SV Urfahr erhält Zuschauertribüne 1,2 Millionen Schilling an städtischer Unterstützung
Mit der Errichtung einer Zuschauertribüne für den Fußballverein SV-Urfahr geht ein lang gehegter Wunsch aller Mitglieder und Fans in Erfüllung. Die Stadt Linz unterstützt den Bau der 300 Plätze fassenden Zuschauergalerie mit finanziellen Zuwendungen in Höhe von insgesamt 1,2 Millionen Schilling.
Die Zuschauertribüne ist bis auf Restarbeiten fast fertig gestellt und kann vorraussichtlich schon beim ersten Meisterschaftsspiel am 19. März erstmals benützt werden. Ferner wurden mit Mitteln aus der erwähnten städtischen Sportförderung das Hauptspielfeld und das Nebenspielfeld des an der Donau gelegenen SV-Urfahr-Platzes saniert. Die in den vergangenen Monaten durchgeführten Rasendrainagierungs- und Planierungsmaßnahmen werden künftig für eine wesentlich bessere Bespielbarkeit der Sportanlage sorgen.
Der seit 1912 bestehende SV Urfahr spielt derzeit in der Bezirksliga Nord und konnte im Rahmen seiner mehr als 88 Jahre währenden Vereinsgeschichte bereits zahlreiche Erfolge im Amateurfußball erringen.
Robert Hubmann +43 (0)732/7070-1367
Neubau für Linzer VHS und Stadtbibliotheken im Gestaltungsbeirat
Der Beirat für Stadtgestaltung genehmigte das Projekt eines gemeinsamen Hauses für die Volkshochschule Linz und die Stadtbibliotheken. An einem sehr prominenten Platz, zwischen Weingartshof- und Kärntner Straße, ist eine gemeinsame Heimstätte für die beiden Bildungseinrichtungen angedacht. Die Volkshochschule Linz, derzeit in einem stark renovierungsbedürftigen Gebäude an der Coulinstraße untergebracht, soll in einem 16-geschoßigen Turm zeitgemäße Schulungs-, Kreativ- und Bewegungsräume bekommen. Für die Stadtbibliotheken ist ein dreigeschoßiger Riegel an der Weingartshofstraße vorgesehen. Ein gemeinsamer Sockel verbindet die beiden Objekte, der unter anderem eine zweigeschoßige Halle beherbergt.
Der markante Turm der geplanten Linzer Bildungseinrichtung hat nach den Plänen der Architekten Franz Kneidinger und Heinz Stögmüller einen elliptischen Grundriss mit einem abgesetzten Aufzugschacht. Der Beirat für Stadtgestaltung betonte in seiner Beurteilung, dass das Projekt durch eine phantasievolle und städtebaulich sensible Formulierung besticht und die drei ineinander verschränkten Gebäudeteile eine gut nachvollziehbare Komposition darstellen. Er regt lediglich eine Beruhigung des Bibliothekstraktes und eine Bearbeitung des gekrümmten Sockels entlang der Kärntner Straße an. Eine eventuelle Reduktion des Bauvolumens aus Kostengründen kann ohne Infragestellung des Konzeptes vorgenommen werden.
Elisabeth Stiftinger +43 (0)732/7070-1360
Aktuelle Pollenbelastung
Die Pollenwarndienste im AKh Linz und in den Landeskrankenhäusern Gmundnerberg und Freistadt melden: Auf Grund der derzeitigen Witterung ist die Blühphase von Erle und Hasel unterbrochen. Mit Temperaturanstieg ist jedoch mit einem raschen Belastungsanstieg bis in Höhe um 700 Meter zu rechnen. Untergeordnete Allergene sind Eibe, Pappel, Weide und Ulme.
Der Tonband-Pollenwarndienst ist unter folgenden Telefonnummern erreichbar: AKh Linz 7806/3406, Landeskrankenhaus Gmundnerberg 0660/6013 (Ortstarif), Landeskrankenhaus Freistadt 07942/700 580.
