Silberreiher in den Traunauen gesichtet
8000 gefiederte Wintergäste in Linz
Auf interessante "Wintergäste" aus Osteuropa stießen die Mitarbeiter der Naturkundlichen Station des Linzer Amts für Umweltschutz bei ihrer alljährlichen Wasservogelzählung. In den Traunauen wurde ein Trupp von acht Silberreihern gesichtet. Diese seltene Vogelart, die außer in Linz österreichweit nur am Neusiedlersee und am Inn überwintert, wurde in der Landeshauptstadt schon im Vorjahr registriert. Damals hatte ein Silberreiherpärchen vorübergehend Linz als Heimstätte gewählt. Mittlerweile scheint die Stadt als Überwinterungsort für Wasservögel ständig an Zugkraft zu gewinnen. Insgesamt bevölkern, wie die Naturkundliche Station bei ihren Erhebungen festgestellt hat, nun insgesamt rund 8000 gefiederte "Zuzügler" die Gewässer der oberösterreichischen Landeshauptstadt.
Die Population der Wasservögel umfasst rund 50 Arten und reicht von Haubentauchern über Zwergtaucher, Zwergsäger, Gänsesäger und Blesshühner bis hin zu Graugänsen und Kormoranen. Besonders vielfältig ist die Vogelwelt bei den Entenarten, wobei sich unter anderen Pfeifenten, Schnatterenten, Krickenten, Schellenten und Tafelenten um diese Jahreszeit in Linz aufhalten. Ihre Winterquartiere liegen an Donau und Traun sowie am Pichlinger See, am Pleschinger See und am Weikerlsee. Ein majestätisches Bild bieten die rund 300 Schwäne, die aus dem Norden, vornehmlich aus den Gewässern rund um Budweis zugezogen sind und gern die Futterstellen an der Donau aufsuchen.
Die Wasservogelzählung der Naturkundlichen Station wird noch bis April fortgeführt. Die Resultate dienen der ökologischen Grundlagenforschung und der Erstellung von Verbreitungskarten.
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Dienststellenleiterempfang im Magistrat
Am Mittwoch, 10. Jänner, fand der traditionelle Neujahrsempfang von Bürgermeister Dr. Franz Dobusch für die Führungskräfte der städtischen Unternehmen und des Magistrats statt. In seiner Ansprache wies das Stadtoberhaupt vor allem auf die geänderten Marktbedingungen der öffentlichen Hand und ihrer Betriebe hin. Im abgelaufenen Jahr sei es daher auf schnelle Art und Weise zur Gründung der Linz AG gekommen. Dies sei die Antwort auf die Liberalisierung gewisser Märkte, um die bisher sehr kostengünstigen Dienstleistungen der städtischen Betriebe auch in Zukunft erhalten zu können. In seiner Rede hat Bürgermeister Dobusch dann die Leistungen und positiven Entwicklungen von GWG, LIVA, AEC und des Design Centers gewürdigt.
Zentrales Thema der Ansprache war die zunehmend schwieriger werdende finanzielle Situation der Stadt. Sie erschwere die Arbeit der gesamten Mitarbeiterschaft und verlange vor allem den Führungskräften einiges ab.
In den nächsten drei Jahren werde die Stadt über 400 Millionen Schilling an Einnahmen verlieren - durch die Steuerreform, den geringeren Getränkesteuersatz, die Halbierung der Werbesteuer, den für die Städte schlechteren Finanzausgleich und die durch die bevorstehende Volkszählung zu erwartenden Mindereinnahmen, so Dr. Franz Dobusch. Diese angespannte Situation und das Ziel der Bundesregierung, das Maastricht-Nulldefizit bis spätestens 2002 zu erreichen, würden sich auf die Budgetgestaltung der Stadtverwaltung nachhaltig auswirken. Dies bedeute, dass das heurige Budget auch für die kommenden Jahre gleich bleibe und alle Preissteigerungen und Lohnerhöhungen durch Einsparungen durch die Dienststellen zu erwirtschaften seien. Zur Bewältigung dieser harten Aufgaben wäre die Budgeterstellung in die Geschäftsgruppen und Ressorts ausgelagert worden. Das sei eine Aufforderung an jeden Einzelnen Verantwortung zu übernehmen und kostenbewusst zu agieren, appellierte Bürgermeister Dobusch an die Führungskräfte.
