Donnerstag, 30. März 2000

Fast 500 neue Musikschulbesucher
487 neue SchülerInnen konnten heuer in die Musikschule der Stadt Linz aufgenommen werden, womit die Gesamtzahl der SchülerInnen aktuell 5081 beträgt.
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Stadt förderte seit 1999 19 Dachgeschoßausbauten
Bibliothek für Natur und Umwelt im Neuen Rathaus
Jubiläum
Altbundespräsident Dr. Rudolf Kirchschläger verstorben
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Fast 500 neue Musikschulbesucher Größte Nachfrage bei Musikalischer Elementarerziehung
487 neue SchülerInnen konnten heuer in die Musikschule der Stadt Linz aufgenommen werden, womit die Gesamtzahl der SchülerInnen aktuell 5081 beträgt.
Die meisten Anmeldungen, nämlich 118, gab es für das Angebot der musikalischen Elementarerziehung für Kinder zwischen vier und sechs Jahren. Die zweitstärkste Interessentengruppe betrifft das Fach Klavier mit 91 neuen SchülerInnen, gefolgt von Blockflöte mit 68, Gitarre mit 51, Sologesang mit 23 und Schlagzeug mit 21 Neuaufgenommenen. Für Zither, Steirische Harmonika, Orgel, Cello Kontrabass, Elementares Trommeln und Percussion wurde je ein Studienplatz frei.
Auf der Warteliste stehen mehr als 500 InteressentInnen. Wer sich einmal angemeldet hat und noch nicht aufgenommen wurde, wird zwar in Evidenz gehalten, eine "Auffrischung" der Anmeldung beim nächsten Einschreibungstermin ist allerdings empfehlenswert, um sein Interesse weiterhin zu bekunden.
Die stärkste Schülergruppe stellen die Zehn- bis Vierzehnjährigen, gefolgt von den Fünfzehn- bis Neunzehnjährigen, eine Steigerung gibt es dann wieder bei den Erwachsenen. Es besuchen mehr Mädchen als Burschen die Musikschule.
Zum Angebot gehört auch die Singschule mit mehr als tausend jungen Sängerinnen und Sängern.
Elisabeth Oberlik +43 (0)732/7070-1361
Stadt förderte seit 1999 19 Dachgeschoßausbauten
Die Errichtung von 19 Mietwohnungen hat die Stadt Linz im Rahmen der 1999 nach einjähriger Unterbrechung wieder gestarteten Förderungsaktion für Dachgeschoßausbauten mit 625.500 Schilling unterstützt. Die neuen Wohnungen haben eine Gesamtnutzfläche von 1251 Quadratmetern. Von 1993 bis 1997 förderte die Stadt 30 Dachgeschoßausbauten mit insgesamt 2,235 Millionen Schilling.
Der städtische Zuschuss kann für vom Land Oberösterreich geförderte Mietwohnungen mit höchstens 90 Quadratmetern beansprucht werden, wenn das betreffende Gebäude nach dem Ausbau mehr als drei Wohnungen aufweist. Pro Quadratmeter Wohnfläche steuert die Stadt Linz nach Vorliegen des Mietvertrages 500 Schilling bei. Bei Objekten von gemeinnützigen Bauträgern erhält als Förderungsvoraussetzung die GWG das Einweisungsrecht für die Hälfte der neu geschaffenen Wohnungen. Ansprechpartner für Interessierte ist Rudolf Brettschuh vom Bauwirtschaftsamt der Stadt Linz (Neues Rathaus, 3.Stock, Zimmer 3007, Telefon 7070/3112).
Seitens des Landes werden die Baukosten durch niedrig verzinste Darlehen (höchstens 12.800 Schilling je Quadratmeter) mit einer Laufzeit von 30 Jahren gefördert. Für den nachträglichen Dachgeschoßausbau hebt die Stadt Linz keine Anliegerbeiträge ein.
