaft für den Wohnungsbau GWB, der Gemeinnützigen Industrie-Wohnungsaktiengesellschaft GIWOG, der Wohnungsgenossenschaft Lebensräume und der Gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaft Eigenheim Linz begutachtet.

Architekt Martin Trebersburg präsentierte insgesamt 100 Wohnungen der EBS in einem völlig neuen Entwurf. Bei diesem Projekt ist es gelungen, eine gemeinsame Tiefgaragenabfahrt mit der Eigenheim Linz zu planen. Solartechnisch sind Passiv- und Niedrigenergiehäuser sowie kontrollierte Zu- und Abluftsysteme vorgesehen.

Die vom Architektenbüro Kaufmann vorgelegte Planung für die GWB umfasst 75 Wohneinheiten, von denen 24 als Reihenhäuser konzipiert sind. Für die zukünftigen BewohnerInnen stehen 79 Pkw-Abstellplätze zur Verfügung. 106 Wohnungen werden in dem von Architektin Helga Lassy entworfenen Wohnprojekt der GIWOG Platz finden. Zwei der Häuser werden vollständig in Holzbauweise errichtet, ein Haus erhält eine Holzfassade. Ein Passivhaus und Solarglasfassaden mit Wabenstruktur bestimmen die vielfältigen Solaraspekte.

Das ZT-Hochbau-Atelier Wels legte für die Wohnungsgenossenschaft Lebensräume einen überarbeiteten Entwurf für 81 Wohnungen und sechs Reihenhäuser vor. Die Wohnungen werden mit Sonnenkollektoren versehen, die als "Solarbrücken" die einzelnen Gebäude verbinden. In den Reihenhäusern ist eine mechanische Be- und Entlüftung mit effizienter Wärmerückgewinnung vorgesehen.

Architekt Helmuth Schweiger stellte für die Eigenheim Linz ein überarbeitetes Projekt mit insgesamt 83 Wohnungen vor. Neben dem positiven Aspekt einer gemeinsamen Tiefgaragenabfahrt mit der EBS gibt es auch solarenergetische Schwerpunkte, wie ein Passivhaus. Generell wird auf großzügige Fensteröffnungen sowie eine Verlagerung der Wohnräume in die optimal belichteten Zonen Wert gelegt. Eine horizontale hinterlüftete Metallfassade setzt klare Akzente in der Geländestruktur.

Eine Bewertung der fünf Wohnprojekte durch den Beirat für Stadtgestaltung ist zur Zeit noch im Gang.

Christian Reiter +43 (0)732/7070-1373

Portrait Peter Kubovsky
Neue Galerie startet Videoedition


Mit einem Portrait des Künstlers Peter Kubovsky wird der Beginn einer Videoedition in der Neuen Galerie vorgestellt, die unter dem Titel "Kopfstücke" eine Reihe oberösterreichischer Künstler verewigen soll. Der Prof. Peter Kubovsky gewidmete zwanzigminütige Videofilm von Peter Puluj herausgegeben, wird am Donnerstag, 27. Jänner, in der Neuen Galerie um 19 Uhr vorgestellt.

Prof. Peter Kubovsky, 1930 in Südmähren geboren, kam schon mit 15 Jahren nach Linz, wo ihm bereits 1954 der Kunstpreis der Stadt Linz sowie 1996 die Kulturmedaille der Stadt Linz verliehen wurden. Dazu kamen zahlreiche österreichische und internationale Auszeichnungen.

Das Videoportrait gestaltete Doris Schulz, an der Kamera stand Andrij Puluj. Im Anschluss an die Filmvorführung spricht Prof. Peter Baum mit dem Zeichner Prof. Peter Kubovsky. Der Eintritt mit Ausstellungsbesuch kostet 60 Schilling (ermäßigt 30 Schilling).

Elisabeth Oberlik +43 (0)732/7070-1361


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