Abschließend meinte das Stadtoberhaupt: "Unser ehrgeiziges Ziel ist es, trotz budgetärer Engpässe die Modernisierung und die dynamische Entwicklung unserer Stadt nicht zu stoppen."
Anlässlich seiner ersten Ansprache im Rahmen des traditionellen Neujahrsempfangs erläutert Magistratsdirektor Dr. Wolny seine Positionen zur Weiterentwicklung des Magistrates. Sein zentrales Ziel sei es, die vielen Maßnahmen und Initiativen der vergangenen Jahre, die Linzer Stadtverwaltung von den Fesseln bürokratischer Organisation, bürokratischen Handelns und der Kameralistik frei zu machen, zusammenzuführen. Es gelte Kostenrechnung, Controlling, Budgetierung, Personalentwicklung und Strukturveränderung miteinander zu verknüpfen. Die anwesenden Führungskräfte ersuchte Dr. Wolny, die hohe Reformintensität im Magistrat positiv zu besetzen und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Vorteile und Nutzen der Neuerungen für ihre tagtägliche Arbeit vor Augen zu führen. Die vorbereiteten Entwicklungsmöglichkeiten müssten effizient und effektiv genutzt werden, damit die finanziellen Einschränkungen der nächsten Jahre unter Wahrung des hohen Leistungs- und Qualitätslevels der Linzer Stadtverwaltung bewältigt werden können.
Abschließend wandte sich der Vorsitzende der Personalvertretung, Norbert Haudum, an die Führungskräfte. Er wies in seinen Ausführungen unter anderem darauf hin, dass von der städtischen Verwaltung ausgezeichnete Arbeit geleistet und dies durch Umfragen und Studien unterstrichen werde. Dies zeige auch deutlich, dass der Vergleich mit privaten Organisationsformen nicht gescheut werden müsse. Zur laufenden Diskussion um Personaleinsparungen meinte Haudum, dass die Potenziale ausgeschöpft und der Leistungsdruck in manchen Bereichen an der Grenze sei. Demnach könne nur mehr dann eingespart werden, wenn auch über das Aufgabenspektrum nachgedacht würde.
Baumfällungen aus Sicherheitsgründen
Wie jeden Winter beginnen in den kommenden Tagen die notwendigen Baumfällaktionen des Linzer Gartenamtes. Insgesamt 160 Bäume, verteilt im ganzen Stadtgebiet, müssen heuer entfernt werden.
Morsche, kranke, alte Bäume aber vor allem solche, die ein Sicherheitsrisiko darstellen, kommen an erster Stelle. Beispiele dafür sind alte, große Weiden und Pappeln, deren weiches Holz bruchgefährdet ist und auch bei geringer Windbelastung herunterfällt. Diesmal sind auch zahlreiche Bäume dabei, die beim gewaltigen Sturm am 4. Juli des vergangenen Jahres schwer beschädigt wurden und nicht mehr zu retten sind.
Selbstverständlich wird jeder einzelne Baum einer sorgfältigen und fachkundigen Prüfung unterzogen. Von den Experten wird in jedem Fall überlegt, ob der Baum nicht doch noch eine Zeit lang stehen bleiben könnte. Erst nach all diesen Überlegungen wird der Baum sozusagen zur Fällung frei gegeben.
Die Arbeiten werden einige Wochen dauern und ein Großteil der beseitigten Bäume wird durch frisches, junges Grün ersetzt.
Aus dem AKh: Kunst im Krankenhaus
Bewegungsstudien von Karin Enzelsberger
Gemälde aus Acryl und verschiedenen Mischtechniken von Karin Enzelsberger sind in der Ausstellung "Bewegungsstudien" vom 11. Jänner bis 11. Februar 2001 im Foyer des AKh Linz, Bau A, Erdgeschoß, zu sehen. Die Eröffnung erfolgt heute, 10. Jänner, um 19.30, durch die Pflegedirektorin des Allgemeinen Krankenhauses, Hildegard Hofer.
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