Abstraktes in der AKh-Galerie
Abstrakt expressive Acrylmalerei und Mischtechniken von Alfred Hansl sind vom 16. März bis 9. April im Foyer des Linzer Allgemeinen Krankenhauses ausgestellt. Die Eröffnung ist heute, 15. März, um 19.30 Uhr. Der 1959 in Linz geborene freischaffende Künstler stellt die Schau unter den Titel "Internal Walkabout". Hansl beschäftigt sich seit seiner Jugend mit Malerei. 1982 bis 1985 studierte er bildnerische Erziehung bei den Professoren Wolfgang und Georg Stifter an der Pädagogischen Akademie des Bundes in Linz. Seit 1980 setzt sich der Künstler vermehrt mit Fotografie auseinander. 1988 besuchte er dazu die internationale Sommerakademie in Salzburg und begann im selben Jahr mit dem Übermalen von Projektionen.
Seit 1988 kann der Preisträger beim internationalen Wettbewerb "art protects rainforest" auf zahlreiche Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen verweisen. Die im Linzer AKh zu sehenden Werke sind im Besitz der Stadt Linz, der Kulturabteilung des Landes Oberösterreich und vieler Banken.
Edith Schwentner +43 (0)732/7070-1363
Anerkennungsurkunde für Isolde Lachmann
Kürzlich wurde der bekannten Linzer Autorin Isolde Lachmann die Anerkennungsurkunde der Stadt Linz für überragende kulturelle Leistungen von Kulturstadtrat Dr. Reinhard Dyk überreicht. Diese Auszeichnung würdigt das bisherige literarische Schaffen der Autorin, die durch zahlreiche Publikationen und durch Lesungen unter anderem auch im ORF bekannt wurde.
Linzer Unfallstatistik 1999 Mangelnde Disziplin der Verkehrsteilnehmer
(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Verkehrsstadtrat Berthold Amerstorfer zur Linzer Unfallstatistik 1999 am Mittwoch, 15. März 2000, 11 Uhr, Neues Rathaus, Zimmer 5059)
Weitere Gesprächspartner:
Dipl.-Ing. Gerhard Karl, Planungsamt
Hauptmann Franz Landerl, Bundespolizeidirektion
Die Unfallstatistik 1999 der Bundespolizeidirektion Linz weist insgesamt 6050 Verkehrsunfälle, davon 1598 mit Personenschaden auf. Gegenüber 1998 (5561) ist die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle um 8,79 Prozent angestiegen. Damit verbunden verzeichnet die Statistik 1999 einen Anstieg bei den Schwerverletzten und Toten. Gab es 1998 130 Schwerverletzte auf den Linzer Straßen, wird die Zahl 1999 mit 133 ausgewiesen. Bei den Verkehrstoten erhöhte sich die Anzahl von 8 auf 16. Dabei geht aus der Verkehrsunfallstatistik 1999 hervor, dass sechs Fußgänger, zwei Radfahrer, ein Motorrad-Lenker, fünf Pkw-Lenker sowie zwei Pkw-Mitfahrer betroffen waren. Zwei Fußgänger wurden beim unvorsichtigen Überqueren der Fahrbahn, einer am Straßenrand gehend beziehungsweise in der Mitte der Fahrbahn stehend von Pkws erfasst und getötet. Beim Überqueren des Schutzweges bei Rotlicht kam ein Fußgeher zu Tode ein zweiter wurde bei Grünlicht auf dem Zebrastreifen von einem linksabbiegenden Bus niedergestoßen und tödlich verletzt. Einer der beiden getöteten Radfahrer kam ohne Fremdverschulden zu
Sturz, der zweite, wurde auf einem Radweg vom Fahrer eines rechtsabbiegenden Lkws übersehen und gerammt. Ein Motorradfahrer prallte aufgrund überhöhter Geschwindigkeit gegen eine Leitschiene und zog sich tödliche Verletzungen zu. Abkommen auf die linke Fahrbahnseite, überhöhte Geschwindigkeit sowie Auffahren von hinten sind die Gründe für die tödlich verunglückten Pkw-Lenker und deren Mitfahrer.