Christian Freimüller +43 (0)732/7070-1362
Bibliothek für Natur und Umwelt im Neuen Rathaus Neuer Lesegarten eröffnet
Mit einer Sandkiste, zwei Parkbänken und einer Pflanzengruppe lädt der neu gestaltete Lesegarten der Bibliothek für Natur und Umwelt Wissbegierige zum Verweilen ein. Auf Wunsch wird für die kleinen BesucherInnen auch Sandspielzeug zur Verfügung gestellt. Die Schwerpunktbibliothek am Vorplatz des Neuen Rathauses neben der Hypo-Bank bietet Interessierten eine Auswahl aus über 5000 Medien, wie Bücher, Zeitschriften, Videos, CDs und CD-ROMs. Die Themenpalette reicht von Zoologie über Botanik, von Ökologie, Umwelt- und Naturschutz bis hin zu Geologie, Astrologie, Gartenbau, und Land- und Waldwirtschaft. Der Bestand wird laufend erweitert. Die Öffnungszeiten sind Dienstag von 9 bis 14 Uhr, Mittwoch und Donnerstag von 9 bis 17 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung unter der Linzer Telefonnummer 7070/2959.
René Hagenauer +43 (0)732/7070-1352
Jubiläum
Die Ehepaare Elsa und Friedrich Granner, Haidgattern 28, und Antonia und Franz Pötscher, Ziegeleistraße 80, feiern am 2. April das Fest der diamantenen Hochzeit. Frau Margarete Eibelhuber, Sonnenpromenade 50, und Frau Margarete Egger, In der Aichwiesen 19, vollenden am 3. April das 90. Lebensjahr. Frau Helene Thiele, Kantstraße 10, vollendet am 4. April das 95. Lebensjahr.
Bürgermeister Dr. Franz Dobusch ließ den Jubilaren Ehrengeschenke und Glückwunschschreiben überreichen.
Altbundespräsident Dr. Rudolf Kirchschläger verstorben
Altbundespräsident Dr. Rudolf Kirchschläger, seit 1987 Ehrenbürger der Stadt Linz, ist am 30. März um 10.25 Uhr im 86. Lebensjahr an Herzversagen verstorben.
Am 20. März 1915 in der Grafenau, Gemeinde Niederkappel geboren, arbeitete er nach dem Besuch der Bürgerschule zunächst als Gemeindearbeiter, um sich sein späteres Studium der Rechtswissenschaften, das er 1935 an der Universität Wien begann, zu finanzieren. Nachdem er im Zweiten Weltkrieg schwer verwundet worden war, begann er Ende 1945 seine berufliche Laufbahn als Richter beim Bezirksgericht Horn und wechselte später nach Langenlois.
1953 trat er in den Dienst des damaligen Außenamtes ein. In der Folge durchlief der Jurist die ministerielle Laufbahn und wurde 1963 zum Kabinettchef bestellt. Sein besonderes Engagement und seine Leistungen führten ihn als österreichischen Botschafter nach Prag, wo er sich vor allem im Jahr 1968 durch die Unterstützung von Flüchtlingen besondere Verdienste erwarb. 1970 wurde der parteilose Diplomat in die Regierung berufen, wo er das Amt des Außenministers bekleidete. In diesen Jahren prägte Dr. Kirchschläger einen Stil der österreichischen Außenpolitik, wobei er innerhalb kürzerster Zeit mit seinem großem Fachwissen, seiner Autorität und Ausstrahlung international Anerkennung fand.
Am 23. Juni 1974 wurde er zum Bundespräsidenten gewählt und am 18. Mai 1980 für eine zweite Amtsperiode wiedergewählt. Verfassungsgemäß schied er am 8. Juli 1986 aus dem Amt.
Am 24. Februar 1987 wurde Dr. Rudolf Kirchschläger vom Linzer Altbürgermeister Prof.
Hugo Schanovsky mit der Ehrenbürgerwürde der Stadt Linz ausgezeichnet.
Dr. Kirchschläger bekannte sich wiederholt zur oberösterreichischen
Landeshauptstadt und hat Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft der Stadt stets gefördert. Dieses Engagement fand auch mit der Verleihung der Ehrendoktorwürde durch die Linzer Universität Anerkennung.
Dagmar Seel +43 (0)732/7070-1366
Weitere Berichte 2000
Weitere Berichte 1999
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