Genereller Anstieg der Unfallzahlen
Aus einer vom Kuratorium für Verkehrssicherheit - Landesstelle Oberösterreich erstellten Statistik geht hervor, dass im gesamten Bundesgebiet die Unfallzahlen, sowohl bei den Unfällen mit Personenschaden und besonders bei den Verkehrstoten, deutlich gestiegen sind.
Unfallursachen
Die Linzer Verkehrsunfallstatistik weist als die häufigsten Unfallursachen vor allem das vorschriftswidrige Überholen mit einem Plus von 44,44 Prozent, das Auffahren auf abgestellte Fahrzeuge und Objekte plus 24,54 Prozent sowie das Auffahren von hinten beziehungsweise die Vorrangverletzung beim Linksabbiegen mit Steigerungen von 8,52 Prozent beziehungsweise 6,92 Prozent aus.
Ein Minus von 1,14 Prozent wird beim Nichtbeachten des Vorrangs, um 0,62 Prozent beim vorschriftswidrigen Wechseln des Fahrstreifens festgestellt.
Schutzwegunfälle und Rotlichtüberfahrten
Im Jahr 1999 ereigneten sich im Stadtgebiet von Linz insgesamt 244 (1998 203) Verkehrsunfälle mit Fußgängern. Dabei wurden 83 (1998 68) Unfälle auf Schutzwegen registriert. Dies obwohl schwerpunktmäßig von der Linzer Polizei Schutzwege verstärkt kontrolliert und mittels Videogeräten überwacht wurden. Darüber hinaus wurden vom Land Oberösterreich (Einschleifffffen vorm Zebrastreifen!) und der Stadt Linz (Aktion "Zebra") Kampagnen zur Schutzwegthematik durchgeführt.
Auch bei der Nichtbeachtung des Rotlichtes einer Verkehrslichtsignalanlage wurden bei den Fußgängern und Autofahrern gegenüber 1998 Steigerungen von 18,75 beziehungsweise 7,14 Prozent verzeichnet.
Alkolenker und Fahrerflüchtige
Die Zahl der alkoholisierten Pkw-Lenker die an Verkehrsunfällen beteiligt waren stieg im Vergleich zum vorangegangenen Jahr um 31,85 Prozent. Der Prozentsatz der Fahrerflucht bei Unfällen mit Personenschaden erhöhte sich um 73,33 Prozent, der bei Nichtmelden eines Verkehrsunfalles mit Sachschaden um 9,57 Prozent.
Weniger Unfallhäufungspunkte
Die Anzahl der Unfallhäufungspunkte (Stellen mit mindestens drei Unfällen mit Personenschaden pro Jahr beziehungsweise drei gleichartige Unfälle mit Personenschaden in drei Jahren beziehungsweise zehn Unfälle mit Sachschäden in einem Jahr) ist von 21 (1998) auf 18 gesunken.
In Zusammenarbeit mit der städtischen Verkehrsplanung, dem Bezirksverwaltungsamt, der Bundespolizei, dem Tiefbauamt und dem Amt für Technik werden diese Unfallhäufungsstellen jährlich anhand von Kollisionsdiagrammen untersucht. Durch planungstechnische Maßnahmen wie zum Beispiel Verbesserungen der Abläufe bei den Verkehrslichtsignalanlagen, wird im Bedarfsfall in diesen Bereichen die Verkehrssicherheit erhöht.
Entschärft wurden 1999 unter anderen folgende Unfallhäufungsstellen:
Am Bindermichl/Werndlstraße: Verkehrslichtsignalanlage rund um die Uhr in Betrieb
Dametzstraße/Mozartstraße: Verbesserung der Signalisierung, anstelle der Ampel auf einem Auslegemast wurde eine Hängeampel montiert
Dinghoferstraße/Mozartstraße: Verbesserung der Signalisierung durch den Einsatz von Leuchtdioden
Freistädter Straße/Linke Brückenstraße: Verbesserung der Fußgängersignale durch den Einsatz von Leuchtdioden
Unionstraße/Landwiedstraße: Laufzeit der Verkehrslichtsignalanlage bis 24 Uhr verlängert, Verbesserung der Signalisierung durch die Montage einer Überkopfampel
Untere Donaulände/Rechte Donaustraße: Anbringung eines Fahrbahnteilers samt Baken mit Richtungspfeilen
Waldeggstraße/Stockhofstraße: Umbau der Lichtsignalanlage zusätzliches Signal (Abbiegepfeil)
Wiener Straße (Kreisverkehr): Aufbringung einer Sperrlinie, Montage von Überkopftafeln "Vorrang geben"
Wissenschaftliche Unfallanalyse
Folgende fünf Kreuzungen stellen nach Ausschöpfung sämtlicher relevanter Verkehrssicherheitsmaßnahmen noch immer Problemstellen dar:
- Salzburger Straße/Laskahofstraße/Landwiedstraße
- Linke Brückenstraße/Ontlstraße
- Herrenstraße/Langgasse
- Ferdinand-Markl-Straße/Pulvermühlstraße
- Franckstraße/Lastenstraße
Diese sollen durch Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Ernst Pfleger (Leiter des Ludwig-Boltzmann-Instituts für Verkehrssystemanalyse, interdisziplinäre Unfallforschung und Unfallrekonstruktion) einer Unfallanalyse und Sicherheitsprüfung unterzogen werden. Mit Hilfe von Videoprüfungen und modernen Methoden der Unfallsimulation sollen dabei die unfallkausalen Zusammenhänge gefunden beziehungsweise ganzheitlich aufgeklärt werden.
Städtische Förderung der Verkehrssicherheit
1999 sind folgende Maßnahmen gesetzt worden:
Installation von Verkehrslichtsignalanlagen:
- Hafenstraße/A7 Südwestrampe
- Salzburgerstraße/Purschkastraße
- Dallingerstraße/Franzosenhausweg
Fußgängerwechselblinkanlagen:
- Goethestraße/Südtirolerstraße
- Dauphinestraße/Dürerstraße
Innenbeleuchtete Hinweiszeichen - Achtung Schutzweg:
- Schörgenhubstraße/Flötzerweg
- Siemensstraße/In der Neupeint
Bei acht Kreuzungen sowie Schutzwegen wurde die Straßenbeleuchtung durch Anhebung des Beleuchtungsniveaus bei gleichzeitigem Wechsel der Lichtfarbe (Austausch der Leuchten) erheblich verbessert.
Das Radwegenetz wurde durch Lückenschlüsse kontinuierlich erweitert, darüber hinaus wurden zehn Radwegüberfahrten neu gemacht sowie an folgenden Kreuzungen mit roter Beschichtung versehen:
- Blumauerstraße/Humboldtstraße
- Lenaustraße/Friedhofstraße
- Lenaustraße/Anzengruberstraße
- Lenaustraße/Hamerlingstraße
- Lenaustraße/Rilkestraße
- Agip Tankstelle Lenaustraße/Zufahrt
- Möbel Leiner Lenaustraße/Parkplatz
- Pizzaria Roma Lenaustraße/Parkplatz
- Makartstraße/Grillparzerstraße
- Makartstraße/Lissagasse
- Makartstraße/Richard-Wagner-Straße
- OMV Tankstelle Makartstraße/Aus- und Einfahrt
Zwölf neue Schutzwege (insgesamt 779), 21 "Achtung Kinder Symbole" (insgesamt 177), 276 "Tempo 30"-Symbole (insgesamt 857), rund 27 Kilometer Leitlinien, ca. 6,7 Kilometer Parkplatzmarkierungen und rund fünf Kilometer blaue Linien (Kennzeichnung von Kurzparkzonen) komplettieren das Maßnahmenpaket.
Beilagen:
drei Grafiken können angefordert werden
Weitere Berichte 2000
Weitere Berichte 1999
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